Fußball Champions League: Gomez und Kraft lassen Bayern gegen Inter jubeln

Fußball Champions League
Gomez und Kraft lassen Bayern gegen Inter jubeln

Der FC Bayern München hat im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Inter Mailand eindrucksvoll Revanche für die Final-Niederlage vor neun Monaten genommen. Gomez und Keeper Kraft avancierten zu den Matchwinnern.
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MailandEin Last-Minute-Tor von Mario Gomez (90.) sicherte dem deutschen Rekordmeister am Mittwochabend vor 76.000 Zuschauern im Giuseppe-Meazza-Stadion nach einem temporeichen und hochklassigen Spiel einen insgesamt verdienten 1:0 (0:0)-Sieg beim Titelverteidiger aus der Lombardei. Bis dahin war Torhüter Thomas Kraft in seinem ersten K.o-Spiel in der Champions League ein Garant für das zu Null. Fünf Minuten vor dem Ende wendete der 22-Jährige beim Kopfball von Thiago Motta einen drohenden Rückstand ab. Die Bayern haben nun im Rückspiel am 15. März vor eigenem Publikum alle Trümpfe in der Hand und tankten zugleich zu Beginn der Wochen der Wahrheit reichlich Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben in der Bundesliga gegen den souveränen Tabellenführer Borussia Dortmund und im nationalen Pokal-Halbfinale gegen Vizemeister Schalke 04.

In Reihen der Bayern war anschließend durchaus Genugtuung über den Sieg zu spüren. Doch von großer Euphorie war keine Spur: „Wir haben einen guten Schritt gemacht, aber Inter Mailand hat eine sehr gute Mannschaft“, urteilte Coach Louis van Gaal. Ähnlich trocken gab sich  Offensivmann Thomas Müller: „Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis auswärts und hoffen, dass wir im Rückspiel das Ding durchziehen können und hoffentlich weiterkommen.“ Und auch Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge rutschte lediglich heraus: „Dass wir zum Schluss praktisch in letzter Sekunde 1:0 gewonnen haben, ist wunderbar und gibt uns beste Voraussetzung auch unser Ziel, das Viertelfinale, zu erreichen.“

Dabei wurde vor dem Anpfiff so viel über die große Revanche gesprochen. Unweigerlich kamen Vergleiche zum Finale im vergangenen Sommer auf, in dem Inter die Münchener 2:0 besiegte. Doch die Vergleiche hinken an allen Ecken und Kannten: Bei den Bayern agierten nur vier Akteure, die damals auf dem Platz standen. Aber vor allem spielt Inter längst einen anderen Fußball: Unter dem Brasilianer Leonardo sind sie nicht mehr die Defensiv-Künstler des Finals, die sie unter Jose Mourinho waren.

So entwickelte sich ein ganz anderes Spiel im Finale, wo der deutsche Rekordmeister recht einseitig gegen eine bärenstarke Inter-Defensive angerannt und beim 0:2 effektiv ausgekontert worden war. Die Bayern übernahmen nach anfänglichen Schwierigkeiten eindrucksvoll im Stile einer Heimmannschaft die Kontrolle. Inter kam mit dem laufintensiven Pressing der Münchner kaum zurecht und setzte im Zweifel auf das Prinzip Zufall – und darauf, dass die Bayern-Abwehr wie schon oft in dieser Saison immer für einen Fehler gut ist. 

Dabei begann der Champions-League-Debütant Gustavo wie gegen Mainz neben dem starken Bastian Schweinsteiger auf der „Sechser-Position“ – für den Ex-Hoffenheimer war dieses Spiel das erste lange erwartete Bewerbungsschreiben an den brasilianischen Nationaltrainer. Pranjic agierte dafür auf der linken Außenposition. Und Gustavo machte in der 19. und 22. Minute durch zwei gefährliche Distanzschüsse gleich auf sich aufmerksam, offenbarte aber auch Schwächen im Zweikampf und bei dem ein oder anderen Abspiel.

Erst danach setzte Inter auf recht holprigem Geläuf einen seiner zunächst seltenen Nadelstiche: Direkt nach einer eigenen Ecke muss Bayern-Torwart Kraft nach einem guten Konter der Mailänder retten (22. Minute). Franz Beckenbauer urteilte treffend: „Man hat mit einigen leichtsinnigen Abspielfehlern den Gegner auch ins Spiel gebracht.“

Aber da gab es ja noch die Bayern-Offensive, die in dem unterhaltsamen Spiel überraschend oft zum Zuge kam: Ribery traf mit einem seiner seltenen Kopfbälle nur die Latte (24.).  Die nächste Riesenchance hatte Gomez in der 28. Minute. Doch auch hier verteidigten die Mailänder in letzter Instanz intensiv genug, so dass der Schuss über die Latte ging. In der 33. Minute musste Kraft seine Klasse gegen Eto zeigen, der einen Ableger von Lucio aufs Tor brachte.

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Schock für die Bayern

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Gomez sorgt für die Entscheidung

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