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Fußball National: Meier: Schiedsrichter als Voll- und Teilzeitprofis

Mit dem Vorschlag für eine Zwei-Klassen-Gesellschaft bei den deutschen Fußball-Schiedsrichtern hat sich Urs Meier in die Debatte über die Einführung des Profitums eingeschaltet.

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Urs Meier bringt Ideen ein Quelle: SID
Urs Meier bringt Ideen ein Quelle: SID

Osnabrück (SID) - Mit dem Vorschlag für eine Zwei-Klassen-Gesellschaft bei den deutschen Fußball-Schiedsrichtern hat sich der frühere Schweizer Top-Referee Urs Meier in die Debatte über die Einführung des Profitums bei den Unparteiischen eingeschaltet. "Es würde der Liga gut anstehen, in allen Bereichen Profis zu haben. Ich plädiere dafür, dass zumindest die deutschen Schiedsrichter, die Champions League pfeifen, Profi-Status erhalten", sagte Meier in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung und regte für die übrigen Bundesliga-Schiedsrichter "20- bis 80-Prozent-Anstellungen" an.

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Meiers Vorschlag ist eine Reaktion auf die Forderung von Weltverbands-Chef Joseph S. Blatter nach Profi-Schiedsrichtern in Deutschland. Der Schweizer FIFA-Boss hatte zuletzt eine entsprechende Strukturänderung für deutsche Referees als Voraussetzung für eine Teilnahme an der WM-Endrunde 2014 in Brasilien dargestellt. Erst am vergangenen Donnerstag hatte Deutschlands Schiedsrichter-Chef Herbert Fandel (Kyllburg) ein Mischmodell mit Grundgehalt und Einsatzprämien für seine "Schwarzkittel" ins Gespräch gebracht.

Hauptamtlich pfeifende Unparteiische in Deutschland hält Meier angesichts der professionellen Strukturen um das deutsche Schiedsrichter-Wesen herum nur für folgerichtig: "Wegen der gestiegenen Anforderungen im physischen wie im psychischen Bereich. Die Möglichkeit, sich auf ein Spiel vorzubereiten, sowie die Nachbearbeitung und Erholung wären dann einfach besser, die Unabhängigkeit größer."

Meier, in Deutschland außer durch seine früheren Weltklasse-Leistungen als Referee besonders auch durch seine Tätigkeit als ZDF-TV-Experte für Regelfragen bekannt, sieht zudem in der Einführung elektronischer Hilfsmittel wie den Chip-Ball als sinnvoll an: "Dabei geht es um eine klare Schwarz-Weiß-Entscheidung. Der Chip zeigt dem Schiedsrichter sofort an, ob der Ball die Linie überquert hat oder nicht. Alle anderen diskutierten Neuerungen liegen für mich im Grau-Bereich."

Quelle: SID
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