Fußball
Kölns Sieg für die Chronik: „Vielleicht der Dosenöffner”

Köln (dpa) - Von diesem Sieg gegen den FC Arsenal werden viele in Köln noch ihren Enkeln erzählen. Doch richtig wertvoll ist er nur, wenn er die endgültige Wende beim FC einleitet.
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Während die leidgeplagten Fans den vereinshistorischen 1:0Während die leidgeplagten Fans den vereinshistorischen 1:0 (0:0)-Erfolg gegen die Gunners noch lange mit „Europapokaaal”-Gesängen feierten, dachten die Protagonisten schon an das wichtige Bundesliga-Spiel gegen Hertha BSC am Sonntag.

„Ich hoffe, dass wir den Schwung diesmal mitnehmen. Bislang ist uns das leider weniger gut gelungen”, sagte Trainer Peter Stöger. Viermal hat sein Team nun in dieser Saison gewonnen, je zweimal in der Europa League und zweimal im DFB-Pokal. In der Liga ist der Tabellenletzte aber nach zwölf Spielen noch sieglos.

„Offenbar sind wir eine echte Pokal-Mannschaft”, sagte Stöger mit bitterer Ironie. In der Europa League hat Köln als einziger Club des Bundesliga-Trios noch Chancen auf das Weiterkommen - und dieses mit einem Sieg am 7. Dezember bei Roter Stern Belgrad in eigener Hand.

Torhüter Timo Horn hatte nach einer Sitzung des Mannschaftsrats mit der Vereinsspitze öffentlich „mehr Zug” gefordert und sah sich nach dem allerdings glücklichen Sieg bestätigt. „Diesmal war Zug drin”, sagte Horn: „Wir haben endlich den inneren Schweinehund besiegt. Aber gegen Hertha müssen wir den gleichen Kampf an den Tag legen, sonst gibt es wieder ein böses Erwachen.”

Doch eben jene Leidenschaft gegen Arsenals B-Team um Weltmeister Per Mertesacker macht Hoffnung, dass der Hebel nun umgelegt wird. Stöger erkannte einen „hundertprozentigen Arbeitssieg, große Leidenschaft und bedingungslosen Kampf”. Dieser ist - gerade angesichts der personellen Situation mit acht verletzten Leistungsträgern - die wichtigste Basis im Abstiegskampf. „Niemand will absteigen, niemand will 2. Liga spielen”, sagte Timo Horn: „Da hilft eben nicht immer nur Zuckerbrot.” Und sein Namensvetter Jannes Horn meinte: „Vielleicht war dieses Spiel der Dosenöffner für uns.”

Als Belastung will Stöger das Gruppen-Endspiel in Serbien und ein mögliches Weiterkommen aber nicht sehen. „Damit kann ich nichts anfangen. Dann hätten wir uns gar nicht erst für diesen Wettbewerb qualifizieren dürfen.” Und selbst, wenn die Kölner am Ende ausscheiden sollten: den Sieg gegen Arsenal kann ihnen keiner mehr nehmen. „In ein paar Jahren werden wir erzählen, dass wir mit Köln mal Arsenal London geschlagen haben”, sagte Stöger. Und auch Torhüter Timo Horn war sich sicher: „Davon werden wir noch lange reden.”

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