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Anlagestrategie: Wie Anleger die Dax-Rally nutzen können

Knapp 30 Prozent ist der deutsche Leitindex im vergangenen Jahr gestiegen. Und für 2013 sind die Aussichten erneut rosig. Mit einigen Produkten können Anleger das Chance-Risiko-Verhältnis ihres Investments verbessern.

Kapitalmarktexperten erwarten für dieses Jahr weitere Kursanstiege. Quelle: dpa
Kapitalmarktexperten erwarten für dieses Jahr weitere Kursanstiege. Quelle: dpa

Wird das Jahr 2013 eine Rückbesinnung auf die Aktie? Das erwarten zumindest die Experten der Baader Bank. Denn trotz Euro-Krise und Rezession gibt es ein unschlagbares Argument für die Aktie:  Es gibt kaum eine Alternative.

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Erste Wahl bei der Suche nach passenden Anlagezertifikaten für das weitere Rally-Szenario sind Bonusprodukte. Entsprechende Sprint- und Outperformancezertifikate, die Kursanstiege hebeln, sind leider nicht verfügbar.

Zertifikate-Typen

  • Was sind Bonuszertifikate?

    Bonuszertifikate bieten einen Risikopuffer gegen Kursverluste bis zu einer bestimmten Kursschwelle, gleichzeitig Gewinnchancen in seitwärts tendierenden Märkten und unbegrenzte Gewinnchancen in steigenden Märkten.

  • Wie funktionieren Bonuspapiere?

    Die Papiere bestehen aus drei Komponenten: Erstens die Chance, an der positiven Entwicklung eines Basiswertes zu verdienen – ein Index oder eine einzelne Aktie; zweitens am Laufzeitende ein Bonus, der bei Auflage des Zertifikats festgelegt, aber nur dann gezahlt wird, wenn drittens eine deutlich unter dem Startwert des jeweiligen  Basiswertes liegende Kursbarriere, die sogenannte Knock-in-Schwelle, während der gesamten Laufzeit nie berührt oder unterschritten wurde. Bis zur Knock-in-Schwelle hat der Anleger also einen Risikopuffer.

  • Kann der Bonus verloren gehen?

    Ja. Wird die Knock-in-Schwelle während der Laufzeit unterschritten oder auch nur berührt, wandelt sich das Produkt in ein klassisches Index- oder Partizipations-Zertifikat. Der Bonus geht verloren.

  • Wie funktionieren Discountzertifikate?

    Im Vergleich zum Kauf einer Aktie oder eines Index bezahlen Anleger bei einem Discountzertifikat durch den Abschlag (Discount) einen günstigeren Preis. Notiert der Kurs des Basiswertes am Ausübungstag auf oder oberhalb des festgelegten Höchstbetrags (Caps) des Discountzertifikates, wird der maximal mögliche Auszahlungsbetrag erzielt. Steigt der Kurs des Basiswertes darüber hinaus, nehmen Anleger an dieser Kursentwicklung nicht mehr teil.

  • Wann profitieren Discounter?

    Das Sicherheitspolster in Form des Discounts kommt insbesondere bei Seitwärtsbewegungen oder leicht fallenden Kursen des Basiswertes zum Tragen. Erst wenn der Kurs des Basiswertes unter den individuellen Kaufpreis des Discountzertifikates fällt, tritt ein teilweiser Kapitalverlust ein. Dafür sind die Gewinnchancen begrenzt – der Preis des Sicherheitspolsters. Ein Verlust ist bei einem Discounter immer geringer als bei dem zugehörigen Basiswert.

  • Wie funktionieren Indexzertifikate?

    Index- oder Partizipationszertifikate bilden einen Index eins zu eins ab. Somit ist die Performance des Zertifikats stets identisch mit der  Wertentwicklung des zugrunde gelegten Basiswertes. Manche Indexzertifikate haben eine begrenzte Laufzeit, viele laufen jedoch endlos. Die Papiere werden häufig mit einem Bezugsverhältnis von 100:1 emittiert, so dass ein Zertifikat jeweils ein Prozent des jeweiligen Index abbildet.

  • Welchen Vorteil haben Indexzertifikate?

    Sie bieten gegenüber dem Kauf von Einzelaktien den Vorteil der Diversifikation über verschiedene Aktien. Außerdem sind diese Zertifikate eine kostengünstige Alternative zum klassischen Fondsinvestment.

  • Was sind Hebelzertifikate?

    Hebelzertifikate sind häufig hochspekulativ, der Kapitaleinsatz ist gering, die Gewinnchance überproportional. Der Hebel gibt an, in welchem Verhältnis das Papier die Kursbewegung des Basiswertes nachvollzieht. Dax-Papiere gibt es bis zu einem Hebel von 200. So wird aus einem Kursplus von fünf Prozent beim Basiswert ein Plus von 1000 Prozent beim Zertifikat.

  • Können Hebelpapiere wertlos verfallen?

    Ja. Fällt das Papier unter ein  festgeschriebenes Niveau, das sogenannte Knock-out-Niveau, wird es wertlos. Hebelzertifikate gibt es mit begrenzter Laufzeit und als Endlos-Papiere. Spekulieren können Anleger auf steigende (long) und fallende (short) Kurse.

  • Welche Vorteile haben kapitalgarantierte Zertifikate?

    Kapitalgarantierte Zertifikate bieten einen Kapitalschutz oder eine Teilgarantie auf das zum Emissionszeitpunkt eingezahlte Kapital – wenn das Papier bis zur Fälligkeit gehalten wird. Zudem kann der Investor von einer positiven Kursentwicklung des Basiswertes, etwa einer Aktie, profitieren. Der Kapitalschutzbetrag sowie die Partizipationsquote werden direkt bei der Emission vom Emittenten festgelegt.

  • Wie hoch ist der Kapitalschutz?

    Der Kapitalschutzbetrag kann bis zu 100 Prozent betragen. Entwickelt sich  das Zertifikat negativ, weil die Aktie zum Laufzeitende unterhalb des (garantieren) Basispreises notiert, erhält der Anleger mindestens diesen Betrag ausbezahlt. Die sogenante Partizipationsquote ist am Laufzeitende mitentscheidend für die Auszahlung an den Anleger. Notiert der Basiswert über dem Basispreis, erhält der Anleger den Nennwert zuzüglich der Differenz zwischen dem Schlusskurs des Basiswertes und dem Basispreis, multipliziert mit der Partizipationsquote zurück.

  • Was sind Aktien- und Indexanleihen?

    Aktien- und Indexanleihen sind festverzinsliche Wertpapiere, die mit einem hohen, oft zweistelligen Coupon ausgestattet sind. Ihre Preisentwicklung ist an den Kursverlauf eines der Anleihe zugrunde liegenden Basiswertes, einer Aktie oder eines Index, gebunden. Die bei Emission einer solchen Anleihe fixierten Rahmenbedingungen enthalten den Basiswert, den zugehörigen Basispreis, die Laufzeit, die Höhe des Zinscoupons und den Nennwert.

  • Wie werden die Papiere zurückgezahlt?

    Liegt der Kurs der Aktie am Stichtag unter dem festgelegten Basispreis, erhält der Anleger kein Bargeld, sondern eine bestimmte Anzahl von Aktien. Die Tilgung von Indexanleihen erfolgt durch Lieferung von Indexzertifikaten, Fondsanteilen oder durch die Zahlung des aktuellen Indexstands in Geld. Obwohl sie „Anleihen“ genannt werden, sind die Produkte Zertifikate.

  • Wann punkten Expresszertifikate?

    Expresszertifikate sind Produkte mit begrenzter Laufzeit, mit denen sich in seitwärts tendierenden oder leicht steigenden Märkten Geld verdienen lässt. Sie beziehen sich auf einen Basiswert – eine Aktie, einen Aktienkorb oder einen Index. Obwohl sie mitunter Laufzeiten von mehreren Jahren haben, bieten sie die Chance einer Sonderzahlung, wenn sie bereits deutlich vor ihrem Laufzeitende fällig werden, etwa wenn der Basiswert am Ende einer Betrachtungsperiode, nach drei Monaten oder einem Jahr, gleich oder höher notiert ist als an ihrem Anfang. Der Anleger erhält dann den Emissionswert des Zertifikats zuzüglich dieser Sonderzahlung. Er erzielt eine vor Emission festgelegte Rendite, die höher sein kann als die Kurssteigerung der Aktie oder des Index.

  • Was passiert bei stark steigenden Kursen?

    Bei stark steigenden Kursen verdient er allerdings weniger als mit dem Basiswert. Zwischen den Beobachtungstagen darf das Papier in die Verlustzone geraten, wichtig ist nur, dass an einem der Beobachtungstage das Startniveau erreicht wird. Nach unten besteht volles Verlustrisiko, falls das Produkt keine Sicherheitsschwelle hat. Aber auch wenn Expresszertifikate einen Risikopuffer haben, können sie genauso viel verlieren wie eine Aktie oder ein Index. Das passiert, wenn der Kurs des Expresszertifikats am Fälligkeitstag auf oder unter der Untergrenze liegt.

Dafür können Anleger mit den Bonusprodukten die unterschiedlichsten Strategien wählen. Für konservative Investoren, die Wert auf ein geringeres Verlustrisiko legen, sind Produkte geeignet, deren Bonusschwelle nahe am aktuellen Dax-Kurs liegt.

Dadurch entfällt zwar praktisch die Seitwärtsrendite, dafür sind sie vor größeren Verlusten gefeit, solange während der Laufzeit nicht die Barriere gerissen wird. Im Gegenzug profitieren Anleger  von steigenden Kursen in vollem Umfang.  

Beispiel: Das Produkt der Commerzbank (WKN: CZ1LL0) verfügt über eine Bonusschwelle von 7.800 Zählern und eine Barriere bei 6.400 Punkten. Solange bis zum Jahresende die Marke von 6.400 nicht berührt und unterschritten wird, fallen nur geringfügige Verluste an.

Zertifikate-Suche Die richtigen Produkte finden

Von Aktienanleihen bis (Discount-)Zertifikat: Mit der Suche finden Sie die passenden Produkte für Ihre Marktmeinung.

Ein ähnliches Produkt von BNP Paribas (WKN: BP2QX2) hat bei gleicher Bonusschwelle zwar eine vergleichsweise tiefe Barriere bei 4.900 Zählern, allerdings weist das Zertifikat ein Aufgeld von knapp fünf Prozent und damit ein höheres Verlustrisiko auf.

  • 04.01.2013, 09:28 Uhrs678801

    Das wäre etwas höher WIE der Index aktuell notiert.|Gr.

  • 04.01.2013, 09:31 Uhrazaziel

    Unser Zeitalter ist gepraegt von ausuferndem Staatsverbrauch. Die einen finanzieren ihre Kriege, die anderen ihren sozialen Klimbim. Finanzierung wurde gesichert durch steigende Steuern und Abgaben, durch gedoptes Wirtschaftswachstum und durch steigende Schulden. Auch Leuten, die die Zusammenhaenge nicht verstehen, ist unbewusst klar, dass die Orgie ihrem Ende entgegengeht.

    Mit der Staatsfinanzierungskrise geht nicht nur das weitere Dopen des Wachstums zuende, es wird ein Rueckentwicklungsprozess einsetzen, ein Schrumpfen der Wirtschaft oder zumindest eine lange Periode des Stillstands oder langsamen Wachstums. Vielleicht ist das ja gut fuer die Menschheit, wenn wir mit dem sinnlosen Konsumerismus aufhoeren und uns auf qualitatives Wachstum besinnen. Ueber die Herausforderungen bei der Verteilung von Arbeit und Einkommen, die mit der Staatsfinanzierungs- und Wachstumskrise einhergehen, wird nicht genuegend nachgedacht.

    Fuer Investoren gibt es einen ganzen Schwarm von moeglichen Szenarien. Keines sieht allerdings rosig aus. Nehmen wir einmal an, es kaeme nicht zu einem Crash, sondern die Staatsschuldenkrise wuerde mit einer Kombination von Inflation und finanzieller Repression geloest. Beides ist auch fuer die Wirtschaft nicht gut. Inflation verteilt Einkommen um und nimmt langfristig vielen Konsumenten Kaufkraft und damit den Unternehmen Umsatz. Die Finanzierungsnot der Staaten wird bei Steuern und Abgaben auch vor Unternehmen nicht haltmachen. Letzteres koennen wir durchaus schon beobachten.

    Ob bei sinkender Unternehmensprofitabilitaet die Aktien immer weitersteigen ist zweifelhaft.

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