Handelsblatt

_

Fußball 2.Bundesliga: VfL Bochum schreibt rote Zahlen

Der VfL Bochum steht finanziell unter Druck. Die Westfalen wiesen im Geschäftsjahr 2011/2012 bei einem Umsatz von 27,37 Millionen Euro einen Verlust von 2,24 Millionen Euro aus.

Optmistisch trotz Verlust: Sportdirektor Jens Todt Quelle: SID
Optmistisch trotz Verlust: Sportdirektor Jens Todt Quelle: SID

Bochum (SID) - Fußball-Zweitligist VfL Bochum steht finanziell weiter unter Druck. Die Westfalen wiesen im Geschäftsjahr 2011/2012 bei einem Umsatz von 27,37 Millionen Euro einen Verlust von 2,24 Millionen Euro aus, nur unwesentlich weniger als im Vorjahr. Für die kommende Saison rechnet der Verein mit einer Unterdeckung in Höhe von 888.000 Euro. Der Schuldenstand des Vereins beträgt nach zwei Jahren in der 2. Liga 6,8 Millionen Euro.

Anzeige

Bei der Mitgliederversammlung am Montagabend kam es zudem zu einem Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrates. Ernst-Otto Stüber, der sich vor zwei Jahren nach der Demission des Klub-Patrons Werner Altegoer als Aufsichtsratsvorsitzender zur Verfügung gestellt hatte, trat nicht mehr zur Wahl an. Neuer Mann an der Spitze des Gremiums ist Hans-Peter Villis, der Vorstandsvorsitzende des Energieversorgers EnBW.

"Die neue Aufgabe gehe ich mit viel Herzblut an. Auch wenn wir hohe Verbindlichkeiten haben, hat der VfL eine gute sportliche und wirtschaftliche Perspektive", sagte Villis nach der Jahreshauptversammlung. "Mit meinen Fähigkeiten und meinem Netzwerk will ich dazu beitragen, dass der Verein für Partner noch attraktiver wird - sowohl für neue als auch für die bestehenden." Zu Villis' Stellvertreter wurde der Kaberettist und Buchautor Frank Goosen gewählt.

Sportdirektor Jens Todt will trotz des finanziellen Drucks die Rückkehr in die Bundesliga nicht aus den Augen verlieren. In der laufenden Spielzeit wolle man zum "Verfolgerfeld der vier, fünf Favoriten" gehören, sagte der Ex-Profi, gleichzeitig ändere dies "natürlich nichts daran, dass unser grundsätzliches und mittelfristiges Ziel darin besteht, in die Bundesliga zurückzukehren". Aber der Klub müsse dies "mit den Mitteln eines durchschnittlichen Zweitligisten hinbekommen".

Quelle: SID

  • Die aktuellen Top-Themen
Boxkampf: Russische Sender wollen Klitschko boykottieren

Russische Sender wollen Klitschko boykottieren

Der ukrainische Schwergewichts-Boxweltmeister Wladimir Klitschko will kommende Woche in Oberhausen seinen Titel verteidigen. Russische Fernsehsender wollen das nicht zeigen – aus politischen Gründen.

31. Bundesliga-Spieltag: Freiburg und Bremen ballern sich aus dem Keller

Freiburg und Bremen ballern sich aus dem Keller

In spektakulären Partien konnten Bremen und Freiburg ganz wichtige Siege gegen die Abstiegsangst einfahren. In Dortmund brauchte der BVB drei Führungen, bevor Mainz bezwungen war. Die Bilder des Spieltags.

Krisentreffen in der Formel 1: Eine Kostenbremse, die keiner will und keinem hilft

Eine Kostenbremse, die keiner will und keinem hilft

Eigentlich war alles klar: Von 2015 an gibt es in der Formel 1 eine Budgetgrenze. Doch plötzlich ist der Ausgabendeckel wieder vom Tisch. Viel Zeit bleibt nicht mehr für eine Lösung.