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Anlagestrategie: Mit Vorschuss-Dividenden ordentlich verdienen

Die Zinsen sind niedrig, mit Anleihen ist kaum noch etwas zu holen. Dividendenstarke Aktien sind eine Alternative. Wer nicht direkt investieren möchte, findet spezielle Produkte als Ergänzung für das Portfolio.

Die Börse in Frankfurt: Dax-Titel locken mit einer Dividendenrendite von teilweise drei Prozent oder mehr. Quelle: Reuters
Die Börse in Frankfurt: Dax-Titel locken mit einer Dividendenrendite von teilweise drei Prozent oder mehr. Quelle: Reuters

DüsseldorfBundesbonds gelten als der letzte sichere Hafen unter Europas Staatsanleihen. Deshalb sind sie leider so sehr im Preis gestiegen, dass ihre Renditen gegen Null tendieren. Auch das Sparbuch ist seit den letzten Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank keine Alternative mehr für Sparer, die rechnen können.

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Der Begriff Festgeld erinnert derzeit eher an die alte Währung auf der mikronesischen Insel Ulithi. Dort wurden riesige runde Steinscheiben mit einem Loch in der Mitte seit Urzeiten als Zahlungsmittel benutzt. Ein Diebstahl des zum Teil mehrere Tonnen schweren Steingeldes war zwar ausgeschlossen, Zinsen in Form von beispielsweise Kieseln aber leider auch.

Dividenden - Fragen und Antworten

  • Was ist eine Dividende?

    Die Dividende ist der Anteil am Gewinn einer Aktiengesellschaft, den ein Konzern direkt an die Anleger ausschüttet. Allein die 30 Unternehmen des Deutschen Aktienindex (Dax) zahlen insgesamt 27,91 Milliarden Euro an ihre Aktionäre, wie die DSW errechnete.

    Einen Anspruch auf Dividende haben Aktionäre nicht. Unternehmen können das Geld auch nutzen, um Schulden zurückzuzahlen, Investitionen zu tätigen oder Übernahmen zu finanzieren. Manche Unternehmen wie die Deutsche Telekom zahlen Aktionären auch eine Mindest-Dividende.

  • Was ist die Dividendenrendite?

    Die Dividendenrendite gibt den prozentualen Anteil der Dividende am Aktienkurs an. Die DSW errechnete für die Dax-Konzerne eine Dividendenrendite von im Schnitt über drei Prozent. Die Dividendenrendite fällt damit deutlich höher aus als die derzeitige Rendite von Firmenanleihen oder Festgeld.

  • Wer bekommt eine Dividende und wann?

    Dividendenberechtigt ist jeder, der am Tag der Hauptversammlung mindestens eine Aktie des Unternehmens im Depot hat - egal, ob er sie bereits vor Jahren oder erst am Tag zuvor gekauft hat. Der vom Management vorgeschlagene Bonus wird mit den Stimmen der Aktionäre bei der Hauptversammlung beschlossen. Schon direkt am Folgetag oder kurz darauf landet die Dividende auf dem Konto des Anlegers. In Deutschland ist eine jährliche Dividendenzahlung üblich.

  • Lohnt es sich, eine Aktie nur zur Ausschüttung zu kaufen?

    Von der verlockenden Strategie, kurz vor dem Stichtag zu kaufen, um einen Tag danach wieder zu verkaufen, raten Experten Normalanlegern ab. Denn schon vorher ist üblicherweise die vom Unternehmen angekündigte Dividende im Aktienwert "eingepreist". Das heißt, der Kurs ist in den Wochen vor der Hauptversammlung um diesen Betrag gestiegen - und fällt danach meist wieder.

  • Was bekommt das Finanzamt?

    Seit 2009 gilt die Abgeltungsteuer für Kapitaleinkünfte, die eine pauschale Besteuerung von 25 Prozent vorsieht. Für Aktionäre bedeutet dies, dass ein Viertel ihrer Dividenden an den Fiskus wandert. Die Banken, bei denen Aktionäre ihre Depots verwalten, führen die Steuer automatisch ab. Bei Wertpapierbeständen im Ausland müssen Anleger selbst aktiv werden und die Dividenden in der Steuererklärung angeben.

Anleger auf der Suche nach renditeträchtigen Zinsalternativen landen schnell beim Thema Aktie. Denn während Bundesanleihen derzeit nach Steuern und Inflation unter dem Strich negative Erträge bringen, locken Dax-Titel mit einer Dividendenrendite von teilweise drei Prozent oder mehr. Das Problem dabei: Aktienkurse sind in der Regel volatiler als Anleihen. Und dieses Risiko scheuen konservativ orientierte Anleger oft.

Doch es gibt eine Möglichkeit, den Nachteil der höheren Volatilität in einen Vorteil umzumünzen und hohe Dividenden bei reduziertem Risiko einzufahren. Die Lösung: Discount-Zertifikate auf dividendenstarke Aktien. Der Trick: „Bei diesen Zertifikaten werden die für die betreffenden Aktien erwarteten künftigen Gewinnausschüttungen dazu genutzt, um die Konstruktionen der Zertifikate überhaupt möglich zu machen. Anleger legen sich also mit diesen Produkten Papiere ins Depot, in denen die erwarteten Dividenden bereits enthalten sind.

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Sie sichern sich dadurch bei Kauf des Produktes die erwarteten Dividenden für die Laufzeit des Zertifikates, und das steuerfrei. Zudem sichern sich Anleger über ein Discount Zertifikat gleichzeitig in gewissem Umfang gegen Kursrückgänge ab“, erklärt Stefano Angioni von der DZ Bank. Eine hohe Volatilität sorgt dabei zusätzlich für eine Preisreduzierung der Discountzertifikate während der Laufzeit – was zum Schluss unter dem Strich eine höhere Rendite bedeuten kann.

  • 26.04.2013, 12:39 UhrHenri720

    Vorsicht mit dem Dividendentermin. Britische, Amerikanische Aktien zahlen Quartalsweise. Dabei haben einige, wie die Briten BP einen Dividenstichtag, der 1 1/2 Monate vor der Auszahlung liegt, kauft man danach, bekommt man keine Dividende in dem Quartal.

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