
Aus guten Gründen nimmt das Privatanlegerinteresse an Rohstoffinvestments immer mehr zu. Neben dem Diversifizierungsaspekt ist hierfür seit dem Ausbruch der Staatsschuldenkrise und der damit verbundenen expansiven Geldpolitik der Notenbanken sicherlich auch der erhoffte Inflationsschutz mitverantwortlich. Leider fokussieren sich aber selbst rohstoffaffine Investoren fast ausschließlich auf Gold und mit deutlichem Abstand auf Silber und Öl, wie Christian Schmitz von Goldman Sachs sagt. „Industriemetalle, wie etwa Aluminium, Kupfer, Nickel oder Zink spielen bei Privatanlegern als Basiswerte dagegen nur eine untergeordnete Rolle.“ Dabei wären diese Stoffe auch insofern interessant, als dem Angebot – anders als beim Gold – ein realer Verbrauch gegenübersteht. Und der nimmt beispielsweise beim Kupfer kontinuierlich zu.

Weltweit müssen immer mehr Kabel verlegt werden, um die meist in eher entlegenen Regionen liegenden Produktionsorte alternativer Energie ans Netz anzubinden. Für die Herstellung jedes Elektro- oder Hybridfahrzeugs wird Kupfer benötigt und jede Wohnung, die neu gebaut wird, benötigt viele Kilogramm des goldbraun glänzenden Metalls. Entsprechend ist der Verbrauch seit 2002 auch um 3,1 Prozent pro Jahr angestiegen, wie Jochen Hitzfeld, Rohstoffanalyst bei der Unicredit Group erläutert. Auf der anderen Seite würden sich deutliche Angebotsprobleme abzeichnen. In vielen Minen geht die Produktion zurück, der Kupfergehalt des abgebauten Materials sinkt und der Mangel an Energie, Wasser und qualifizierten Arbeitskräften führt zu steigenden Förderkosten. „Die bestehenden Kupferminen sind im Durchschnitt etwa 50 Jahre alt und haben noch eine Restlebenszeit von 30 Jahren“, sagt Hitzfeld. „Die Produktionskosten der nächsten größeren Kupfermine, des Oyu Tolgoi Projekts in der Mongolei, belaufen sich inzwischen aber auf ca. 13 000 USD je Tonne.

15. Platz
Die Commerzbank-Aktie liegt wie Blei in vielen Depots. Viel Freude hatten die Aktionäre in den vergangenen Monaten und Jahren nicht mit den Papieren. Auch die Kursgewinne der vergangenen Wochen ändern daran wenig. Trotzdem oder gerade deshalb gehört die Commerzbank zu den beliebtesten Basiswerten der Zertifikate-Anleger. Mit einem Volumen von 13,5 Millionen Euro wurden an der Stuttgarter Börse Commerzbank Faktor 4x Short DAXF Indizes ge- und verkauft. Das reicht für Platz 15 der beliebtesten Basiswerte, die im September an der Stuttgarter Börse gehandelt wurden.
Quelle: Börse Stuttgart

14. Platz
Auch die Bayer-Aktie zog zuletzt kräftig an. Seit Juli ist das Papier kontinuierlich im Wert gestiegen. Von den Kursgewinnen wollten auch viele Zertifikate-Anleger profitieren. Sie handelten Papiere mit Basiswert Bayer für 15,5 Millionen Euro.

13. Platz
Im August brach bei BMW der Neuwagenverkauf um 13,5 Prozent ein. Das belastete auch den Kurs der Aktie. Dennoch waren die Papiere zuletzt bei den Anlegern gefragt. Zertifikate mit Basiswert BMW wurden mit einem Volumen von 19,1 Millionen Euro gehandelt.

12. Platz
Entgegen ihrer Ankündigung wird die Commerzbank wohl auch für das Geschäftsjahr 2013 keine Dividende an ihre Aktionäre auszahlen. Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus plagen vor allem Probleme im Kreditgeschäft. Zertifikate-Anleger stört das weniger. Sie zockten trotzdem kräftig mit Papieren auf Deutschlands zweitgrößte Bank. Im September wurde der Basiswert Commerzbank an der Börse Stuttgart mit einem Volumen von 21,5 Millionen Euro gehandelt.

11. Platz
Objekt der Begierde vieler Anleger war im September auch Silber. Sie kauften und verkauften Papiere mit Basiswert Silber im Volumen von 22,8 Millionen Euro.

10. Platz
Anfang Juni war ein günstiger Zeitpunkt, um Aktien der Telekom zu kaufen. Seither hat das Papier rund 20 Prozent zugelegt. Im September war der Bonner Konzern auch bei Zertifikate-Anlegern gefragt. Sie kauften und verkauften den Basiswert Telekom in Höhe von 23,1 Millionen Euro.

9. Platz
Die Pkw-Absatzkrise in Deutschland macht auch Volkswagen zu schaffen. Doch was hierzulande schlecht läuft, klappt in den USA umso besser. Dort verbuchen die Wolfsburger Verkaufsrekorde. Ähnlich gefragt wie VW-Fahrzeuge in Übersee, war im September der Wolfsburger Konzern bei Anlegern. Sie kauften und verkauften Zertifikate auf die Aktie im Volumen von 26,2 Millionen Euro.

8. Platz
Die Aktie des Energieversorgers Eon hat seit Juni eine beeindruckende Rally hingelegt. Selbst die Empfehlung der Berenberg Bank im September, dass Papier zu verkaufen, konnte der Aktie wenig anhaben. Anleger handelten Eon-Zertifikate im Volumen von 26,8 Millionen Euro.

7. Platz
Nach wie vor gilt Gold als sicherer Hafen. Das Edelmetall erreichte zuletzt ein neues Allzeithoch. Auch als Basiswert für Zertifikate hat Gold nichts an Beliebtheit eingebüßt. Für 30,8 Millionen Euro wurden entsprechende Papiere im September an der Börse Stuttgart gehandelt – besonders gefragt waren Partizipationspapiere.

6. Platz
Auch die Allianz-Aktie ist zuletzt in der Gunst der Investoren gestiegen und konnte jüngst kräftig zulegen. Beliebt ist der Versicherer auch als Basiswert. Die entsprechenden Papiere wurden im Volumen von knapp 40 Millionen Euro gehandelt.
15. Platz
Die Commerzbank-Aktie liegt wie Blei in vielen Depots. Viel Freude hatten die Aktionäre in den vergangenen Monaten und Jahren nicht mit den Papieren. Auch die Kursgewinne der vergangenen Wochen ändern daran wenig. Trotzdem oder gerade deshalb gehört die Commerzbank zu den beliebtesten Basiswerten der Zertifikate-Anleger. Mit einem Volumen von 13,5 Millionen Euro wurden an der Stuttgarter Börse Commerzbank Faktor 4x Short DAXF Indizes ge- und verkauft. Das reicht für Platz 15 der beliebtesten Basiswerte, die im September an der Stuttgarter Börse gehandelt wurden.
Quelle: Börse Stuttgart
Sollte die Nachfrage über den bisherigen Höchststand hinaus ansteigen, müsste der Kupferpreis entsprechend zulegen, um die Nachfrage decken zu können.“ Dabei sieht Hitzfeld auch nicht die Gefahr, dass Kupfer eines Tages in nennenswertem Umfang durch andere Stoffe ersetzt werden könnte. „So zeichnet sich das Metall durch seine Biegsamkeit und Korrosionsbeständigkeit sowie insbesondere natürlich durch seine hohe elektrische Leitfähigkeit aus. Die nächst bessere Leitfähigkeit hat Silber, ist aber als Ersatz zu teuer. Die nächst schlechtere Leitfähigkeit hat Aluminium. Hier ist der entsprechende Wert jedoch nur noch halb so hoch, so dass der Leitungsquerschnitt doppelt so hoch sein müsste, was für die meisten Anwendungsgebiete, wie zum Beispiel Elektromotoren nicht in Frage kommt“, sagt Hitzfeld.
Die Weltbevölkerung wächst und wächst. Prognosen gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2100 mehr als zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben werden.
Rohstoffe wie Öl und Gold sind nicht endlos, dementsprechend teuer werden sie, wenn das Angebot sich verknappt.
beträgt aktuell Chinas Anteil an der Weltwirtschaft. Die rohstoffhungrige Volksrepublik ist auf dem besten Wege die größte Handelsnation der Welt zu werden.
der weltweiten Kupfer-, Zink- und Aluminiumproduktion verbrauchen die Chinesen.
als vor drei Jahren kosten nach Angaben des Food Price Index der UN unsere Nahrungsmittel weltweit im Durchschnitt.
konnten Anleger mit Aktien auf Goldminen seit 2002 einfahren.
Um als Privatanleger von einer langfristig positiven Preisentwicklung bei Kupfer zu profitieren, bieten sich laut Nicolai Tietze vom X-Markets-Team der Deutschen Bank unter anderem Partizipationszertifikate auf den an der London Metal Exchange (LME) gehandelten Kupferfuture an. „Bei diesen Produkten muss zwar regelmäßig in einen länger laufenden Future gerollt werden, wodurch sogenannte Rollverluste entstehen können, da die Forwardkurve im vorderen Bereich allerdings einen fast flachen Verlauf aufweist, fallen diese momentan sehr gering aus und sollten von Anlegern, die tatsächlich von steigenden Preisen überzeugt sind, zu verschmerzen sein.“

Kupfer wird in der Tonne gehandelt.
Wem's Spaß macht, der kann sich mit dieser Schwerlast ja für 7540€/Tonne ex Frachtkosten die Garage zuparken. Sofern die Teil des Fundaments ist. Aber bitte immer schön polieren, sonst läuft's schwarz an. Oder grün. Die Gattin auf jeden Fall rot. Denn die muß ihren offenen Flitzer jetzt bei Wind und Wetter draußen parken.
Nach dem hastigen Verkauf zwecks Bailout der Ehe-Krise wird dann auch ein zweites Mal der Spediteur mit dem Kran fällig.
Derselbe Anlagewert in Feingold wiegt etwa 170g. In Schmuckgold etwas mehr. Aber die Holde wiegt ja eigentlich schon netto mehr als genug...
Man kann natürlich auch bunt bedrucktes Papier kaufen, auf dem in großen bunten Lettern "Gold" oder "Kupfer" steht. Für anderes Papier, das genauso bunt mit dem Wort "Euro" bedruckt ist.
Aber was gewinnt man dabei?

Was soll dieser Artikel? Warum soll ich universales Papiergeld gegen ein anderes Papier umtauschen wollen, das sich nur an einem einzigen Gegenwert orientiert? StaatsUniversalpapiergeld gegen BankKupferpapiergeld? Für wie dumm wird man hier verkauft? Auch hier stellt sich nämlich die gleiche Frage: was passiert wenn der Herausgeber pleitet? :-)

Diese ganze Werbung die auf handelsblatt.com immer wieder regelmäßig auftaucht ist eine Frechheit!






6 Kommentare
Alle Kommentare lesen