Handball WM: Deutschland deklassiert Außenseiter Bahrain

Handball WM
Deutschland deklassiert Außenseiter Bahrain

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat bei der WM in Schweden den zweiten Sieg im zweiten Spiel geholt. Gegen Außenseiter Bahrain feierte das DHB-Team einen 38:18-Kantersieg.
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Als die deutschen Handballer ihre zweite Pflichtaufgabe mit einem Kantersieg souverän gelöst hatten, dachten sie schon an die erste Kür. "Die beiden Siege geben uns Selbstvertrauen. Mit Spanien wartet aber jetzt ein anderes Kaliber", sagte Kapitän Pascal Hens nach dem standesgemäßen 38:18 (20:9)-Erfolg gegen Handball-Exot Bahrain bei der WM in Schweden. Mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel nahm die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand nicht nur Kurs auf die Hauptrunde, sondern warf sich für das wegweisende Duell mit den starken Spaniern am Montag (18.30 Uhr/ZDF) warm. "Da wird noch einmal eine Leistungssteigerung notwendig sein. Das wird eine harte Begegnung", sagte Brand. Deutschland weist nach dem Auftakterfolg gegen Ägypten (30:25) eine makellose Bilanz auf und kann mit einem weiteren Sieg gegen Ex-Weltmeister Spanien den Einzug in die zweite Turnierphase fast schon perfekt machen. Die Spanier taten sich bei ihrem zweiten Sieg gegen Tunesien (21:18) am Sonntagabend überraschend schwer. Kaufmann und Sprenger beste Werfer Gegen WM-Neuling Bahrain konnte Brand einige Dinge ausprobieren und gab auch den Akteuren aus der zweiten Reihe Spielpraxis. "Ich habe heute viele schöne Szenen gesehen", sagte Brand, für den die Höhe des Sieges keine Selbstverständlichkeit war: "Es ist immer undankbar gegen so einen Gegner, der körperlich so unterlegen ist." Der Bundestrainer war allerdings nicht mit allem zufrieden: "Nach der Abwehrumstellung sind uns einige Fehler unterlaufen." Vor rund 2000 Zuschauern in Kristianstad waren der Göppinger Lars Kaufmann mit neun Toren und der Kieler Christian Sprenger (7) beste deutsche Werfer gegen einen über weite Strecken überforderten Gegner. "Für Lars hat es mich gefreut, dass er sich heute Selbstvertrauen geholt hat. Ich hoffe, dass er das in die nächsten Spiele mitnimmt", sagte Brand mit Blick auf Kaufmann.Bahrain nur mit einem Profi Gegen den Zweiten der Asienmeisterschaft baute Brand sein Team gegenüber dem Ägypten-Spiel auf einigen Positionen um. Im Tor löste der Hamburger Johannes Bitter zunächst den Berliner Silvio Heinevetter ab. Gegen die Mannschaft des dänischen Trainers Ulrik Kirkely, in dessen Aufgebot nur ein Profi stand, lag die DHB-Auswahl nur in der ersten Minute 0:1 zurück. Danach bekam der Weltmeister von 2007 die Begegnung schnell in den Griff und erspielte sich bis zur neunten Minute einen beruhigen Vier-Tore-Vorsprung (8:4). Brand wechselt durch Nach 20 Minuten stand es bereits 16:7 für den Favoriten. Dabei zeichneten sich besonders die Außen Christian Sprenger und Dominik Klein von Champions-League-Sieger THW Kiel als Torschützen aus. Klein hatte von Brand den Vorzug gegenüber dem im ersten Spiel überragenden Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen/9 Tore) erhalten. Angesichts des deutlichen Vorsprungs wechselte Brand schon Mitte der ersten Halbzeit munter durch, probierte einige Dinge aus und schonte damit auch Kräfte. Bahrain war einfach zu schwach, um ein echter Prüfstein zu sein. Auch nach dem Wechsel zeigte die DHB-Auswahl einige ansehnliche Kombinationen und kam zu schönen Toren. Besonders Sprenger und Klein war die Spielfreude anzumerken. Schon vor der Begegnung hatten die deutschen Spieler die schwere Begegnung gegen Spanien im Hinterkopf. "Das lässt sich nie ganz vermeiden. Das Spiel gegen Spanien wird der Knackpunkt sein", sagte Schlussmann Heinevetter, der zu Beginn der zweiten Halbzeit ins Tor kam. Ein Sieg gegen die Iberer würde nicht nur den fast sicheren vorzeitigen Einzug in die Hauptrunde bedeuten, man hätte auch schon zwei Zähler auf dem Konto, die wohl in die zweite Turnierphase mitgenommen werden würden. Großer Respekt vor Spanien Der Respekt vor den Spaniern ist allerdings im deutschen Lager groß. "Spanien hat eine Mannschaft, die sehr flexibel in der Abwehr agieren kann", sagte Brand. Weitere Gegner in der Vorrunde in Kristianstad sind Titelverteidiger Frankreich und Afrikameister Tunesien. Die ersten drei Mannschaften der insgesamt vier Vorrundengruppen ziehen in die Hauptrunde ein. Die Punkte gegen die ebenfalls für die zweite Runde qualifizierten Mannschaften werden dabei mitgenommen.

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