
Berlin (SID) - Der deutsche Fußball hat im Kampf gegen Korruption im Umgang mit Hospitality-Tickets ein Zeichen gesetzt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) präsentierten am Mittwoch in Beisein von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) eine Selbstverpflichtungserklärung, die den Missbrauch mit den Edeltickets in Zukunft eindämmen soll. Sponsoren erhalten die Möglichkeit, eine solche Erklärung zu unterschreiben.
Durch ihre Unterschrift erklären die Unterzeichner, dass sie keine Einladungen zu Fußballspielen verteilen oder annehmen, die die Beeinflussung etwa von Amtsträgers beabsichtigen. Hospitality-Einladungen müssten stets einen "legitimen Zweck" erfüllen. Sie dürften nicht im Zusammenhang mit geschäftlichen und behördlichen Entscheidungen ausgesprochen werden.
In letzter Zeit hatten sich Sponsoren auch deshalb vom Sport zurückgezogen, weil eine große rechtliche Unsicherheit auf dem Gebiet herrschte. "Wir hoffen, dass wir mit der Selbstverpflichtungserklärung dazu beitragen können, dass die Verunsicherung aufgelöst wird", sagte Geschäftsführer Christian Seifert von der Deutschen Fußball Liga (DFL).