
München (SID) - Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat sich im Zwist zwischen Sportvorstand Matthias Sammer und Trainer Jupp Heynckes klar auf die Seite von Sammer geschlagen. "Ich fand die Kritik weder in der Form noch in der Sache ungerechtfertigt. Und ich bin der Meinung, dass man das schon so akzeptieren muss", sagte Hoeneß der Münchner tz und Abendzeitung: "Denn er ist ja ein Partner des Trainers auf Augenhöhe und ich bin der Meinung, dass er das absolut machen kann. Damit fällt doch dem Jupp in keinster Weise ein Zacken aus der Krone. In keinster Weise. Das muss er aushalten."
Hoeneß machte noch einmal deutlich, warum der Rekordmeister im Sommer Sammer verpflichtet hat: "Ich finde, dass ein Manager seine Meinung zu einem solchen Spiel sagen kann. Ich habe das 30 Jahre lang gemacht. Ich finde, es ist total die Aufgabe des Managers oder Sportdirektors, dass er mal den Finger in die Wunde legt", sagte Hoeneß und ergänzte: "Aber es wird ja immer wieder versucht, den Trainer gegen den Sportdirektor auszuspielen. Wenn der Matthias etwas sagt, wird der Jupp sofort gefragt, was er denn dazu sagt. Dabei sind diese Aussagen doch ganz normal. Das ist doch verdammt noch mal seine Aufgabe."
Hoeneß ärgerte sich zudem, dass "ständig versucht wird, Matthias Sammer zu überhöhen und Jupp Heynckes zu erniedrigen. Ständig wird versucht, den armen Jupp Heynckes in ein Licht zu stellen, das er nicht verdient hat. Weil er einen super Job macht. Und der Matthias macht auch einen super Job", sagte Hoeneß: "Wenn man etwas empfindlich ist, so wie es der Jupp eben manchmal ist, dann ist es klar, dass man sich darüber aufregt. Ich würde mich darüber nicht aufregen."
Auf der Frage, ob die Kritik von Sammer nach dem Spiel in Bremen mit Heynckes abgesprochen gewesen ist, sagte Hoeneß: "Nein, natürlich nicht. Wir sind doch nicht in Weißrussland, wo man alles mit dem Herrn Lukaschenko absprechen muss. Wir sind doch in einer freien Demokratie. Jeder kann seine Meinung haben und die frei äußern. Dann hätten wir alles lassen können, wie es war."