Handball WM: Ein Hauch von Bundesliga im WM-Finale

Handball WM
Ein Hauch von Bundesliga im WM-Finale

Titelverteidiger Frankreich geht heute gegen Dänemark als großer Favorit ins Finale der Handball-WM. Im schwedischen Malmö stehen dabei zahlreiche Bundesligaspieler auf dem Feld.
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Die deutschen Handballer sind nach dem WM-Debakel in Schweden frustriert in ihre Heimat zurückgekehrt und lecken ihre Wunden, dennoch weht beim Finale in Malmö ein kräftiger Hauch von Bundesliga durch die Arena. Die Kieler Thierry Omeyer und Jerome Fernandez sowie der Hamburger Bertrand Gille wollen am heutigen Sonntag (17.00 Uhr/Sport1) mit Olympiasieger Frankreich den WM-Titel erfolgreich verteidigen, bei Ex-Europameister Dänemark standen beim Halbfinalsieg gegen Spanien (28:24) gleich sechs Bundesliga-Legionäre auf dem Parkett. Der neunte Sieg im neunten Turnierspiel hat Außenseiter Dänemark selbstbewusst gemacht. "Ich bin schon Europameister geworden, doch in einem WM-Finale stand ich noch nie. Es ist einfach nur großartig. Natürlich wollen wir gewinnen", sagte Michael Knudsen von der SG Flensburg-Handewitt. Frankreich greift nach viertem Titel Dänemark war noch nie Weltmeister, die Franzosen greifen hingegen nach 1995, 2001 und 2009 nach ihrem vierten Titel und würden damit zu Rumänien und Schweden aufschließen. "Unser großer Vorteil ist unsere Erfahrung. Wir werden auch nicht unruhig, wenn es einmal eng wird", sagte der achtmalige Torschütze Bertrand Gille nach dem 29:26 im Halbfinale gegen Schweden. Der Gastgeber und der ehemalige Weltmeister Spanien spielen am Sonntag (14.30 Uhr) um Bronze. Doch der Blick richtet sich auf das Finale. Die Arena in Malmö wird mit 12.500 Zuschauern ausverkauft sein. Die dänischen Fans werden ihrer Mannschaft ein Heimspiel bereiten. "Darauf sind wir vorbereitet. Vor zwei Jahren bei unserem Sieg in Zagreb gegen Kroatien war es nicht anders", sagte Torhüter Omeyer. Dominanz des Europameisters Seine Paraden, die starke Abwehr und die individuelle Klasse im Angriff sorgten für die Dominanz des Europameisters in den vergangenen Jahren. "Wenn man zum vierten Mal in Folge in einem Endspiel steht, ist das kein Zufall. Wir müssen unsere Generation genießen", sagte der ehemalige Kieler Nikola Karabatic. Die Dänen wollen mit ihrem beeindruckenden Tempo-Handball dagegenhalten. "Wir müssen an uns glauben", sagte Hans Lindberg vom Bundesliga-Tabellenführer HSV Hamburg nach seinen sechs Treffern im Halbfinale.

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