
Mainz (SID) - Die Eigentor-Gefahr für das Rheinand-Pfalz-Duell ist rapide gesunken: Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 muss am Samstag im Derby gegen den abstiegsbedrohten 1. FC Kaiserslautern (15.30 Uhr/Sky und Liga total!) voraussichtlich ohne Kapitän Nikolce Noveski auskommen. Der mazedonische Innenverteidiger, der beim zurückliegenden 1:1 der Mainzer bei 1899 Hoffenheim mit dem sechsten Eigentor seiner Karriere den Bundesliga-Rekord von Manfred Kaltz eingestellt hat, erlitt im Training eine Oberschenkelzerrung.
Fraglich ist zudem der Einsatz von Marco Caligiuri, der an einer Magenverstimmung leidet. Sicher nicht dabei sind die seit längerer Zeit verletzten Bo Svensson, Marcel Risse, Zedenek Pospech und Stefan Bell.
"Wir werden das Spiel mit all seinen Emotionen angehen", sagte FSV-Trainer Thomas Tuchel, der die jüngste Partie der Pfälzer (1:2 gegen Borussia Mönchengladbach) live im Stadion verfolgt hat: "Ich habe schon einige Derbys gespielt, aber für mich macht es keinen Unterschied, wer auf der anderen Seite steht. Die Fans sehen das natürlich anders."
Der Platz des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten und bekennenden FCK-Fans Kurt Beck auf der Tribüne wird frei bleiben. Der Landesvater fehlt bei der mit 34.000 Zuschauern ausverkauften Partie, die von der Polizei als Risikospiel eingestuft wird, wegen eines Parteitermins.
Die seit zwölf Spielen erfolglosen Lauterer müssen um den Dänen Leon Jessen (Infekt) bangen. Weiterhin fehlen die schon zuletzt verletzten Alexander Bugera (Fußprellung) und Itay Shechter (Zerrung im Oberschenkel).
"In erster Linie geht es um drei Punkte, für die Fans ist der Derby-Sieg wichtiger als für uns", sagte FCK-Trainer Marco Kurz, der am Donnerstag ein Training unter Ausschluss der Öffentlichkeit angesetzt hatte: "Wir werden während der ganzen Woche begleitet, da tut so eine Trainingseinheit nur für uns einmal ganz gut. Das ist nichts Besonderes und Geheimnisvolles."