Handball Nationalmannschaft
Handballer haben Olympia fest im Blick

Das Minimalziel der deutschen Handballer für die WM in Schweden lautet Platz sieben. In der Hauptrunde muss das DHB-Team nun gegen Island, Ungarn und Norwegen bestehen.
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An das Wunder von Jönköping glauben selbst die größten Optimisten nicht, doch die deutschen Handballer haben sich nach dem wohl verpassten Halbfinaleinzug bei der WM in Schweden neue Ziele gesetzt. "Der siebte Platz ist im Hinblick auf die Olympia-Qualifikationsturniere sehr wichtig. Den wollen wir mindestens erreichen. Vom Halbfinale brauchen wir nicht mehr zu reden", sagte Kapitän Pascal Hens vor dem ersten der drei Hauptrundenspiele am Samstag (18.30 Uhr/ZDF) in Jönköping gegen den Olympiazweiten Island. Weitere Gegner sind Ungarn (Montag) und tags darauf Norwegen. "Die Gegner sind machbar. Wir können gegen jede dieser Mannschaften gewinnen. Wir müssen aber die Zahl unserer Fehler minimieren", meinte Bundestrainer Heiner Brand, der gleichzeitig nach dem abschließenden Sieg in der Vorrunde gegen Afrikameister Tunesien (36:26) forderte: "Wir müssen noch etwas zulegen." Gegen Tunesien war besonders das Angriffsspiel deutlich verbessert, die Aktionen wirkten selbstbewusster. Die unglückliche Niederlage gegen Spanien und das Debakel gegen Frankreich scheinen aus den Köpfen der Spieler heraus zu sein. In der Tabelle tauchen sie aber noch auf. Die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) geht mit null Punkten in die zweite Turnierphase. Bitter erwartet "Duelle auf Augenhöhe" "Wir brauchen uns vor keinem Gegner in die Hose zu machen", meinte Hens und auch der bisher überragende Torhüter Johannes Bitter erwartet "Duelle auf Augenhöhe." Dabei sind besonders die Isländer, die mit 4:0 Punkten in die Hauptrunde gehen, der deutschen Auswahl noch in schlechter Erinnerung. In den beiden abschließenden WM-Vorbereitungsspielen gab es zwei Niederlagen auf der Vulkaninsel. "Island ist einer der Favoriten auf den WM-Titel. Wir wollen aber die beiden Niederlagen ausmerzen. In Island waren wir eigentlich gar nicht schlechter. Wir hatten nur Phasen, wo wir unkonzentriert waren. Die müssen wir abstellen", sagte Spielmacher Michael Kraus, der wie Hens noch auf der Suche nach seiner Bestform ist. "Wenn Hens und Kraus ihre Form bringen, steigt die Qualität unseres Spiels. Tunesien war da ein guter Anfang", meinte Brand. Bier zur Belohnung Nach dem Spiel gegen Tunesien gönnten sich einige Spieler ein Bier zur Belohnung, am Freitag stand dann die Busreise von Kristianstad in den rund 230 Kilometer entfernten Hauptrundenspielort Jönköping an. "Wir wollen die drei Spiele gewinnen. Dann sehen wir, für was es gereicht hat. Wir müssen mit Blick auf die Olympia-Qualifikationsturniere Vollgas geben", sagte Holger Glandorf vom TBV Lemgo, mit 18 Treffern bislang bester deutscher Schütze. Um das Spiel um Platz sieben zu erreichen, der die Teilnahme an einem Qualifikationsturnier für die Sommerspiele 2012 in London garantiert, muss die DHB-Auswahl in der Hauptrunde mindestens Vierter werden. Das wird aber keine leichte Aufgabe, da neben Deutschland nur die Norweger null Punkte auf dem Konto haben. Island (4:0), Frankreich und Spanien (beide 3:1) scheinen schon zu weit weg. Ungarn geht mit 2:2 Zählern in die zweite Turnierphase.

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