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Carry-Trades: Mit heißen Wetten an den Währungsturbulenzen verdienen

Der Devisenmarkt ist in Bewegung geraten. Mit Zertifikaten sollen Anleger von Zinsunterschieden in den verschiedenen Währungen profitieren. Doch kaum ein Produkt hält sein Versprechen. Welche Rendite die einzelnen Zertifikate ihren Anlegern bescheren.

Eine 10000 Yen Banknote: Gegenüber dem US-Dollar hat der japanische Yen in den letzten Wochen stark aufgewertet. Anleger haben die Chance, von den Bewegungen am Devisenmarkt zu profitieren. Quelle: Reuters
Eine 10000 Yen Banknote: Gegenüber dem US-Dollar hat der japanische Yen in den letzten Wochen stark aufgewertet. Anleger haben die Chance, von den Bewegungen am Devisenmarkt zu profitieren. Quelle: Reuters

FRANKFURT. Vor allem der japanische Yen und der Schweizer Franken haben für Spannung gesorgt. Beide Währungen haben in den vergangenen Monaten vor allem gegenüber dem US-Dollar stark aufgewertet, der Euro steuert erst seit September wieder entgegensetzten Kurs. Diese Aufwertungen verärgern die jeweiligen Notenbanken - sie versuchen, vor allem mit Währungskäufen und-verkäufen - so genannten Interventionen - gegenzulenken. "Es gibt Befürchtungen, dass die japanische Notenbank erneut auf dem Devisenmarkt eingreifen könnte", sagt Torsten Gellert vom Devisenhändler Forex.

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Private spielen mit Carry Trade-Zertifikaten am Devisenmarkt mit

Privatanleger haben die Chance, von den Bewegungen am Devisenmarkt zu profitieren, zum Beispiel über Strategie-Zertifikate, die auf so genannte Carry Trades abzielen. Deren Prinzip funktioniert so: Kredite werden in Währungen von Ländern mit niedrigen Zinsen aufgenommen und in Ländern mit höheren Leitzinsen angelegt. So werden derzeit in US-Dollar zu niedrigen Zinsen geliehen und beispielsweise in australischen Dollar oder norwegischen Kronen investiert. Das kann eine Zeit lang gut gehen. Doch Zinsänderungen können solchen Kreditgeschäften gefährlich werden.

Die UBS setzt deshalb bei den beiden von ihr emittierten Carry-Trade-Zertifikaten auf Risiko-Streuung und Vorsorge. Beim UBS G10 Carry Total Return Zertifikat (WKN UB0G10) werden die Währungen der zehn größten Industrieländer (G10) nach Zinshöhe absteigend sortiert. Die drei Hochzinswährungen werden gekauft und mit Krediten aus den drei Währungen mit den niedrigsten Zinsen bezahlt. Aktuell stehen der australische Dollar, die norwegische Krone und der neuseeländische Dollar oben auf der Kaufliste, während der Schweizer Franken, der US-Dollar und der japanische Yen verkauft werden. Mit Hilfe eines Sicherungssystems sollen zudem Veränderungen bei Zinsen und Währungen schnell erkannt werden. "Sollten sich die Marktbedingungen ändern, muss die Strategie kurzfristig angepasst werden", sagt Marcel Langer von UBS. In den vergangenen 12 Monaten warf das Papier ein Kursplus von 11,5 Prozent ab.

Doch nicht jedes System funktioniert. Deutlich schlechter schlägt sich das komplexere Folgemodell der Schweizer. Beim UBS V24 Carry Total Return Zertifikat (WKN UB0V24) werden vier Währungskörbe mit 24 Währungen betrachtet: ein internationaler G10-Korb, ein Korb aus afrikanischen und südamerikanischen Währungen sowie jeweils ein Währungskorb aus Osteuropa und Asien. Der Ansatz ist komplizierter als beim G10-Zertifikat: Beim V24 werden sechs Niedrigzinswährungen gegen sechs Hochzinswährungen verkauft. Jeder Regionenkorb muss mindestens einmal vertreten sein.

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