Handelsblatt

_

Fußball DFB: Klubs beschließen längere Stadionverbote

Mit längeren Stadionverboten und höheren Zuwendungen für Fan-Projekte hat der deutsche Fußball auf die zunehmende Gewalt in Fußball-Stadien reagiert.

Minister Friedrich (l.) und DFB-Chef Niersbach Quelle: SID
Minister Friedrich (l.) und DFB-Chef Niersbach Quelle: SID

Berlin (SID) - Mit längeren Stadionverboten und höheren Zuwendungen für Fan-Projekte hat der deutsche Fußball auf die zunehmende Gewalt in Fußball-Stadien reagiert. Auf dem Sicherheitsgipfel in Berlin, zu dem Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich die Klubs von Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga geladen hatte, wurde zudem wie erwartet der Erhalt von Stehplätzen beschlossen. Dies geschehe "zum Schutz der einzigartigen Fankultur in Deutschland", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.

Anzeige

Künftig wird der Fußball seine Zahlungen an Fan-Projekte demnach um 50 Prozent erhöhen. Damit sollen Länder und Kommunen erheblich entlastet werden. Gleichzeitig sind ab sofort wieder Stadionverbote von fünf statt bisher drei Jahren möglich, in Ausnahmefällen sogar zehn Jahre. "Die erst 2007 vorgenommene Aufweichung wird somit auf Grund der neuen Intensität von Ausschreitungen und Regelverstößen zurückgenommen", hieß es in der Erklärung.

Keine Toleranz zeigten alle Beteiligten gegenüber Pyrotechnik im Stadion. Verstöße sollen künftig von den Klubs individuell konsequent bestraft werden. Zudem sollen bei gewalttätigen Zwischenfällen und Abbrennen von Pyrotechnik Fan-Privilegien wie etwa der Zugang zu Ticket-Kontingenten auf den Prüfstand gestellt werden.

"Wer für den Fußball ist, ist gegen Gewalt. Der Schulterschluss der Vereine ist ein wichtiger Schritt und die beschlossenen Maßnahmen sind für mich ein dringend notwendiges Zeichen, dass sich alle der Verantwortung stellen und für mehr Sicherheit eintreten wollen", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach: "Die Klubs stellen sich ihrer Verantwortung im Sinne von Millionen friedlicher Fans. Vor diesem Hintergrund sind die beschlossenen Maßnahmen unverzichtbar."

Quelle: SID

  • Die aktuellen Top-Themen
Champions League: Bayer steuert Richtung Achtelfinale

Bayer steuert Richtung Achtelfinale

Im „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen Zenit St. Petersburg konnte Bayer Leverkusen einen wichtigen Sieg einfahren. Dabei tat sich die Werkself gegen die Russen lange schwer – bis zu einem spektakulären Doppelschlag.

BVB in der Champions League: Die Unruhe der Tempo-Fußballer

Die Unruhe der Tempo-Fußballer

Unruhe in der Krise: Während die Spekulationen um einen Reus-Wechsel bei Borussia Dortmund zur Unzeit kommen, kam es in Istanbul zu Zusammenstößen zwischen den Fangruppen. Auch bei Leverkusen bleibt es nicht ruhig.

Die Reus-Jagd: „Bis 2020 gibt es keinen anderen Meister als Bayern“

„Bis 2020 gibt es keinen anderen Meister als Bayern“

Götze, Lewandowski und bald auch Reus? Der FC Bayern hat Interesse am Dortmunder Stürmer. Und verärgert nicht nur den BVB, sondern entfacht auch eine Debatte. Machen sich die Bayern so unschlagbar? Auf Jahre hinaus?