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15.07.2005 

So ermöglichen so genannte Tracker-Zertifikate die Investition in Rohstoffe und andere für Anleger nicht ohne weiteres zugängliche Anlageobjekte, von Aluminium über Orangensaft bis hin zu Zucker. Inzwischen ist es möglich, nahezu jeden Rohstoff abzubilden, egal ob in breiten Rohstoffindizes, in Subindizes oder einzeln. Anleger sollten dabei aber auf einen Index oder einen Korb setzen, um sich vor unliebsamen Preisschwankungen einzelner Rohstoffe zu schützen.

„Mit Zertifikaten können Anleger in breit gestreute, liquide Rohstoffindizes mit verschiedenen Auszahlungsprofilen investieren“, sagt Jörg Kukies, Derivateexperte von Goldman Sachs. Die Indizes unterscheiden sich zum Teil erheblich: Ein Leitindex ist der Goldman Sachs Commodity Index (GSCI), der die 24 wichtigsten Rohstoffe nach dem Wert ihrer Weltproduktion gewichtet.

Das Prinzip des Indexzertifikats haben die Emittenten auch auf andere Basiswerte übertragen. So sind beispielsweise Bonus-, Express- oder Outperformancezertifikate nichts anderes als eine Abwandlung des simplen Indexzertifikats. Auch bei diesen Produkten setzt der Anleger auf die Wertentwicklung eines Indexes, kann jedoch seine Marktmeinung dezidierter umsetzen, das heißt auf verschiedene Szenarien wetten. Bonus- und Expresszertifikate bieten dem Investor beispielsweise schon eine ansprechende Rendite in stagnierenden Märkten, Outperformance-Papiere erlauben ein Renditeplus bei leicht steigenden Kursen.

Bei der Vielzahl der angebotenen Produkte lohnt in jedem Fall ein Blick auf die Kostenstruktur. Vor allem den Spread, die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis, sollten Anleger bei gleichartigen Produkten vergleichen. Und letztlich sollten sie auch die Bonität des Emittenten im Auge behalten, schließlich hängt die Rückzahlung des Angesparten von dessen Zahlungsfähigkeit ab.
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