Handball Nationalmannschaft
Jubilar Kraus führt Handballer zum Sieg

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft ist mit einem Sieg in die heiße Phase der WM-Vorbereitung gestartet. Dank eines starken Michael Kraus schlug das DHB-Team Schweden 28:23.
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Angeführt vom starken Jubilar Michael Kraus haben die deutschen Handballer die heiße Phase der WM-Vorbereitung mit einem Erfolgserlebnis eingeläutet und sich zehn Tage vor Beginn des Saisonhöhepunkts in ansprechender Form präsentiert. Die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand besiegte WM-Gastgeber Schweden in Hamburg 28:23 (14:12) und tankte damit Selbstvertrauen für das Turnier. In seinem 100. Länderspiel war der Hamburger Kraus mit sieben Treffern der beste Werfer beim Weltmeister von 2007. Insgesamt war es für die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) der 39. Erfolg bei 47 Niederlagen im 97. Vergleich mit dem Rekord-Europameister. "Die Mannschaft hat ein Zeichen gesetzt, dass die Vorbereitung begonnen hat. Sie hat sehr engagiert gespielt. Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich sehr zufrieden", sagte Brand und Torhüter Silvio Heinevetter ergänzte: "Der Erfolg war wichtig für das Selbstvertrauen. Trotzdem war es nur ein Vorbereitungsspiel."Defensive zu Beginn mit Problemen Vor 11.502 Zuschauern in der Hamburger Arena testete Brand ohne den verletzten Lemgoer Holger Glandorf einige taktische und personelle Varianten. Gegen den viermaligen Weltmeister agierten die Gastgeber zunächst mit einer 5:1-Deckung. Auf der vorgezogenen Position spielte der Kieler Dominik Klein, der mit Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen) und Torsten Jansen (HSV Hamburg) um zwei der drei zu vergebenen WM-Tickets auf Linksaußen kämpft. Doch die Abwehr hatte zunächst Probleme gegen die flinken Gäste, im Angriff ließ die deutsche Auswahl zunächst die notwendige Kreativität und Entschlossenheit vermissen. Zudem scheiterte die Brand-Truppe immer wieder am starken schwedischen Schlussmann Dan Beutler von der SG Flensburg-Handewitt. Gensheimer-Doppelpack sorgt für erste Führung Daher liefen die Gastgeber bis zur 22. Minute gegen die mit sieben Bundesliga-Legionären angetretenen Schweden immer einem Rückstand hinterher, dann sorgte ein Doppelpack von Gensheimer für die erste Führung (10:9). Dank einiger Paraden des Berliner Torhüters Silvio Heinevetter und einer Steigerung im Angriff setzten sich die Gastgeber in der 27. Minute beim 13:10 erstmals auf drei Tore ab. Auch nach der Pause wechselte Brand munter durch, 17 der 18 gegen die Schweden im Kader stehenden Spieler kamen zum Einsatz. Im Tor löste der Hamburger Johannes Bitter Heinevetter ab und bot ebenfalls eine überzeugende Leistung. Auch die Abwehr stand mit zunehmender Spieldauer immer sicherer. Kapitän Pascal Hens (Hamburg) warf mit seinem ersten Treffer erstmals einen Vier-Tore-Vorsprung heraus (17:13/35.). Der Sieg geriet in der Folge nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Brand will Kader reduzieren Vor den beiden abschließenden Testspielen beim Olympiazweiten Island will Brand seinen 19er-Kader auf 17 Akteure reduzieren. Bis zum 14. Januar muss der Bundestrainer dann sein 16er-Aufgebot beim Weltverband IHF melden. Glandorf hat nach seiner Knieoperation Mitte Dezember die WM-Teilnahme fest im Visier. Er habe zurzeit keine Probleme. Er müsse aber abwarten, wie sich das Knie nach der Belastung im Training verhalte, erklärte Glandorf. Bei der WM sind Titelverteidiger Frankreich, Ex-Weltmeister Spanien, Ägypten, Tunesien und Außenseiter Bahrain die Vorrundengegner der DHB-Auswahl. Die ersten drei Mannschaften der Gruppe ziehen in die Hauptrunde ein. Annäherung über Grundlagenvertrag Vor der Begegnung gegen die Schweden hatten sich die Handball-Bundesliga (HBL) und der DHB bei den schwierigen Verhandlungen über einen neuen Grundlagenvertrag in einem fünfstündigen Gespräch angenähert. "Wir haben sehr kunstruktive Gespräche geführt. Wir sind noch nicht in allen Punkten einig, aber es gibt keine unüberbrückbaren Hindernisse", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann dem SID. Die Gespräche werden nun Anfang Februar fortgesetzt. Die HBL hatte den bisherigen, bis Oktober 2011 laufenden Grundlagenvertrag fristgerecht gekündigt. Besonders die Vermarktungsstrategien des DHB stoßen in Reihen der Liga auf Kritik. Zudem muss es eine Einigung über die Abstellgebühren für die Nationalspieler geben.

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