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Fußball National: Sky-Chef gibt auf: Können mit Sportschau gut leben

Pay-TV-Sender Sky hat den Kampf gegen die "Sportschau" wohl aufgegeben und will nicht mehr um jeden Preis mehr Exklusivität bei der Vergabe der neuen Bundesliga-TV-Rechte ab 2013.

Sinneswandel bei Pay-TV-Sender Sky Quelle: SID
Sinneswandel bei Pay-TV-Sender Sky Quelle: SID

Köln (SID) - Pay-TV-Sender Sky hat den Kampf gegen die "Sportschau" offenbar aufgegeben und will nicht mehr um jeden Preis mehr Exklusivität bei der Vergabe der neuen Bundesliga-TV-Rechte ab 2013. "Wir könnten mit einer Sportschau um 18.30 Uhr leben. Ich glaube, dass unser Geschäft auch unabhängig davon weiter wachsen wird", sagte Sky-Vorstandschef Brian Sullivan der Financial Times Deutschland.

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Sky überträgt alle 306 Spiele der Bundesliga live und zahlt dafür nach eigenen Angaben rund 275 Millionen Euro jährlich. Bislang hatte Sky stets betont, nur dann mehr Geld für die Live-Rechte zahlen zu wollen, wenn die Highlights im Free-TV dafür wesentlich später ausgestrahlt werden dürfen. "Die 'Sportschau' ist für uns nicht der entscheidende Faktor. Ich glaube, man hat früher nicht genug getan, die Übertragung der Live-Spiele attraktiv genug zu machen", sagte Sullivan, der künftig statt in exklusivere Rechte lieber in neue Produkte investieren will. So ist Sky demnächst auch auf der Xbox 360 zu sehen und startet im Dezember einen Sport-Nachrichtenkanal.

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) will noch in diesem Jahr die Ausschreibung der Bundesliga-Rechte ab der Saison 2013/14 starten. DFL-Chef Christian Seifert kündigte dafür im Tagesspiegel "zwei konkurrierende Szenarien im Bereich der Highlight-Berichte" an: "Das eine entspricht im Wesentlichen der bisherigen Verwertung, mit einer klassischen 'Sportschau', das andere einer frei empfangbaren Zusammenfassung der Highlights der Samstagsspiele über Web-TV und mobile Endgeräte am frühen Abend."

Seifert erhöht dabei systematisch den Druck auf die Interessenten. "Die Rechte der neuen Vertragsperiode ab 2013/2014 sind jedenfalls mehr wert als die durchschnittlich 412 Millionen Euro pro Jahr, die wir für die Clubs bisher erlösen", so der DFL-Chef. Im April 2012 sollen die neuen TV-Rechte vergeben werden.

Quelle: SID
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