
Paris (SID) - Frankreichs Profifußball atmet auf und knackt mit dem TV-Vertrag wieder die 600-Millionen-Euro-Marke. Zwar erhalten die Vereine in der kommenden Saison nicht mehr - wie im laufenden Jahr - 668 Millionen Euro aus den Fernsehverträgen, aber auch der neue Vertrag hat eine Dotierung, die deutlich über den Erlösen in Deutschland aus dem Fernsehbereich liegt.
Al-Dschasira, der Pay-TV-Sender aus Katar, der sich auch zahlreiche Champions-League-Rechte gesichert hat, überweist für die sechs "schlechtesten" Begegnungen pro Spieltag in den kommenden vier Jahren 240 Millionen Euro. Zum Start des Vertrags zahlt der arabische Sender, weil die Liga klamm ist, 70 Millionen Euro im ersten Jahr. Hinzu kommen von Canal plus (2 Spiele) und gleichfalls Al-Dschasira 510 Millionen Euro pro Saison für die vier besten Spiele. Weiterhin fließen noch 20 Millionen Euro von Telekommunikationsanbieter Orange für die Mobilrechte.
Die zehn Paarungen pro Spieltag werden in Zukunft auf sieben unterschiedliche Anstoßzeiten verteilt (Bundesliga: fünf für neun). Zum Vergleich: Die deutlich attraktivere Bundesliga erhofft sich aus dem neuen Fernsehvertrag (ohne Auslandsvermarktung) ab 2013 eine Summe von 450 bis 500 Millionen Euro. Zurzeit generiert die Deutsche Fußball Liga (DFL) aus der Inlandsvermarktung im Schnitt 412 Millionen Euro.