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Exchange Traded Commodities: Hunger nach besicherten Rohstoffen

Investoren zeigen immer größeres Interesse an Edelmetallen, Industrie- und Agrarrohstoffen. Dadurch entstehen nun zahlreiche neue Anlagevarianten. Die Kunden können so kostengünstig und transparent investieren.

Mit „Exchange Traded Commodities“ können Investoren von steigenden Edelmetallpreisen profitieren. Quelle: dpa
Mit „Exchange Traded Commodities“ können Investoren von steigenden Edelmetallpreisen profitieren. Quelle: dpa

FrankfurtDie Anbieter börsengehandelter passiver Rohstoffprodukte (Exchange Traded Commodities, ETC) bauen ihr Sortiment immer weiter aus. Das Angebot im ETC-Segment der Deutschen Börse umfasst mittlerweile 218 Instrumente. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate ist damit die Zahl der verfügbaren Papiere um rund ein Fünftel gestiegen. Mehr als 15 Milliarden Euro an Anlegergeld vereinen die besicherten Rohstoffprodukte mittlerweile auf sich. Zwischen Anfang 2010 und September 2011 hatte sich das investierte Vermögen mehr als verdoppelt.

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In den vergangenen Wochen gab es zwar einen spürbaren Rückgang – dieser ist allerdings nur teilweise auf Abflüsse zurückzuführen. Ein bedeutender Teil ist durch Wertverluste der zugrunde liegenden Rohstoffe entstanden. So hat zum Beispiel der Goldpreis im Vergleich zum Rekordhoch vom Spätsommer mehr als 17 Prozent eingebüßt.

Das Jahr der Edelmetalle Gold, Gold und immer wieder Gold

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Genauso wie Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETF), die sich bereits seit längerer Zeit steigender Beliebtheit erfreuen, gehören auch ETCs zu der Gruppe börsengelisteter passiver Anlageprodukte. Diese Instrumente ermöglichen es, kostengünstig und transparent in eine Vielzahl von Märkten zu investieren. „Auch ETCs fanden in den letzten Jahren sehr viel Anklang bei den Anlegern“, sagt Jürgen Koch von der Royal Bank of Scotland. „Im vergangenen Jahr bauten wir dieses Segment bei uns aus. Und wir werden unsere Produktpalette in diesem Wachstumsbereich auch zukünftig erweitern.“ Größter Unterschied zu Indexfonds: Im Gegensatz zu ETFs sind ETCs rechtlich gesehen keine Sondervermögen und damit nicht frei von Ausfallrisiken im Falle einer Insolvenz des Emittenten. „Bei ETCs handelt es sich – ähnlich wie bei Zertifikaten – um Schuldverschreibungen, die grundsätzlich mit einem Ausfallrisiko behaftet sind“, sagt Sasa Perovic von der Ratingagentur Scope.

Entwickelt wurde die Produktgruppe, weil hierzulande Rohstoffinvestments auf einzelne Basiswerte wie beispielsweise Gold aus regulatorischen Gründen nicht mit ETFs umgesetzt werden können. Denn zum Schutz der Anleger verlangen aufsichtsrechtliche Vorgaben von Investmentfonds, dass sie ihr Vermögen breit streuen.

Rohstoffe In Gold anlegen, aber wie?

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Um das Emittentenrisiko zu reduzieren, werden ETCs aber im Gegensatz zu Zertifikaten in der Regel besichert. So kann ein Emittent bei einem Treuhänder für das betreffende Wertpapier Anleihen von Schuldnern mit hoher Bonität als Sicherheit hinterlegen. Bei vielen ETCs werden aber auch die jeweiligen Rohstoffe physisch als Sicherheit hinterlegt. Beispielsweise lagert der in Deutschland meistverkaufte Gold-ETC „Xetra-Gold“ von der Deutschen Börse (WKN: A0S9GB) in den Tresoren der Bundesbank den Gegenwert des in den ETC investierten Kapitals ein. Anleger haben im Falle einer Insolvenz des Emittenten das Recht, den Gegenwert der Besicherung in bar ausbezahlt zu bekommen.

Zu den Produktneuheiten, die 2011 auf den Markt gekommen sind, gehören beispielsweise ETCs, mit denen Anleger auf anziehende Kupfer- oder Strompreise setzen können. Daneben gibt es erstmals Papiere, um nicht nur von steigenden, sondern auch fallenden Rohstoffnotierungen zu profitieren.

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