
HB FRANKFURT. „Wir haben nach intensiven Gesprächen mit den Handelsteilnehmern beschlossen, das Projekt zunächst ruhen zu lassen“, sagte am Montag Christoph Hermes, Sprecher der Börse Stuttgart.
Die Differenzkontrakte – auf Englisch Contracts for Difference (CFD) – gelten im Vergeich zu anderen Investmentprodukten als spekulativ. Es handelt sich dabei um Derivate ohne Fälligkeit, mit denen Anleger auf steigende oder fallende Kurse von Basiswerten wie Aktien, Anleihen, Rohstoffen und Indizes setzen können. Im Gegensatz zu Optionen, Optionsscheinen und Anlagezertifikaten ist ihr Wert nicht von Restlaufzeiten oder Schwankungsbreiten der Basiswerte abhängig. Ein weiterer Unterschied ist, dass Anleger für CFD Cash als Sicherheiten hinterlegen müssen.
Die Börse Stuttgart hatte ein offenes Orderbuch geplant, in das mehrere Market Maker beständig handelbare Kurse stellen sollten. Zudem sollten die Geschäfte über eine zentrale Clearingstelle abgewickelt werden. Ähnlich handhabt es die Terminbörse Eurex im Handel mit Futures und Optionen. Im bisherigen CFD-Handel mit einzelnen Brokern stellt jeweils nur ein Market Maker An- und Verkaufskurse.




