Sparen ist schön, aber gut verdienende gesetzlich Versicherte, die auch zur privaten Konkurrenz wechseln könnten, werden sich damit allein nicht an die Krankenkasse binden lassen. Genau dieses Klientel möchte Schmidt in den gesetzlichen Kassen halten und erschuf darum die Kostenerstattungstarife. Gegen Extrabeitrag können Kassenpatienten beim Arzt mehr abrechnen lassen als im gesetzlichen Standardtarif üblich – und so auf bessere Versorgung hoffen. Wie beim Privatpatient gilt: Er muss das Honorar aus eigener Tasche vorstrecken und sich anschließend das Geld von der Kasse wiederholen.
Wie hoch der Beitragszuschlag im Durchschnitt sein wird, ist noch offen. Klar ist nur: Vergleiche werden unübersichtlicher. Einige Anbieter wie die Betriebskrankenkasse Essanelle kündigten bereits an, solche Wahltarife erst ab dem Sommer anzubieten. Versicherungsberater Holger Ludolf aus Kiel rät daher zum Abwarten: "Erst wenn alle Tarife auf dem Tisch sind, ist es sinnvoll, über einen Wechsel nachzudenken."
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