
Frankfurt/Main (SID) - Fußball-Lichtgestalt Franz Beckenbauer hat sich für einen bezahlten Präsidenten Wolfgang Niersbach und gegen Erwin Staudt, Ex-Klub-Chef des VfB Stuttgart, als Nachfolger des scheidenden Theo Zwanziger ausgesprochen. "Keine Frage, Erwin Staudt ist ein hervorragender Mann und ein sympathischer Mensch dazu. Aber er kommt aus der Liga. Er wird nicht von der Liga gewählt - er wird von den Verbänden gewählt und da hat er wenig Chancen", sagte Beckenbauer bei Sky90.
Gleichzeitig positionierte sich der 66-Jährige einmal mehr für DFB-Generalsekretär Niersbach als neuen DFB-Präsidenten. Allerdings solle Niersbach dann als bezahlter und nicht ehrenamtlicher Verbandsboss an den Start gehen: "Ich denke, dass es für Niersbach kein finanzielles Problem wäre. Aber es wäre gar nicht mal so schlecht, mit der Zeit zu gehen. Die ehrenamtlichen Präsidenten-Jobs sind mittlerweile Fulltime-Jobs geworden. Warum soll der DFB-Präsident in der Zukunft kein bezahlter Job sein?"
Bei der Suche nach einem Nachfolger für Zwanziger ist das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) derzeit offenbar entzweit. Die Zwanziger nahestehende Vizepräsidenten wie Karl Rothmund sprechen sich für Staudt aus, der weitaus größere Teil will aber Niersbach auf den Thron hieven.