
DÜSSELDORF. Stolz stellte Panasonic Mitte Januar der Öffentlichkeit ihren neuen Leuchtdiodentyp vor. Die Technik ermögliche erstmals einen Strahlungswinkel von 300 Grad und werde zudem in zwei Farbvarianten hergestellt. Bisherige LEDs (Light Emitting Diode) können nur einen Strahlungswinkel von 120 Grad.
LEDs sind gefragt. Experten gehen davon aus, dass sich die angestrebten Klimaziele der Weltgemeinschaft nur durch eine effizientere Nutzung von Energie erreichen lassen. Schon heute sind die Leuchtdioden aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Handys und Fernsehen setzen verstärkt die Technik ein, bis Ende 2012 sollen in der Europäischen Union herkömmliche Glühbirnen abgeschafft werden. Als Ersatz eignen sich die LEDs. Die technischen Daten sprechen für die Leuchten. Eine Glühbirne von 75 Watt hat eine Lebensdauer von 2 000 Stunden, während eine vergleichbare LED zehnmal weniger Strom verbraucht und schätzungsweise 50 000 Stunden hält.
Thiemo Lang, Manager des SAMSmart Energy Fund verweist auf die Perspektiven der LED-Branche: "Der Beleuchtungsmarkt mit einem Volumen von etwa 100 Milliarden Dollar stellt für die kommenden Jahre einen äußerst interessanten neuen Markt für LEDs dar." Dagegen betrug der Gesamtjahresumsatz der LEDs 2010 nur etwa zehn Milliarden Dollar, vorwiegend für Anwendungen im Displaybereich.
"Noch sind LEDs ein reines Nischenthema, das allerdings stark wächst. Im Jahr 2009 lag der weltweite Umsatz in diesem Bereich bei neun Milliarden Dollar, für 2011 wird er bereits auf 15 Milliarden geschätzt", sagt Pedram Payami von EFG Financial Products. Der Schweizer Emittent hat im November 2010 ein LED-Zertifikat (WKN: EFG039) auf den Markt gebracht, das die Wertentwicklung des Solactive LED Performance-Index nachvollzieht. "Das Zertifikat ist als reiner Indextracker konzipiert, ein Teilschutz oder ein Kapitalschutz besteht nicht", erläutert Payami. Ebenso fehlt eine Absicherung des Währungsrisikos durch einen Quanto-Mechanismus, obwohl ein Großteil der Firmen aus den USA, Japan oder Taiwan stammt. Anleger, die das Zertifikat kaufen, müssen sich über die Wechselkursschwankungen - positiv wie negativ - im Klaren sein.
Maximal 25 Unternehmen können im LED-Index vertreten sein. Mangels passender Kandidaten sind derzeit nur 15 Firmen Indexmitglieder. "Bei den momentanen Wachstumsraten des LED-Bereichs sehe ich in spätestens drei bis vier Jahren die angestrebte Maximalzahl erreicht." Aufgenommen werden Unternehmen, deren Hauptgeschäftstätigkeit im Bereich LEDs liegt, insbesondere Produzenten oder Unternehmen die Forschung und Entwicklung mit Bezug zu LEDs betreiben.
Als LED-Experte bin ich absolut davon überzeugt, dass der Vormarsch der LED erst begonnen hat. Alle reden davon, doch die wenigsten haben bisher investiert. Das Potential ist enorm. Wir werden ähnliches erleben, wie mit den beliebten Monitoren und Röhrenfernseher. Man hielt am Glauben, dass deren Bilder immer noch besser seien. Heute jedoch will keiner mehr auf seinen Flachbildschirm verzichten.
Tom Reichelt
www.led-profi.org
Das kann ich so nicht bestätigen. Wir haben bereits heute einige Leuchmittel installiert, die man von herkömmlichen 40 Watt Glühbirnen nicht mehr unterscheiden kann.
Zudem gibt es schon sehr gute Lösungen im bereich der Halogenstrahler- Ersatzleuchtmittel, die bereits heute bei etwa 8 Watt Verbrauch eine unglaubliche Lichtausbeute habe.
Das Problem ist, dass gut Leuchtmittel momentan für den Privatanwender noch zu teuer sind, aber im businessbereich lohnen sie sich, bei Amortisationszeiten von 1-1,5 Jahre, schon heute.
Derzeit ist noch keine LED auf dem Markt, die hinsichtlich Leuchtstärke eine gleichwertige Alternative zur herkömmlichen Glühbirne darstellt. Die Entwicklung und Etablierung auf diesem Massenmarkt wird noch einige Jahre dauern.





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