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Handelsblatt Exklusiv : Deutsche verärgert über Finanzwerbung

Jeder Dritte will genauer wissen, welche Daten für Verträge wirklich gebraucht werden.

Die Informationspolitik der Versicherer sorgt für Unmut. Quelle: dpa
Die Informationspolitik der Versicherer sorgt für Unmut. Quelle: dpa

Düsseldorf.-
Banken und Versicherer überschütten die Deutschen mit unerwünschter Werbung. 61 Prozent der Bundesbürger hätten im vergangenen Jahr Werbung für Finanzprodukte erhalten, ohne den Anbietern ihr Einverständnis dafür gegeben zu haben, ergab eine repräsentative Befragung unter 1.000 Personen aus Deutschland im Auftrag der Beratungsgesellschaft KWF Business Consultants.

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Diese Informationspolitik sorge für Unmut. Fast drei Viertel von den unfreiwillig per Post, Mail oder Telefon kontaktierten Personen ärgerten sich über diese Aktionen.

Viele Bürger beklagten zudem, dass sie von ihrem Finanzdienstleister im Unklaren darüber gelassen werden, welche ihrer Datenangaben für das Unternehmen unverzichtbar seien. Mehr als jeder Dritte wünsche sich, dass ihm die Hausbank oder der Versicherungsberater deutlich mache, welche persönlichen Daten für die Erfüllung der Verträge wirklich gebraucht würden.

Neben der bei den Kunden ausgelösten Verärgerung über das eigene Unternehmen riskierten Banken und Versicherer durch unerlaubte Werbeaktionen auch den Konflikt mit dem geltenden Recht, erklärten die KWF-Berater. Denn laut Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) dürften personenbezogene Daten nicht ohne Einwilligung des Betroffenen verwendet werden. Die Verantwortung für die Einhaltung geltender Gesetze trage der Vorstand beziehungsweise die Geschäftsführung des Finanzdienstleisters.

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