
Nürnberg (SID) - Trainer Dieter Hecking vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg will die vorentscheidende Begegnung um den Einzug in die Europa League am Sonntag mit dem FSV Mainz 05 (17.30 Uhr/Sky und Liga total) nicht als Endspiel sehen. "Das geht mir auf den Keks", sagte Hecking über Berichte, wonach das Duell des Sechsten gegen den Fünften entscheidenden Charakter habe.
"Natürlich will ich dieses Spiel mit der nötigen Ernsthaftigkeit und Konsequenz angehen, aber nach 31 Spieltagen ist die Saison noch nicht vorbei. Auch bei einem Sieg haben wir keine Gewissheit, dass wir am Ende auf Platz fünf stehen werden", sagte Hecking. Nürnberg hat zwei Punkte Rückstand auf 05.
Für den Mainzer Trainer Thomas Tuchel handelt es sich dagegen sehr wohl um ein Endspiel - und zwar für den 1. FC Nürnberg. "Ein Endspiel ist es nur für Nürnberg, nicht aber für uns. Denn wenn wir verlieren, haben wir trotzdem nur einen Punkt Rückstand. Wenn wir aber gewinnen, sind wir schon fünf Punkte vorne. Wir könnten aber auch mit einem Punkt gut leben", sagte Tuchel.
Hecking erwartet ein "sehr enges Spiel" und eine "Reifeprüfung" für seine Mannschaft. "Die Zuschauer dürfen nicht denken, dass wir das im Hurrastil machen, das wird nicht gelingen. Aber die Mannschaft hat den Willen und das Können, um dieses Spiel zu gewinnen."
Personell kann Hecking nahezu aus dem Vollen schöpfen. Mike Frantz fällt nach einer Zehen-OP ebenso aus wie Albert Bunjaku, der noch Trainingsrückstand hat. Philipp Wollscheid dagegen steht trotz einer in dieser Woche im Training erlittenen Gehirnerschütterung im Kader. Kapitän Andreas Wolf kehrt nach abgesessener Gelbsperre zurück. Hecking: "Es wird wieder Härtefälle geben und der ein oder andere wird sich wider Erwarten auf der Bank wieder finden."