Kanada führte 2005 das Recht auf Eheschließung und Adoption für Homosexuelle ein. In vielen Provinzen wurden gleichgeschlechtliche Verbindungen aber bereits vor 2005 erlaubt.
Homosexuelle Paare haben praktisch dieselben Rechte wie Heterosexuelle. Die Ehe zwischen Gleichgeschlechtlichen ist dort seit 2003 erlaubt, die Adoption von Kindern seit 2006.
Seit dem 27. Juni 2010 gibt es in Island das Recht auf die Homo-Ehe. Am selben Tag heiratete Ministerpräsidentin Johanna Sigurdardottir ihre Lebensgefährtin.
Die Niederlande führten 2001 als erstes Land der Welt die sogenannte Homo-Ehe ein. Schwule und lesbische Paare erhalten durch die Heirat dieselben Rechte und Pflichten wie heterosexuelle Paare. Dazu gehört auch die Adoption. Zunächst war von dem Gesetz die Adoption ausländischer Kinder ausgeschlossen - aus Angst, dass andere Länder generell die Adoption von Kindern in die Niederlande verbieten würden. Dies bestätigte sich jedoch nicht.
Eingetragene Partnerschaften gibt es dort bereits seit 1993. In Norwegen wurden gleichgeschlechtliche Ehen, das Adoptionsrecht sowie finanzielle Hilfen beim Kinderwunsch im Januar 2009 eingeführt.
In Portugal dürfen Homosexuelle seit dem 1. Juni 2010 heiraten, jedoch keine Kinder adoptieren.
Spanien zog 2005 nach und war damit weltweit immer noch eines der ersten Länder, das die Homo-Ehe nicht nur legalisierte, sondern gleichgeschlechtlichen Ehepaaren auch die Adoption von Kindern erlaubte. Die damalige sozialistische Regierung von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero setzte die Reform gegen den erbitterten Widerstand der katholischen Kirche und der Konservativen durch. Die Volkspartei des heutigen Regierungschefs Mariano Rajoy legte eine Verfassungsklage ein, die das Verfassungsgericht im November 2012 zurückwies.
Als Vorreiter beim Adoptionsrecht erlaubt das Land seit Mai 2009 homosexuellen Paaren, standesamtlich oder kirchlich zu heiraten. Seit 1995 bestand dort bereits die Möglichkeit zur eingetragenen Partnerschaft.
Nach heftigen Auseinandersetzungen hat die französische Nationalversammlung die Ehe Mitte Februar 2013 auch für homosexuelle Paare ermöglicht. Gleichzeitig stimmten die Abgeordneten für das damit verbundene Adoptionsrecht für Schwule und Lesben. Vor allem diese Regelung sorgte für Proteste. Im April muss die Regelung noch durch die zweite Parlamentskammer, den Senat. Die Zustimmung gilt als sicher.
Gleichgeschlechtliche Paare können sich hier seit Sommer 2012 auch kirchlich trauen lassen. Sie werden seitdem amtlich auch Ehepaare genannt. Damit haben die Dänen die völlige Gleichstellung homosexueller Paare abgeschlossen, die 1989 mit der weltweit erstmaligen Zulassung «registrierter Partnerschaften» begonnen hatte. Danach folgten schrittweise die Gleichstellung beim Erb- und Adoptionsrecht. Steuerlich sind homosexuelle Paare den heterosexuellen ohnehin gleichgestellt, weil es in Dänemark kein Ehegattensplitting gibt.
Als erstes Land in Afrika führte Südafrika im November 2006 die Ehe oder Partnerschaft für Homosexuelle mit Adoptionsrecht ein.
Eingeführt ist die Homo-Ehe zudem bereits in Island, Kanada, Norwegen, Portugal und seit Kurzem auch in Neuseeland. Die ersten Homo-Ehen können im August geschlossen werden. Der Pazifik-Staat ist das weltweit 13. Land, dass die Homo-Ehe einführt.
Als erstes lateinamerikanisches Land hat Argentinien im Juli 2010 die Homo-Ehe eingeführt.
Belgien, Island, Niederlande, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweden, Frankreich, Dänemark, Neuseeland, Kanada und Argentien haben die Homo-Ehe eingeführt.
Die bestehende eingetragene Lebenspartnerschaft gibt homosexuellen Paaren in einigen Bereichen ähnliche Rechte wie Heterosexuellen, doch bei der Steuer und der Adoption von Kindern ist die Gleichstellung noch nicht erreicht. Länder: Deutschland, Finnland,Großbritannien, Irland, Luxemburg, Österreich, Schweiz, Tschechien, Ungarn.
Albanien, Andorra, Armenien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Estland, Griechenland, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Malta, Mazedonien, Moldawien, Monaco, Montenegro, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Türkei, Ukraine, Vatikanstaat, Weißrussland, Zypern
Homosexuelle werden in großen Teilen der Welt diskriminiert. Oft gelten gleichgeschlechtliche Beziehungen als illegal, im Extremfall droht sogar die Todesstrafe. Besonders prekär ist die Lage in Afrika und einigen arabischen Ländern.