
Düsseldorf/Mexiko-StadtJim O'Neill ist weltbekannt für seine Ideen. 2001 ersann der Chef von Goldman Sachs Asset Management den Namen "BRIC". Einen Kunstbegriff, der in den folgenden Jahren Tausende Kleinanleger in Deutschland beschäftigen sollte. Die vier Buchstaben stehen für Brasilien, Russland, Indien und China, also jene aufstrebenden Länder, denen so viele Volkswirte eine glorreiche Zukunft vorhersagten. Die Anleger, und das war das große Versprechen, sollten teilhaben an diesem unvorstellbaren Boom, wenn sie Fonds kauften oder Zertifikate, die in Aktien der vier Länder investierten.
Für die Marketingabteilungen der Banken und Fondsgesellschaften war O'Neills Idee ein wahrer Segen. "BRIC", das klang griffig, das ließ sich sehr gut vermarkten. Jede noch so kleine Fondsboutique oder Bank brachte ein entsprechendes Anlageprodukt auf den Markt. "Verdienen Sie an den großen Schwellenländern", stand in den bunten Verkaufsprospekten. Ein Dorado für Investoren, auch für Kleinanleger.
Hongkong
USA
Schweiz
Singapur
Schweden
Kanada
Taiwan
Norwegen
Deutschland
Katar
IMD-„World Competitiveness Ranking“ 2012.
Die Schweizer Business-School IMD veröffentlich seit 1989 jährlich ihr Wettbewerbsranking. Dazu befragen die Wissenschaftler mehr als 4200 internationale Geschäftsleute. Die Länder werden nach über 300 Kriterien bewertet.
Ein Jahrzehnt später fällt die Bilanz vieler BRIC-Fonds mäßig bis schlecht aus. Jim O'Neill, der Namensgeber, hatte zwischenzeitlich seinen Schwellenländerfokus erweitert. Unter dem Begriff "Next Eleven" fasste er elf Schwellenländer, sehr viel kleiner und für Investoren attraktiver als die BRICs, zusammen, darunter Pakistan, Ägypten oder Vietnam. Die Lieblinge O'Neills sind mittlerweile aber ganz andere, nämlich Mexiko, Indonesien, Südkorea und die Türkei. Packt man deren Anfangsbuchstaben wiederum zusammen, ergibt das den Begriff "MIST". Leicht zu merken, in manchen Kulturkreisen aber nicht eben positiv besetzt.
O'Neill legt deshalb großen Wert darauf, dass dieser Begriff nicht von ihm stamme, ausnahmsweise. Wer ihn letztlich in die Welt gesetzt hat, ist nicht geklärt. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hat ihn zumindest zuletzt aufgegriffen. Das Bruttoinlandsprodukt der vier Staaten jedenfalls hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Im vergangenen Jahr trugen sie rund 73 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt der Next-Eleven-Länder bei. Keine schlechte Bilanz.
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren: +88,8 Prozent (ohne Dividenden)
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.888 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +52,7 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.527 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +31,3 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.313 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,1 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1101 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,3 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.103 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +228 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.285 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +314 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 4.142 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +428 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 5.275 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +221 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.205 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +92 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.916 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +151 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 2.509 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +67 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.666 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +56 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.559 Euro
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.095,90 Euro*
*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 0,92 Prozent (Spareckzins)
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.209 Euro*
*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 1,92 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.266 Euro*
*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 2,39 Prozent
Aber nicht alle können sich für Abkürzungen begeistern, sind sie auch noch so griffig. "Ich war noch nie ein großer Verfechter von Akronymen beziehungsweise pauschalen Anlageempfehlungen wie BRIC, Next Eleven oder auch MIST", sagt Nick Price, Fondsmanager bei Fidelity. "Als Investor suche ich nach profitablen Unternehmen mit einer starken Marktposition, die fair bewertet sind. Die Projektionen zu Bruttoinlandsproduktentwicklung und Demografie, die den Trendformulierungen von BRIC bis MIST zugrunde liegen, sind natürlich wichtig. Sie sind aber bei weitem nicht das A und O des erfolgreichen Investors." Mag sein. Viele Investoren werden trotzdem auf die MIST-Staaten schauen. Handelsblatt Online stellt die vier Staaten im Folgenden vor. Ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen - und wie Anleger dort investieren können.

Diese Strategie ist nicht nur MIST, sondern auch volkswirtschaftlicher Mist. Was soll denn die Weltspitze der industriellen Entwicklung (Suedkorea) im selben Fonds wie das Weltende (Indonesien)??!! In der Analzse wird Suedkorea dann oft mit Japan oder Deutschland verglichen, die alternde Bevoelkerung, kleine Wachstumsraten und der sophistizierte Finanzsektor beschrieben. Ja so ist das Land: nach allen verfuegbaren soziooekonomischen Daten aehnlich Japan oder Skandinavien. Und genau das Gegenteil der anderen drei (MI_T). Auf diesem fachlichen Niveau koennte sogar ich Fonds kreieren: "The great L - Laos, Libyen Luxemburg / The Future S - Somalia, Sweden, Surinam"

Ach Du meine Güte,
sie schreiben ja immernoch den gleichen Schwachsinn (demnach seit JAHREN), vielleicht könnten Sie sich aber mal auf Threads beschränken wo ihr Unfug halbwegs reinpaßt (also hier nirgends).
Es ging hier um GS und eine neue Trend-Erfindung -
scheinbar ist es Ihnen aber nicht zu blöd auch das noch mit Ihrer Botschaft von der Stasi-Nostra und den paramilitärischen Killertruppen (denen sie ja scheinbar bisher immer noch knapp entkommen sind - trotz der Tatsache das Sie unsere Machenschaften schonungslos aufdecken) in Verbindung zu bringen.
Was mich am Artikel etwas irritiert ist, das bei Mexiko die ausufernde Gewalt (mit abscheulichsten Verbrechen) im Zusammenhang mit dem Drogenkrieg garnicht erwähnt wird. Schließlich ist auch das ein Faktor, der mindestens soviel so wichtig ist wie etwaige Korruption.
Mit BRIC konnte man zwar tatsächlich einige Jahre gut verdienen, aber alles was von GS empfohlen oder gar vertrieben wird:
Alarmstufe violett!






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