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Anlagestrategie: Mission Nerven schonen

Die Börsen-Achterbahnfahrt der vergangenen Wochen haben in den Depots Spuren hinterlassen. Viele Anleger steigen deshalb auf sicherheitsorientierte Produkte um. Wie sich mit ihnen die Kursausschläge verringern lassen.

Die Achterbahn im Movie Park in Bottrop: Auch an der Börse ging es zuletzt kräftig auf und ab. Quelle: dpa
Die Achterbahn im Movie Park in Bottrop: Auch an der Börse ging es zuletzt kräftig auf und ab. Quelle: dpa

DüsseldorfTagesgeld, Schließfach oder Gold - die Anlagevehikel, die Investoren derzeit bevorzugt benutzen, um ihr Geld in vermeintliche Sicherheit zu bringen und die Nerven zu beruhigen, sind die gleichen wie in jeder Krisensituation. Als die Stimmung an den Aktienmärkten im Sommer kippte, gingen die Kurse gleich deutlich nach unten. In solchen Situationen steht das Thema Risikoreduzierung wieder oben auf der Agenda. Das ist auch sinnvoll, Kursverluste möglichst gering zu halten. Schon seit einiger Zeit gibt es Strategie-Zertifikate, deren Ziel es ist, eine möglichst geringe Volatilität zu erreichen und somit Ruhe ins Depot zu bringen.

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Zertifikate

Ein einfaches Maß, das Risiko auszudrücken, ist die sogenannte Volatilität. Sie zeigt die Schwankungsbreite beispielsweise eines Index oder einer Aktie an und wird für den Dax durch den Verlauf des Volatilitätsindex VDax ausgedrückt. Hierbei zeigt sich ein grundsätzlicher Zusammenhang: Geht der Aktienmarkt nach unten, steigt tendenziell der VDax. Übersetzt heißt das, dass bei Kursverlusten auch die Schwankungsbreite zunimmt, wie die vergangenen Monate bestätigen. Als der Dax im Sommer abtauchte, stieg der VDax kräftig an. „In steigenden Aktienmärkten beobachten wir hingegen meist eine geringere Volatilität“, sagt Heike Arbter von der österreichischen Raiffeisen Centrobank (RCB).

Dax anders zusammengebaut

Um Kursausschläge bei deutschen Standardaktien zu dämpfen, hat die Deutsche Börse einen speziellen Index konzipiert: Der Daxplus Minimum Variance basiert auf dem Dax, setzt aber dessen 30 Indexmitglieder mit einer anderen Gewichtung zusammen. Ziel: Das Risiko – gemessen an der sogenannten Varianz – so weit wie möglich zu reduzieren. Auch die Varianz ist ein Maßstab zur Messung von Kursausschlägen von Aktien, aus ihr wird die Volatilität berechnet.

Das hat insbesondere zuletzt funktioniert: In den vergangenen drei Monaten verlor der Minimum Variance-Index knapp zwölf Prozent bei einer Volatilität von 29 Prozent. Im Vergleich zum Dax wäre seine Entwicklung nicht so nervenaufreibend gewesen. Denn das Dax-Minus lag bei fast 18 Prozent, die Schwankungsbreite mit 43 Prozent deutlich höher als bei dem Spezialindex. Auch auf Jahresbasis schnitt der Daxplus Minimum Variance besser ab. Drei Prozent Minus bei einer Volatilität von 18 Prozent stehen beim Dax einem Minus von neun Prozent und einer Volatilität von 25 Prozent gegenüber (Stand: 26.10.2011).

  • 18.11.2011, 12:49 UhrAnonymer Benutzer: flyingfridge

    Das sind 7,2% p.a., nicht schlecht. Natürlich wusste man aber vor 10 Jahren nicht, dass dieser Fond diese Performance erreichen wird und man kann aus der Performance in der Vergangenheit auch nicht auf die Performance in der Zukunft schließen. Es gibt hunderte von ähnlichen breit aufgestellten Fonds, die eine schlechtere Performance aufweisen. Sicher dabei ist nur das Einkommen der Fondsverwalter, das bezahlt werden muss.

  • 18.11.2011, 12:04 UhrAnonymer Benutzer: DerInvestor

    Zudem sollten Anlegen beachten dass es bei Zertifikaten immer das Emmittentenrisiko gibt, die Kosten immer hoch sind, d.h. vor allem die Bank gewinnt.
    Was ist mit Investmentfonds ? Diese Pro-Zertifikate-Propaganda ist unerträglich.
    Hier eine Alternative, langer Performance-Track, geringe Schwankung: FR0010135103. Eine Mischung aus Renten, Aktien, Währungen.
    Jetzt mal ehrlich, wer hat wirklich in seinem Portfolio eine Performance von > +100% in den letzten 10 Jahren geschafft?

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