
Rostock (SID) -
Hansa Rostock hat dank Marek Mintal einen befreienden Erfolg in der 2. Fußball-Bundesliga gelandet und die Negativserie von neun Spielen ohne Sieg beendet. Der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig war in der 30. und 52. Minute beim 4:2 (2:2) gegen den MSV Duisburg zweimal erfolgreich.
Mit 15 Punkten belegt der FC Hansa allerdings weiterhin den letzten Tabellenplatz, die Meidericher sind mit 20 Zählern Zwölfter. Die auswärtsschwachen Zebras, die zweimal ausgleichen konnten, verfehlten den siebten Punktgewinn in fremden Stadien in dieser Saison. Rostocks Rückstand auf die davor platzierten Klubs Karlsruher SC und FC Ingolstadt auf den Rängen 16 und 17 beträgt nur noch ein Zähler.
Mintal (30.) brachte die Norddeutschen vor 9200 Zuschauern nach einer halben Stunde verdient 1:0 in Führung. Allerdings offenbarten die Gastgeber bei Standardsituationen immer wieder Schwächen. Branimir Bajic (34.) nutzte die Chance und glich für die Duisburger aus. Fast postwendend brachte Tobias Jänicke (36.) die Hausherren wieder in Führung, aber Goran Sukalo (40.) nutzte wieder eine Unaufmerksamkeit in der Hansa-Abwehr nach einem Standard zum 2:2. In der 52. Minute schlug erneut Mintal zu. Acht Minuten vor dem Schlusspfiff beseitigte Freddy Borg per Foulelfmeter die letzten Zweifel an Hansas zweitem Saisonsieg.
"Der Sieg war enorm wichtig, aber was mich noch optimistischer stimmt, ist die Art und Weise, wie die Mannschaft den Sieg nach Hause gebracht hat. Ich habe viele Gespräche geführt und die Mannschaft gut eingestellt. Es war eine Mannschaft auf dem Platz, wo jeder für jeden da ist. Hansa Rostock lebt, die Konkurrenz sollte nicht zu sicher sein, dass der erste Absteiger schon feststeht", sagte Hansa-Coach Wolfgang Wolf. Duisburgs Sukalo meinte: "Wir haben schlecht gespielt, von Anfang an. Wir haben nicht dagegengehalten und verdient verloren."
Rostock wirkte über weite Strecken stärker, kombinationssicherer und zeigte auch im Abschluss die nötige Entschlossenheit. Allerdings ging die Mannschaft zum Teil leichtfertig mit den Torgelegenheiten um. Die Duisburger spielten lange Zeit zu vorsichtig und konnten das Offensivspiel der Gastgeber nicht entscheidend stören. Allerdings erwies sich der MSV als sehr kaltblütig im Abschluss und nutzte die sich bietenden Chancen eiskalt. Mit seiner engagierten Spielweise verdiente sich der FC Hansa den Dreier.
Die herausragenden Kräfte beim FC Hansa waren Mintal und Edisson Jordanov. Aufseiten der Duisburger gefiel Sukalo.