Zusatzversicherungen
Darf´s etwas mehr sein?

Sie sind gesetzlich versichert und möchten beim Arzt besseren Service und weniger Zuzahlungen? Dann hilft eine private Zusatzversicherung. Schon in drei Schritten kommen Interessenten zum für sie besten Angebot.
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DÜSSELDORF. Wer Zahnschmerzen hat, ist arm dran. Und muss noch mehr leiden, wenn er gesetzlich krankenversichert ist: Seit 2005 übernehmen die Kassen die Kosten nicht mehr prozentual, sondern zahlen Festzuschüsse je nach Befund.

Soll heißen: Ob sich der Kunde für eine günstigere Brücke oder ein teures Implantat entscheidet, ob er Kronen verblendet oder goldfarben tragen möchte, das ist alles seine Sache - die Kasse zahlt immer dasselbe dazu.

Kostet eine einfache, unverblendete Krone im Schnitt 230 Euro, übernimmt sie 115 Euro. 2005 zahlte jeder Kunde laut Statistik 57 Prozent seiner Rechnung selber. Wem das zu viel ist, der kann eine Zahnzusatzversicherung bei einer privaten Krankenversicherung (PKV) abschließen. Sie finanziert einen weiteren Teil der Kosten, wenn auch nicht immer die komplette Rechnung. Nicht nur Zahnpolicen verkaufen die Vertreter gut.

Die Branche flutet den lukrativen Markt der gut verdienenden, unzufriedenen gesetzlich Versicherten ständig mit neuen Angeboten: Brillen, Heilpraktiker, Chefarztbehandlung, Krankenhauswahl, Kurtagegeld, orthopädische Strümpfe und die eigene Beerdigung - alles für vermeintlich kleines Geld. So erbittert sich private und gesetzliche Kassen im Kampf um die Gunst der Politiker derzeit auf der Berliner Bühne beharken, so produktiv arbeiten sie hinter den Kulissen seit Jahren zusammen. Die gesetzlichen Kassen (GKV) müssen ihre Leistungen rationieren; den Privaten wachsen nicht genug junge, gesunde Gutverdiener nach. Also weist die GKV meuternde Kunden auf Kooperationsangebote hin und bessert so die Bilanz der PKV auf.

Mit drei Schritten kommen Interessenten zum für sie besten Angebot.

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