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Fußball DFL: Poker um TV-Rechte: Seifert erhöht Druck auf ARD

DFL-Chef Christian Seifert erhöht im Poker um die nationalen Medienrechte an der Fußball-Bundesliga den Druck auf die ARD und die Sportschau.

Druck auf die Sportschau wächst Quelle: SID
Druck auf die Sportschau wächst Quelle: SID

Köln (SID) - DFL-Chef Christian Seifert erhöht im Poker um die nationalen Medienrechte an der Fußball-Bundesliga den Druck auf die ARD und die Sportschau. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Klubs mit den bisherigen Zahlen zufrieden wären", sagte Seifert der Bild-Zeitung mit Blick auf die 75 Millionen Euro, die die ARD derzeit pro Saison für die Free-TV-Erstverwertung in der Sportschau bezahlt.

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Ein Vermarktungsmodell der Liga sieht vor, dass die erste frei zugängliche Zusammenfassung des Spieltages künftig nur noch im Internet übertragen wird. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) erwartet bis zum 2. April Angebote der Unternehmen, die an der Übertragung der Bundesliga ab der Saison 2013/2014 interessiert sind. Bis spätestens Mitte April sollen die Rechte für insgesamt knapp 500 Millionen Euro vergeben werden. Derzeit interessieren sich 45 Unternehmen für die Bundesliga-Rechte.

"Es ist nicht unsere Idee, dass die Bundesliga komplett im Internet verschwindet. Aber man muss auch feststellen dürfen, dass die Anzahl der Zuschauer, die Interesse an einer Zusammenfassung im Internet haben, deutlich höher ist als die Zahl der Zuschauer, die die Sportschau jede Woche erreicht. Bis 2016 wird auch die Anzahl der mobilen Endgeräte noch deutlich wachsen", hatte Seifert zuletzt gesagt.

Der Bieter-Wettstreit zwischen der ARD-Sportschau und den Internet-Konkurrenten vodafone, yahoo, google/youtube oder dem Axel-Springer-Verlag/bild.de wird derzeit mit Spannung erwartet. Die ARD zahlt 100 Millionen Euro für die Bundesliga-Rechte, muss aber vor allem den Verlust der Sportschau fürchten. Denn zuletzt hatte auch das Bundeskartellamt der DFL grünes Licht für die geplanten Ausschreibungsszenarien erteilt. Dabei bestätigte das Kartellamt auch die Zentralvermarktung. Eine "Lex Sportschau" wird es nicht länger geben.

Quelle: SID
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