
Bremen (SID) - Mit der Verpflichtung von Mittelfeldspieler Zlatko Junuzovic erhofft sich Werder Bremen einen neuen Konkurrenzkampf im Kader des Fußball-Bundesligisten. "Er ist ein sehr kreativer Spieler, aber davon haben wir schon einige im Team. Zuletzt ist unser Kader arg zusammengeschrumpft, und diese Verpflichtung gewährleistet nun wieder den Konkurrenzkampf, der für uns so wichtig ist", sagte Geschäftsführer Klaus Allofs bei der Vorstellung des österreichischen Nationalspielers.
Werder hatte sich bereits am Freitag mit Austria Wien über einen Transfer von Junuzovic geeinigt. Nachdem der 24-Jährige am Montagmorgen den obligatorischen Medizincheck erfolgreich absolviert hatte, unterschrieb Junuzovic in Bremen einen Vertrag bis Sommer 2015. Die Hanseaten sollen dem Vernehmen nach eine Ablösesumme von 750.000 Euro für den "Ösi-Özil (Bild-Zeitung) zahlen.
Mit dem von Bremen zu Real Madrid abgewanderten Regisseur der deutschen Nationalmannschaft könne er sich zwar noch nicht vergleichen, trotzdem geht Junuzovic mit großem Tatendrang an seine neue Aufgabe. "Das ist der nächste Schritt in meiner Karriere", sagte der österreichische Nationalspieler, "es ist ein sehr gutes Gefühl, in Bremen zu sein. Und ich werde mich täglich reinhauen, damit das so bleibt." In Österreich hatte Junuzovic in der laufenden Saison in 19 Spielen sechs Treffer für Austria erzielt und acht weitere vorbereitet.
Trainer Thomas Schaaf freut sich nach der Verpflichtung von Innenverteidiger Francois Affolter auf seinen zweiten Winterzugang: "Zlatko ist technisch sehr stark und unheimlich aktiv. Er will etwas mit dem Ball anfangen, das passt zu unserem Spiel."
Zuletzt hatte Schaaf im offensiven Mittelfeld wegen Verletzungen auf Marko Marin (Leistenprobleme) und Aaron Hunt (Adduktorenanriss) verzichten müssen. Zudem ist der brasilianische Millionen-Einkauf Wesley noch immer keine leistungsstarke Alternative, weshalb Werder den eigentlich erst für den Sommer geplanten Junuzovic-Transfer jetzt vorgezogen hatte.
Es bleibt zu hoffen, dass Allofs bei diesem Transfer endlich wieder einmal ein gutes Händchen beweist nach jahrelangen Missgriffen in Brasilien, Östereich, auf dem Balkan and all over the world. Die Liste mit Namen wie Carlos Alberto, Wesley, Arnautovic, Ekici, Abdennour, Samuel, Avdic, Stevanovic, Silvestre, Wagner, Tziolis, Ikeng,Futacs, Mosquera ist noch beliebig zu verlängern. Eigentlich untragbar für einen Manager mit Blick auf die Kosten. Diese Allofs-Aktivitäten haben Werder fast den Kragen gekostet. Dabei ist der eigene Stall voll von guten Talenten, die Stützen in fast allen bundesdeutschen U-Mannschaften sind.
Aber die Geduld ist (zu) gross in Bremen, - mit dem Manager und der Mannschaft.
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