Fußball
RB Leipzig schlägt Eintracht Frankfurt

Dieser Sieg kam genau zur rechten Zeit. „Nach den drei Spielen war es wichtig, mal wieder einen Dreier zu holen, auch für den Kopf”, stellte RB Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl geschafft, aber glücklich nach dem 2:1 (1:0)-Sieg gegen Eintracht Frankfurt fest.
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Jean-Kévin AugustinDrei Tage vor dem Auswärtsdebüt in der Champions League bei Besiktas Istanbul zitterten sich die Leipziger am sechsten Spieltag der Fußball-Bundesliga allerdings in den Schlussminuten zu dem spürbar herbeigesehnten Erfolgserlebnis.

Jean-Kévin Augustin (28. Minute) brachte RB vor 40 600 Zuschauern in der Red Bull Arena in Führung. Mit seinem fünften Liga-Tor avancierte Nationalspieler Timo Werner (67.) einmal mehr zum Sieggaranten der Sachsen, die nach dem Anschlusstreffer des ehemaligen RB-Profis Ante Rebic (77.) auch noch den Ausgleichstreffer hätten kassieren können.

„Es ist schade, dass wir es nicht geschafft haben auszugleichen. Mit ein bisschen Fortune nehmen wir hier noch etwas mit”, sagte Eintracht-Trainer Niko Kovac. Die Gäste aus Hessen bleiben nach ihrer ersten Auswärtsniederlage in dieser Saison auf Rang zehn. RB kletterte durch den ersten Sieg nach zwei Partien in der Liga und drei Pflichtspielen insgesamt Richtung Europapokalränge.

Wichtiger als der Tabellenstand war aber der moralische Wert dieses Sieges. Erneut ließ Hasenhüttl rotieren, nach den neun Veränderungen beim 0:1 in Augsburg waren es diesmal sechs. Mit einem Unterschied: Er bot gegen die Hessen mit Ausnahme des gesperrten und zudem noch angeschlagenen Naby Keita seine Wunschformation auf. Angefangen mit Peter Gulacsi im Tor für Yvon Mvogo, Dayot Upamecano unter anderem in der Abwehr sowie Emil Forsberg und Augustin in der Abteilung Attacke.

Das Tor blieb aber zunächst aus, bis Neuzugang Augustin mit einem Abstauber den 75. Bundesliga-Treffer der Leipziger erzielte. Vorausgegangen war ein unnötiger Rückpass des gerade erst eingewechselten Frankfurters Kevin-Prince Boateng. „Ich wollte ein bisschen Ruhe reinbringen und hinten rumspielen, damit wir den Ball halten können”, meinte er. Genau das Gegenteil passierte.

Frankfurt fand in der Offensive im ersten Spielabschnitt praktisch nicht statt, Leipzig fand aber keine Mittel, um die Partie früh zu entscheiden. Forsberg scheiterte zweimal nach dem Seitenwechsel (51./61.), ehe auf einmal die Eintracht mutiger wurde und Leipzigs Marcel Halstenberg vor Jonathan de Guzman (64.) retten musste. Ein Kopfballtreffer von Ante Rebic (65.) wurde nicht gegeben, der Ball war vorher im Aus.

Erlöst wurden die Leipziger wieder mal von Werner. Der Toptorjäger nutzte einen zu kurzen Rettungsversuch der Frankfurter und schoss von halbrechter Position im Strafraum ins lange Ecke: „Wir haben viel investiert, dann auch die Tore gemacht. Der Sieg tut uns verdammt gut.”

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