Zinsgutschriften 2013: "Vermeintliche Experten führen Verbraucher in die Irre"

Zinsgutschriften 2013
Lebensversicherung: Geiz ist geil

"Vermeintliche Experten führen Verbraucher in die Irre"

Bei der Debatte um die Bewertungsreserven geht es um Buchgewinne, die in den Bilanzen der Lebensversicherer anfallen - vor allem für Anleihen. Der Mechanismus: Wenn die Zinsen am Kapitalmarkt am Kapitalmarkt fallen, steigen die Kurse der Anleihen. Es entsteht im Vergleich zum Kaufkurs ein Plus.

Diese Gewinne entstehen jedoch in der Regel nur vorübergehend auf dem Papier, weil der Versicherer diese Papiere nicht verkauft, sondern bis zum Ende der Laufzeit hält. Dennoch müssen die Versicherer bisher diese Buchgewinne ausschütten. So hat es die Politik einmal vor einigen Jahren entschieden. Nun soll das geändert werden. Doch auch das ist wieder heftig umstritten.

Aus der Sicht der Versicherer werden Kunden, deren Verträge aktuell auslaufen, derzeit zu gut behandelt. Aus der Sicht von Verbraucherschützern entgeht den Kunden mit auslaufenden Verträgen in diesem Jahr eventuell viel Geld, wenn die Regeln für die Bewertungsreserven verändert werden.

Ein weiterer Feind der Lebensversicherung sind Verbraucherschützer. Diese beklagen seit langem, dass viele Kunden ihren Vertrag vorzeitig kündigen und dadurch viel Geld verlieren. Aktuell raten viele Experten sogar davon ab, noch Lebensversicherungen zu kaufen. Ein schlechter Rat, finden die Manager der Branche.

„Leider werden die Verbraucher aber mit Ratschlägen vermeintlicher Experten immer wieder in die Irre geführt, denn sie empfehlen den Bürgern für die Altersvorsorge schlecht verzinste Sparbücher, die früher oder später aufgezehrt sind, oder Fonds, die das Risiko der Aktienmärkte voll und ganz auf den Verbraucher abwälzen“, klagt der Debeka-Chef.

Und überdies dürfe man bei allen Diskussionen um Renditen nicht vergessen werden, „dass wir mit unseren Rentenversicherungsprodukten viel mehr bieten als nur eine reine Kapitalanlage, nämlich eine Altersvorsorge, die lebenslange Leistungen garantiert. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und einer drohenden Altersarmut in Deutschland ist die private Vorsorge deshalb wichtiger denn je.“

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Einige Versicherer geben nur noch drei Prozent

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