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Aktienanleihen: Lukrative Alternative für Zinsjäger

Aktienanleihen locken derzeit mit Zinsen von zehn und mehr Prozent pro Jahr. Die Laufzeiten sind teilweise extrem kurz, das Risiko scheint begrenzt. Doch die Produkte haben auch ihre Tücken.

Porsche 911 Carrera Cabriolet: Die Aktien des Sportwagenbauers sind derzeit beliebt als Basiswert für Aktienanleihen. Quelle: AFP
Porsche 911 Carrera Cabriolet: Die Aktien des Sportwagenbauers sind derzeit beliebt als Basiswert für Aktienanleihen. Quelle: AFP

DüsseldorfZinsjäger haben es derzeit nicht leicht: Bundesanleihen bieten nur noch Mini-Renditen, mit Tagesgeld ist auch kaum etwas zu holen. Besser sieht es schon bei Unternehmensanleihen aus. Noch lukrativer sind allerdings Aktienanleihen. Sie locken mit zweistelligen Zinskupons. Zehn Prozent bekommen Anleger bei einem Papier mit Basiswert Deutsche Bank, 10,5 Prozent für Aktienanleihen auf die Allianz und sogar 11,5 Prozent sind es bei einer Porsche-Aktienanleihe – und das bei Laufzeiten von einem Jahr beziehungsweise sechs Monaten.

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Manch Zinsjäger bekommt da glänzende Augen. „Das scheint in der Tat verlockend, zumal der Begriff Anleihe vielen auch Sicherheit suggeriert“, sagt Niels Nauhauser, Geldanlageexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Doch so sicher wie Anleihen sind die Papiere nicht, denn sie sind keine klassischen Bonds sondern Zertifikate mit festem Zinskupon. Ihre Wertentwicklung ist an eine Aktie gekoppelt. Ob es am Ende der Laufzeit das Geld zurückgibt oder etwa Aktien im Depot landen, hängt von der Entwicklung des Basiswertes ab.

Anlagestrategie Womit Anleger am liebsten zocken

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Ein Beispiel: Eine neue Aktienanleihe der Bank of America auf Porsche (ISIN: DE000PAH0038) hat einen Kupon von 11,5 Prozent pro Jahr. Die Laufzeit ist mit sechs Monaten, nämlich bis zum 9. August 2012, relativ kurz. Das Zertifikat hat eine sogenannte Barriere von 70 Prozent. Diese ist entscheidend für die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals: Entwickelt sich der Kurs der Porsche-Aktie seitwärts, notiert am Fälligkeitstag weniger als 30 Prozent schwächer oder steigt sogar, gibt es das investierte Geld zurück. Notiert die Aktie allerdings am Fälligkeitstag mehr als 30 Prozent unter ihrem Ursprungsniveau, bekommt der Anleger eine zuvor festgelegte Anzahl von Aktien angedient – und macht einen Verlust. Der Zinskupon wird unabhängig von der Entwicklung der zugrundeliegenden Aktie gezahlt.

Neben diesen Aktienanleihen mit Barrieren gibt es auch klassische Aktienanleihen, bei denen die Aktie am Ende der Laufzeit beim Startkurs oder darüber notieren muss, damit der Nominalbetrag ausgezahlt wird.

Im Gegensatz zu einfachen Unternehmensanleihen hängt die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals bei Fälligkeit also nicht von der Zahlungsfähigkeit des jeweiligen Unternehmens ab, sondern vor allem von dessen Aktienkurs.„Der Haken ist schlicht und ergreifend, dass Anleger Verlustrisiken bis hin zum Totalverlust tragen, denn sie müssen immer damit rechnen, unfreiwillig zu Aktionären zu werden, und das nur dann, wenn die Kurse einbrechen, nicht wenn sie steigen“, kritisiert Verbraucherschützer Nauhauser.

Bei Anlegern sind die Papiere dennoch beliebt. Ende November waren nach Angaben des Deutschen Derivateverbandes (DDV) fast vier Milliarden Euro in Aktienanleihen angelegt – fast acht Mal so viel wie noch vor drei Jahren. Größter Anbieter ist die Hypo-Vereinsbank, gefolgt von Commerzbank und Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).

  • 21.01.2012, 13:14 UhrAnonymer Benutzer: Trueffelsucher

    Es ist richtig, dass der Anleger ein Emittentenrisiko eingeht. Aber es gibt die COSI-Produkte auf dem Markt, die das Emittenten-Risiko ausschalten. Dank einer Besicherung des aktuellen Werts der Aktienanleihe wird das Gegenparteirisiko minimiert.

    In Aktienanleihen sollte man nur investieren, wenn man alle notwendigen Fakten fehlerfrei zur Verfügung hat und weiß welches Risiko und welche Chance bestehen. Findige Anleger bieten auf www.aktienanleihen-analyse.ch genau diesen Service kostenlos für Anleger an. Dort kann man Aktienanleihen finden, die sowohl bei intakten Barrieren als auch bei gerissenen Barrieren dem Anleger einen Vorteil gegenüber dem Investment in den Basiswert bringen.

    Aber aufpassen: Emittenten und deren Verbände (Eusipa, DDV, SVSP) versprechen dem Anleger bei Derivate-Investments ein geringeres Risiko als bei einer Direktanlage in den Basiswert. Nach Informationen von www.aktienanleihen-analyse.ch stimmt das z.B. bei mehr als 50% der Aktienanleihen täglich nicht. D.h. diese überteuerten Derivate darf man als Anleger nicht kaufen.

    Ich habe mit meinen Investments in Aktienanleihen den DAX in den letzten 12 Monaten um 18% geschlagen.

  • 20.01.2012, 15:40 UhrAnonymer Benutzer: Apollo

    Sorry: Schwachsinniges Zeug! Wie der Artikel schon sagt, ergeben Aktienanleihen nur Sinn, wenn man von seitwärtsbewegungen oder moderaten Kursanstiegen ausgeht. Hier liegt der Hund begraben: ich investiere doch erst gar nicht in einen Wert, von dem ich nur (im besten Fall) moderates Wachstum erwarte!

    Da investiere ich doch in eine Aktie, von der ich mir mehr als moderate Zuwächse erwarte und wie man gestern an der Deutschen Bank gesehen hat, sind 8% bei Aktien mittlerweile locker an ein, zwei Tagen drin.

    Und dann noch, dass es sich um ein Zertifikat handelt, welches im Zweifel wertlos werden kann, sollte es zu einem Default kommen? Nein, also mich hat das noch nicht überzeugt. Ich plädiere für Direktinvestments in Aktien oder, wenn die Risikoneigung und der Renditehunger höher sind, in Hebelprodukte, welche man dann aber sowieso nur einen Tag (oder ein paar Tage länger) hält, aber keine Monate!

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