Auch das nicht zur Europäischen Union gehörende Norwegen trägt die Bestnote für ausgezeichnete Kreditwürdigkeit. Der Lebensstandard ist hoch, es herrscht fast Vollbeschäftigung: 2011 betrug die Arbeitslosenquote 3,4 Prozent – und dabei soll es auch 2012 bleiben. In dem skandinavischen Land spülen die Öleinnahmen, die über die Hälfte der Exporterlöse ausmachen, viel Geld in die öffentlichen Kassen. Darüber hinaus legten vor allem Konsum und Investitionen im letzten Jahr zu. Dennoch soll die Staatsverschuldung mittlerweile rund 56 Prozent des BIP an Schulden betragen. Das Wirtschaftswachstum betrug 2011 geschätzt 1,4 Prozent, im laufenden Jahr soll es auf 2,9 Prozent steigen.
Die Staatsverschuldung stieg in Island besonders rasant: von 43 Prozent des BIP in 2007 auf rund 124 Prozent im Jahr 2011. Gleichzeitig sank das Bruttoinlandsprodukt: 2009 um 8,5 Prozent, 2010 um 3,5 Prozent. Dafür ging es 2011 um geschätzte 2,5 Prozent aufwärts, im laufenden Jahr soll Island sogar auf 3,1 Prozent kommen. 2013 soll auch der Staatshaushalt wieder schwarze Zahlen schreiben. Island wurde von der Finanzkrise besonders hart getroffen. Die Arbeitslosigkeit lag 2011 durchschnittlich bei geschätzten 7,2 Prozent, 2012 soll sie Prognosen zufolge auf 6,0 Prozent zurückgehen.
Die Schweden präsentieren sich fiskalpolitisch gerne als europäischer Musterknabe: 2012 sollte die Schuldenquote ursprünglich auf 27 Prozent sinken. Doch die Wachstumsaussichten der schwedischen Wirtschaft für 2012 sind erst von 3,8 auf 1,3 zuletzt sogar auf 0,7 Prozent gesunken. Im vergangenen Jahr waren es noch knapp vier Prozent, nachdem das Wachstum im letzten Quartal schon stark sank. Die Krise in der Eurozone hat die Exportindustrie des Landes getroffen – und diese macht in etwa die Hälfte der Wirtschaftsleistung aus. In diesem Zuge soll die Arbeitslosigkeit wieder auf 7,7 Prozent ansteigen.
Die Briten haben sich in den letzten Jahren rasant verschuldet: Die staatliche Schuldenquote soll 2011 84,4 Prozent erreicht haben und liegt damit auf dem Niveau von Frankreich. 2007 hatte die Staatsverschuldung noch bei 44,4 Prozent des BIP gelegen. Mit 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr war das Wachstum im zweiten Quartal 2011 auf den britischen Inseln gering. Im laufenden Jahr soll es auf 1,3 Prozent steigen. Durch einige Maßnahmen konnte es gelingen, die Arbeitslosigkeit im Zaum zu halten: 2011 waren 8,0 Prozent der Briten arbeitslos. Bei den unter 25-Jährigen lag die Quote jedoch Anfang 2011 bei rund 20 Prozent – ein Grund für die Krawalle und Plünderungen im darauffolgenden Sommer.
Irland bekam 2010 als erstes Land Hilfen aus dem Euro-Rettungsfonds in Höhe von 67,5 Milliarden Euro zugesagt. Doch stagniert das BIP im Jahr 2011 weiterhin und auch die Staatsverschuldung ist exorbitant hoch. Dennoch lässt die Entwicklung der irischen Wirtschaft Experten hoffen. Dank des robusten Wachstums der Exporte und des anhaltenden Zustroms ausländischer Investitionen sowie einer besseren Wettbewerbsfähigkeit stabilisierte sich die Konjunktur. Auch für 2012 erwarten Experten eine Erholung der irischen Wirtschaft.
Frankreich ist hinter Deutschland die zweitgrößte europäische Volkswirtschaft. Für das Gesamtjahr 2011 wurde ein Wirtschaftswachstum von nur 1,7 Prozent vermeldet. Die Staatsschulden der Grande Nation liegen bei rund 82 Prozent des BIP. Seine Top-Bonität wurde Frankreich von der Ratingagentur Standard & Poor’s entzogen. Angesichts dessen sind auch in Frankreich umfassende Reformen notwendig.
Spanien hinkt der Euro-Zone in Sachen Wirtschaft stark hinterher. Das Wirtschaftswachstum lag 2011 bei 0,7 Prozent und war damit nur rund halb so stark wie das der gesamten Euro-Zone mit 1,5 Prozent. Im letzten Quartal 2011 verringerte sich das BIP um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Die schlechte Wirtschaftslage des Landes hat dramatische Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Ende 2011 hatte fast jeder vierte Spanier keine Arbeit. So hoch war die Rate seit 17 Jahren nicht.
Das EU-Sorgenkind kämpft mit einer der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrisen seit Jahrzehnten. Die dringend notwendigen Reformen bringen drastische Einschnitte mit sich. Weitere Privatisierungen und strikte Sparmaßnahmen stehen bevor. Das beeinflusst neben dem Sozialsystem auch die Wirtschaft des Landes: Die Rezession in Portugal ist Folge des rückläufigen Privatkonsums und der Kürzungen bei den Staatsausgaben. Das portugiesische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent geschrumpft. Auch in den vergangenen zehn Jahren ist die Wirtschaft im Durchschnitt nur um 0,7 Prozent im Jahr gewachsen, weit weniger als in den meisten europäischen Volkswirtschaften. Vor 2014/15 ist nicht mit nennenswerten BIP-Zuwachsraten zu rechnen.
Italien gehört zu den EU-Sorgenkindern: Die italienische Wirtschaft ist zum Jahresende 2011 in eine Rezession abgerutscht. Das BIP schrumpfte auch im vierten Quartal und damit das zweite Vierteljahr hintereinander. Belastet wird Italien ökonomisch gesehen zum einen durch die geringe Wettbewerbsfähigkeit der Exportwirtschaft – und zum anderen durch das rigorose Sparprogramm. Dieses wurde aufgrund der extrem hohen Staatsverschuldung, die 2010 bei 119 Prozent lag, aufgelegt.
Der starke Schweizer Franken macht der Wirtschaft der Alpenrepublik zu schaffen. Exporte und Investitionen leiden darunter. Dennoch fallen die Prognosen der Schweizer Großbank UBS positiv aus: Die Ökonomen gehen davon aus, dass sich die Schweizer Binnenwirtschaft 2012 besser entwickeln wird als die Wirtschaft im Euroraum. Sie erwarten weiterhin ein leichtes Wachstum BIP von 0,4 Prozent.
Die öffentliche Schuldenquote Belgiens ist beachtlich – leider nicht im positiven Sinne. Im vergangenen Jahr lag sie bei 97 Prozent des BIP. Dieses betrug pro Kopf 2010 rund 32.400 Euro und zählt zu den höchsten in der EU. Immerhin konnte die Arbeitslosenquote, die 2010 bei 8,3 Prozent lag, wieder leicht gesenkt werden. In diesem Jahr soll sie 7,8 Prozent erreichen. Die Schuldenquote Belgiens liegt schon länger deutlich über der 60-Prozent-Maastricht-Grenze; 2006 etwa betrug der Wert 85,6 – mehr als der große Nachbar Frankreich heute vorweist.
Die Arbeitslosenquote lag 2011 bei vergleichsweise niedrigen 4,2 Prozent, und sie soll weiter fallen. Mit einer Staatsverschuldung von 63,9 Prozent in 2011 liegen die Niederlande im europäischen Mittelfeld. Aus dieser Position heraus stellten sich die Holländer im August 2011 an die Seite Finnlands und forderten, dass überschuldete Staaten wie Griechenland Hilfe nur gegen Sicherheiten erhalten sollten. Im Nachhinein haben die Niederlande allerdings selbst sämtliche Defizitziele für 2011 verpasst. Die Neuverschuldung betrug 4,5 Prozent. Die Inflationsrate betrug im letzten Jahr etwa 1,9 Prozent und war damit eine der niedrigsten der EU.
Die Staatsverschuldung in dem kleinen „Tank- und Steuerparadies“ ist mit 19,0 Prozent des BIP im Jahr 2012 sehr gering – besser ist in der EU kaum ein anderes Land. 2007 lag das BIP des Staates bei 6,6 Prozent, brach bis 2009 aber auf minus 3,6 Prozent ein. 2012 soll es wieder bei 3,8 liegen. Mit einem Anteil von geschätzten 4,4 Prozent in 2011 und prognostizierten 4,2 Prozent in 2012 hat Luxemburg über Jahre hinweg eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten Europas. Das Haushaltssaldo wird einer Prognose zufolge 2012 etwa -1,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen.
Mit einer geschätzten Staatsverschuldung von 73,8 Prozent liegt Österreich 2011 EU-weit im oberen Mittelfeld. Neue Kredite hatte die Regierung vor allem für Stabilisierungsmaßnahmen und zur Stützung der Konjunktur aufgenommen, zudem floss nach einer Steuerreform weniger Geld in der Staatskasse. So kletterte die Nettoneuverschuldung von 1,3 Prozent des BIP im Jahr 2008 auf 4,7 Prozent in 2010 – und wird selbst 2012 nach einer Prognose der EU-Kommission noch über der Drei-Prozent-Grenze liegen. Von den EU-Mitgliedstaaten verzeichnete das Land im 2011 mit etwa 4,2 Prozent eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten. Die Alpenrepublik zählt zum erlesenen Club der Triple-A-Länder.
Die armenische Wirtschaft schrumpfte 2009 um rund 14 Prozent, nachdem sie zuvor jahrelang genauso zweistellig gewachsen war. In der Folge musste Armenien Russland, den IWF und andere mögliche Geldgeber um günstige Kredite ersuchen. 2011 lag das Wirtschaftswachstum wieder bei prognostizierten 4,6 Prozent, die öffentliche Verschuldung bei etwa 41,5 Prozent. Ein negativer Wirtschaftsfaktor ist die Flucht vieler Armenier ins Ausland und die dadurch schrumpfende Einwohnerzahl. Die Arbeitslosenzahl liegt offiziell bei nur sieben Prozent, eine Expertengruppe schätzt die reale Zahl allerdings um einiges höher. Gebremst wird die Entwicklung auch durch die geschlossenen Grenzen zur Türkei und Aserbaidschan.
Albanien ist besser als viele andere Staaten durch die Krise gekommen: Nach fast acht Prozent in 2008 legte die albanische Wirtschaft 2009 und 2010 immerhin noch um je rund 3,5 Prozent zu. Albanische Staatsanleihen wurden im August 2011 als „spekulativ“ eingestuft. Die Staatsschuldenquote verharrte auf einem recht hohen Niveau von knapp 60 Prozent. Die Inflation ist zwar stabil auf niedrigem Niveau, die Arbeitslosigkeit mit über 13 Prozent dafür recht hoch. Die Regierung hat sich die Bekämpfung von Gewaltkriminalität und Schwarzarbeit als Hauptziele gesteckt.
Die sensationellen Wachstumsraten des immer noch sehr armen Landes sind in den letzten Jahren deutlich geringer geworden. 2006 wurde ein Wachstum von über 34 Prozent gemeldet, 2011 sind es gerade noch 0,2 Prozent. 2012 soll das Wachstum wieder auf 7,2 Prozent steigen. Die Wirtschaftskrise hat das Land, in dem das Ölgeschäft die wichtigste Einnahmenquelle darstellt, deutlich weniger getroffen als viele andere Länder – und das, obwohl der Ölpreis 2009 massiv einbrach. Die Staatsverschuldung ist gering und liegt 2011 bei etwa 12,3 Prozent des BIP.
Erst im Dezember 2011 entging Weißrussland mit einem Kredit über 440 Millionen Euro der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft der Staatspleite. Das Geld ist die zweite Tranche eines Darlehens der von Russland kontrollierten Gemeinschaft. Das Land ist in seiner bislang schwersten Wirtschaftskrise stark auf Kredite angewiesen. Das BIP-Wachstum wurde für 2011 mit rund fünf Prozent angegeben, nach 7,6 im Jahr 2010 und 0,2 im Jahr 2009. Dass offizielle Zahlen aus Weißrussland mit Vorsicht zu genießen sind, zeigt die Zahl der Arbeitslosenquote, die traditionell eine Eins vor dem Komma hat. In diesem Fall gehen Experten von einer großen Zahl unterbeschäftigter Arbeiter aus, die zwar offiziell eine Arbeitsstelle aber kaum Arbeit und Einkommen haben. Eine Anlage in Belarus-Staatsanleihen wurde im August 2011 als „hochspekulativ“ eingestuft.
2009 vereinbarte der IWF mit dem Land einen Notfallplan. In der Folge mussten unter anderem Löhne von Staatsbediensteten und Sozialausgaben gekürzt werden. Die öffentliche Verschuldung erreichte 2010 39,9 Prozent des BIP – 2009 hatte die noch bei 35,4 Prozent gelegen. Die offizielle Arbeitslosenquote in Bosnien-Herzegowina liegt extrem hoch – bei rund 43 Prozent. Das Wirtschaftswachstum lag 2009 bei minus 3 Prozent, und hat sich bis 2011 wieder auf 2,2 Prozent steigern können. Ein stärkerer Aufschwung allerdings wird durch die politische Instabilität gebremst: Wegen der Selbstblockade der Regierungsbildung bis Dezember 2011 wäre fast der Staatshaushalt kollabiert.
Der bulgarische Staat ist im europäischen Vergleich äußerst niedrig verschuldet: Auf etwa 18 Prozent des BIP wird der Gesamtschuldenstand für 2011 prognostiziert, nach 16,3 Prozent im Jahr zuvor. Über die Hälfte des Bruttoinlandsproduktes wird im Dienstleistungssektor erwirtschaftet. Die Arbeitslosenquote ist nach Schätzungen voraussichtlich von 10,2 im Jahr 2010 auf 11,6 in 2011 geklettert – und das, obwohl die Wirtschaft 2011 langsam aber stetig wuchs, insgesamt um 2,5 Prozent. Von 2004 bis 2008 lag das BIP-Wachstum stets über sechs Prozent, bevor es in 2009 auf minus 5,5 Prozent massiv einbrach. Im Jahr 2012 soll es wieder auf 3,0 Prozent steigen. Das Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) erwartet allerdings eine Stagnation des Wachstums.
Eine Arbeitslosenquote von über 13 Prozent in 2011, große Einkommensunterschiede zwischen Osten und Nordwesten und ein wachsendes Außenhandelsdefizit machen in Kroatien Strukturreformen notwendig. Infolge der Wirtschaftskrise musste das Land hohe Schulden aufnehmen: Die Staatsschuldenquote stieg seit 2007 um rund zwölf Prozent der Wirtschaftsleistung und betrug 2011 etwa 45,2 Prozent. Nach einem Rückgang von sechs Prozent im Jahr 2009 ist die kroatische Wirtschaft auch 2010 noch leicht geschrumpft. 2011 betrug die Wachstumsrate etwa 1,2 Prozent. Die langfristigen Konjunkturaussichten des nächsten EU-Kandidaten beurteilen Experten aber positiv.
Wegen der extremen Exportabhängigkeit – 70 Prozent des BIP entstehen durch Ausfuhren – hat die Wirtschaftskrise Tschechien besonders hart getroffen. Die Republik hat eine vergleichsweise geringe Staatsverschuldung mit knapp 39 Prozent in 2011 - 2009 lag sie allerdings noch bei 34,4 Prozent. Die Wirtschaftsleistung wuchs 2011 um etwa 2,1 Prozent; die Arbeitslosigkeit lag Anfang 2012 bei etwa 6,7 Prozent, wie auch im Krisenjahr 2009. Hauptgrund für den Aufschwung sind die anziehenden Exporte, von denen rund 31 Prozent nach Deutschland gehen. Dem Ende Januar 2012 im Kampf gegen die Schuldenkrise beschlossenen Fiskalpakt will das Land allerdings nicht beitreten – und mittlerweile sind auch zwei Drittel der Tschechen gegen einen Beitritt zum Euroraum.
Die Wirtschaft in dem Baltenstaat brummt: Estland verzeichnete EU-weit den höchsten Rückgang der Arbeitslosenquote von 16,9 auf 13,3 Prozent zwischen von 2010 auf 2011. Im laufenden Jahr soll sie weiter auf voraussichtlich 13,0 Prozent fallen. Die BIP-Wachstumsrate betrug 2011 rund 7,5 Prozent (Prognose), wird 2012 voraussichtlich aber wieder unter vier Prozent fallen. Mit 6,0 Prozent des BIP liegt vor allem die für 2011 prognostizierte Schuldenquote sensationell niedrig. Dieses Niveau soll beibehalten werden. Im laufenden Jahr weist Estland sogar bisher ein größeres Wachstum als Deutschland auf. Seit September 2011 ist Estland auch am Euro-Rettungsschirm EFSF mit Garantiezusagen beteiligt.
In dem wichtigen Öl- und Gas-Transitland werden große Hoffnungen in neue Pipelines gesetzt. Georgien macht aber nicht nur Geschäfte mit dem Transport von Öl und Gas, es ist auch selbst zu fast 100 Prozent auf ausländische Energierohstoffe angewiesen. Diese Abhängigkeit konnte zuletzt durch eigene Wasserkraftwerke gemildert werden. Die Schuldenquote kletterte 2011 auf 36,8 Prozent des BIP; 2007 hatte sie noch bei 22,7 Prozent gelegen. Das Wachstum hatte 2009 – auch infolge des Krieges mit Russland – um fast vier Prozent nachgegeben, 2010 stieg das BIP dann um 6,4 Prozent, um 2011 wieder auf 5,5 Prozent zu sinken. Zukünftig will die Regierung die Wirtschaft weiter liberalisieren: Weniger Regulierung und Steuern, aber auch weniger Korruption lauten die wichtigsten Ziele.
Ungarn hat mit Abstand die höchste Staatsverschuldung in Osteuropa: 2011 lag es bei etwa 75,9 Prozent des BIP. Das ist immerhin noch niedriger als etwa 2009, als die Gesamtschulden auf 81,3 Prozent der Wirtschaftsleistung geklettert waren. In Ungarn sank die Arbeitslosigkeit 2011 – allerdings nur minimal: von 11,1 im Vorjahr ging sie auf 11,0 Prozent zurück. Die ungarische Wirtschaft ist 2011 um etwa 2,7 Prozent gewachsen. Die Neuverschuldung, 2008 bei fast zehn Prozent, lag 2011 zwar unter der von der EU vorgegebenen Marke von drei Prozent der Wirtschaftsleistung – allerdings nur wegen der Berechnung auf Basis außergewöhnlicher Faktoren. Ansonsten ergibt sich laut EU-Kommission ein Defizit von 6,0 Prozent. Daher drohen nun konkrete Strafmaßnahmen. Sollte die Regierung von Viktor Orban nicht gegen das Defizit vorgehen, könnten Hilfszahlungen in Höhe einer halben Milliarde Euro einbehalten werden.
Der einstige Wachstumsstar Europas ist Ende 2008 wohl nur dank Rettungskrediten in Höhe von 7,5 Milliarden Euro an einer Staatspleite vorbeigeschrammt. Im Jahr 2009 schrumpfte die Wirtschaft um satte 17,7 Prozent, 2010 stagnierte sie de facto. 2011 wuchs das BIP wieder um etwa 4,4 Prozent. Auf 3,5 Prozent soll Lettland es 2012 bringen. Zwar hatte das kleine Land mit geschätzten 16,1 Prozent eine der höchsten EU-Arbeitslosenquoten im Jahr 2011, allerdings ging die Arbeitslosigkeit im Vergleich zu 2010 um 3,7 Prozent zurück, und soll 2012 weiter auf 14,2 Prozent schrumpfen.
Die Staatsverschuldung ist vergleichsweise niedrig und soll 2011 rund 38,0 Prozent des BIP betragen. Dabei soll es auch 2012 bleiben. Allerdings ist die Tendenz steigend: 2008 meldeten die Statistiker nur 15,5 Prozent. Die Quote der Arbeitslosen war mit geschätzt 15,0 Prozent 2011 nach 17,8 Prozent in 2010 wieder gesunken. 2012 soll es bis auf 13,0 Prozent abwärts gehen. Das Wachstum legte mit 5,9 Prozent 2011 deutlich zu – allerdings im Vergleich zu einem miserablen Vorjahr. 2009 war die litauische Wirtschaft um 14,8 Prozent geschrumpft.
Der Balkanstaat ist eines der wenigen Länder, in denen die öffentliche Schuldenquote von 2009 bis 2011 nicht nennenswert angestiegen ist. Mitte 2011 betrug sie rund 26 Prozent. Eine vergleichsweise solide Haushaltspolitik bescheinigte der IWF dem Land Ende 2010 und stellte knapp 500 Millionen Euro als Sicherheitsreserve zur Verfügung. Wenn etwas die mazedonische Wirtschaft ins Stottern bringen könne, so die IWF-Experten, dann eine Krise in einem großen EU-Land. Für diesen Fall soll die halbe Milliarde als Puffer abgerufen werden können. Die offizielle Arbeitslosenquote liegt mit über 30 Prozent extrem hoch, ist allerdings vor dem Hintergrund der weitverbreiteten Schwarzarbeit zu sehen: die wird auf 20 Prozent des BIP geschätzt. Nach fünf Prozent Wachstum 2008 schrumpfte die mazedonische Wirtschaft 2009 um 0.9 Prozent. 2011 legte sie wieder um etwa 3,5 Prozent zu, mit leichter Aufwärtstendenz für 2012.
Die moldawische Wirtschaft ist stark vom Ausland abhängig. Entsprechend schrumpfte sie im Krisenjahr 2009 um sechs Prozent. 2010 stieg das BIP dann dank weltweiter Erholung um knapp sieben Prozent an. Für die nächsten Jahre wird durchschnittlich mit vier bis fünf Prozent Wachstum gerechnet. Das Land, immer noch eines der ärmsten Europas, hatte 2010 eine recht niedrige Schuldenquote. Sie lag bei 30 Prozent und soll auf diesem Niveau bis 2014 verharren. Großes Ziel ist der EU-Beitritt. Dem steht aber einiges im Wege: vor allem Korruption und Probleme im östlichen Landesteil Transnistrien, wo Separatisten für die Unabhängigkeit kämpfen.
Nachdem das Wachstum 2008 fast sieben Prozent betrug und 2009 um 5,7 Prozent einbrach, lag es 2011 bei etwa 2,5 Prozent. Rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung entstehen im Dienstleistungsbereich, etwa im Tourismus: Montenegro zählt zu den wachstumsstärksten Reiseländern weltweit. Das Staatsdefizit lag 2010 bei 43,5 Prozent und ist 2011 weiter auf geschätzte 49,4 Prozent des BIP angestiegen. Von der Krise der Vorjahre konnte sich im letzten Jahr vor allem der Außenhandel erholen. Besonders die Ausfuhren legten mit über 37 Prozent auf 454 Millionen Euro stark zu und erreichten beinahe Vorkrisenniveau.
Nach massiven Kursverlusten in Polen seit Juli 2011 hat der dortige Finanzminister Jacek Rostowski Schritte angekündigt, um finanzielle Glaubwürdigkeit und einen guten Zustand der polnischen Wirtschaft zu gewährleisten. Das Land gehört vorerst nicht zur Euro-Zone und liegt mit einer für 2011 erwarteten Gesamtstaatsverschuldung von 55,4 Prozent im europäischen Mittelfeld. 2011 ist die Wirtschaft um 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Ähnlich soll es auch im laufenden Jahr bleiben. Die Arbeitslosigkeit sank auf etwa 11,4 Prozent.
Neben Bulgarien ist Rumänien das jüngste EU-Land und hat großen Nachholbedarf bei der wirtschaftlichen Entwicklung. Dennoch konnte das BIP im 2011 nur um etwa 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Ab 2009 erhielt das Land Stützungskredite in Höhe von insgesamt 20 Milliarden Euro; trotzdem schrumpfte das BIP im Wirtschaftskrisenjahr um 7,1 Prozent. 2010 verhängte das Land einige der härtesten Sparmaßnahmen in Europa, etwa Lohnkürzungen im öffentlichen Dienst um ein Viertel. Im März 2011 wurde ein weiterer Rettungskredit in Höhe von fünf Milliarden Euro bewilligt. Weitere 481 Millionen Euro sagte der IWF im Juni 2011 zu Die Wirtschaft wuchs in den letzten zwölf Monaten nur minimal um 1,5 Prozent, nachdem Rumänien von 2006 bis 2008 mit Raten von sechs bis acht Prozent Zuwachs bei Investoren sehr beliebt war. 2012 soll die Wirtschaft um 3,7 Prozent zulegen. Die Arbeitslosigkeit lag 2011 bei etwa 6,4 Prozent nach 7,3 Prozent im Jahr 2010. Auch die gesamte Staatsverschuldung lag 2011 mit 34,4 Prozent des BIP noch deutlich unter der der meisten europäischen Staaten. Noch 2008 betrug sie 13, 4 Prozent.
Was die öffentliche Verschuldung angeht, schauen die Europäer neidisch auf den riesigen Nachbarn im Osten: Das öffentliche Defizit Russlands lag in den letzten fünf Jahren stets unter 10 Prozent des BIP – bis auf 2011, als sie sich auf 10,4 Prozent belief, ein Anstieg von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Wirtschaft ist 2011 um etwa 4,2 Prozent gewachsen. Das Wachstum soll Prognosen zufolge 2012 auf etwa 3,7 Prozent zurückgehen. Die Arbeitslosenzahl ist von rund 8,2 Prozent im Jahr 2009 bis zum 1. Halbjahr 2011 auf 7,1 Prozent zurückgegangen. Russland gilt als wichtigster Öl- und Gasproduzent der Welt – dadurch ist die Wirtschaft allerdings auch extrem abhängig von seinen Rohstoffexporten, die mehr als die Hälfte der Staatseinnahmen ausmachen.
Erst im Januar 2012 senkte die Ratingagentur S&P wieder den Daumen und stufte unter anderem die Bonitätsnote von Malta herab. Seit 2007 steigt die Staatsschuldenquote des Landes konstant an: von damals 62,1 Prozent ist es bis 2011 auf 72 Prozent. Die EU hat dem Inselstaat zwar fiskalpolitische Fortschritte bescheinigt. Dennoch wird für 2012 wieder eine Neuverschuldung von über zwei Prozent erwartet. Das Land ist stark von Importen abhängig. 2012 liegt die Arbeitslosenquote einer Prognose zufolge bei 6,5 Prozent und damit im unteren Viertel der EU-Staaten. 2008 trat Malta dem Euro bei. Das Wirtschaftswachstum soll 2012 nach 2,6 Prozent im Vorjahr bei etwa 2,3 Prozent liegen.
Im Mai 2009 griff der IWF den Serben mit einem Hilfskredit von drei Milliarden Euro unter die Arme, nachdem der Balkanstaat schwer von der Wirtschaftskrise getroffen wurde. Die Schuldenquote stieg von 2009 auf 2010 um gut vier Prozent auf 36,0 Prozent des BIP. Dieses wuchs 2011 um geschätzte 2,5 Prozent und soll 2012 auf 3,0 Prozent steigen. Die für 2011 geschätzte Arbeitslosigkeit liegt mit etwa 19,6 Prozent überdurchschnittlich hoch. Im März wurde auf dem EU-Gipfel entschieden, dass das Balkanland offizieller EU-Beitrittskandidat wird. Damit kann die Regierung mit den Verhandlungen über einen Beitritt beginnen.
Die Slowakei hat in der Krise etwas riskiert und Konjunkturprogramme aufgelegt. Die Staatsverschuldung stieg dadurch zwar an - sie liegt inzwischen bei 44,3 Prozent des BIP, nachdem es 2008 nur 30,1 Prozent waren - aber die Investitionen wirkten: Die Krise konnte das Land besser wegstecken als viele andere, die Wirtschaft wuchs 2010 um vier Prozent und die Arbeitslosigkeit ist von Juni 2010 bis Juni 2011 von 14,4 auf 13,4 Prozent gesunken. Die Konjunkturaussichten für das Land wurden, etwa vom deutschen Ifo-Institut, im Sommer 2011 besonders positiv beurteilt.
Der kleine Euro-Staat war von der wirtschaftlichen Entwicklung her der erfolgreichste unter den neuen EU-Mitgliedern. Die Wirtschaftskrise traf die Slowenen aber hart: Das BIP schrumpfte 2009 um über acht Prozent. Aktuell geht aber wieder aufwärts: Vor allem Projekte im Energie- und Bahnsektor bieten Chancen. Die gesamte Staatsverschuldung soll 2011 dennoch auf 44,8 Prozent der Wirtschaftsleistung gestiegen sein. Während die Arbeitslosenquote im letzten Jahr geschätzt 7,1 Prozent betrug, legte das Bruttoinlandsprodukt 2011 um etwa 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Im laufenden Jahr soll es 2,0 Prozent erreichen.
In Sachen Schuldenquote ist die Türkei durchaus EU-reif. Diese ist in den letzten fünf Jahren leicht gesunken und betrug 2011 noch geschätzte 39,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – Tendenz sinkend. Die Wirtschaft legte 2010 9,0 Prozent zu – war allerdings auch im Krisenjahr 2009 um fast fünf Prozent geschrumpft. Für 2011 wird mit rund sechs Prozent Wachstum gerechnet, 2012 soll es auf 4,0 Prozent zurückgehen. Auch bei der Arbeitslosigkeit will die Türkei vorankommen: 2011 waren über zehn Prozent der Erwerbstätigen ohne Job, 2012 soll die Zahl nahezu stagnieren.
Als eines der ersten Länder wurde die Ukraine von der Weltwirtschaftskrise getroffen: Bereits im Herbst 2008 musste der IWF dem Land mit einem 16,4 Milliarden Dollar schweren Kreditpaket helfen. Die Auszahlung des Geldes verzögerte sich aber zweimal, weil zugesagte Reformen nicht erreicht wurden. Zwei Jahre später gewährte der IWF der Ukraine einen neuen Kredit über 15 Milliarden Dollar. Bis 2015 sollen damit die gesamten Staatsschulden auf unter 35 Prozent gesenkt werden. Die ukrainische Wirtschaft schrumpfte 2009 um 15 Prozent. 2011 wurde wieder ein Wachstum von 4,5 Prozent prognostiziert und eine auf über 40 Prozent gestiegene staatliche Schuldenquote gemeldet. Ukrainische Staatsanleihen wurden im August 2011 als „hochspekulativ“ eingestuft.
Um das Land aus dem Würgegriff der Staatsschulden zu befreien, wurde in einem ersten Rettungspaket im Mai 2010 110 Milliarden Euro für drei Jahre bewilligt. Das zweite Paket ist noch etwas größer und umfasst 120 Milliarden Euro. Trotzdem erwartet der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble, dass Griechenland damit noch nicht über den Berg ist und weitere Hilfen nötig sein werden. Das Land hat mit einem massiven Wachstumsrückgang zu kämpfen. 2011 lag er bei etwa 7,5 Prozent. Für 2012 prognostizierte die EU ein Minus von 5,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote des Landes wuchs zuletzt massiv an. 2012 soll sie einer Prognose zufolge bei 15,3 Prozent liegen. Die Staatsfinanzen sollen bis 2015 durch Privatisierungserlöse von 50 Milliarden Euro entlastet werden, im selben Zeitraum sollen im Staatshaushalt 28 Milliarden eingespart werden.
Mit 211 Milliarden Euro ist Deutschland am Euro-Rettungsschirm beteiligt – und somit mit einem Anteil von 27,1 Prozent der größte Garantiegeber in der Euro-Zone. Das deutsche BIP wuchs 2011 um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dank des nur leicht verlangsamten Wachstums bei den Ausfuhren sollte es 2012 gelingen, hinter Exportweltmeister China Platz zwei der führenden Exportnationen zu behaupten. Die Arbeitslosigkeit betrug 2011 einer Prognose zufolge rund 5,9 Prozent, die Staatsverschuldung 82,4 Prozent des BIP.
Das dünn besiedelte skandinavische Land ist wirtschaftlich stabil: Im letzten Jahr wuchs die Wirtschaft um geschätzte 3,8 Prozent, etwa 2,6 Prozent sollen es 2012 werden. Die Arbeitslosigkeit ist von 2010 auf 2011 von 8,4 auf 7,9 Prozent gesunken. Die Staatsverschuldung beträgt 50,6 Prozent – weniger Verbindlichkeiten haben in der Euro-Zone nur Slowenien, die Slowakei und Luxemburg. Finnland ist auch eines der wenigen Länder, die es schaffen, bei der Neuverschuldung unter der 3-Prozent-Grenze zu bleiben. Im August 2011 geriet Finnland in die Kritik, weil es von Griechenland im Gegenzug für sein „Ja“ zu neuen Krediten einen dreistelligen Millionenbetrag als Sicherheit auf ein finnisches Staatskonto gefordert hatte.
In dem Land mit dem zweithöchsten Pro-Kopf-Einkommen der Welt war Staatsverschuldung nie ein Thema: 2008 etwa wurde ein Überschuss von 2,6 Prozent gemeldet. Sein Image als Steueroase will das Fürstentum indes loswerden, man fürchtet wegen des internationalen Drucks um seinen Wohlstand. Unzählige Kunden ergriffen bereits die Flucht. Durch die Reformierung des Finanzsektors muss die Regierung allerdings auch mit dauerhaft geringeren Steuereinnahmen rechnen und legte deswegen auch schon ein Sparprogramm auf. Liechtenstein zählt über 34.000 Erwerbstätige. Die Arbeitslosenquote betrug 2010 nur 2,2 Prozent. Der Großteil der Beschäftigten ist im Dienstleistungssektor tätig. Hauptgrund für diese Bilanz ist wohl die Niedrigsteuerpolitik. Dank sehr niedriger Unternehmenssteuern kann das Fürstentum zahlreiche Firmensitze vorweisen – und der Staat über deren Gebühren etwa einen guten Teil seines Haushalts finanzieren.
Einen Milliardenschaden haben die Explosion eines Munitionslagers und der Ausfall eines Kraftwerks im Juli 2011 in Zypern verursacht. Dabei hat der Inselstaat, dessen Wirtschafts- und Bankensektor stark mit Griechenland verflochten ist, eigentlich schon genug Probleme: Zypern ist praktisch von den Finanzmärkten abgeschnitten, da der Bankensektor viele griechische Staatsanleihen in den Büchern stehen hat. Die Regierungskoalition zerbrach Anfang August 2011 mitten in der Haushaltskrise, die Schuldenquote soll 2011 etwa 71,6 Prozent des BIP erreicht haben. 2012 sind auf der Insel etwa 6,0 Prozent der Erwerbstätigen arbeitslos – ein Jahr zuvor waren es noch 6,2 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt soll 2012 immerhin wieder auf 2,1 Prozent steigen. Vor allem wegen Problemen im Bankensektor wurde Zypern von zwei der drei großen Ratingagenturen auf Ramschniveau herabgestuft, da sie fürchten, im Falle eines Falles müsste die Regierung einspringen und die Banken stützen. Experten bezweifeln außerdem, dass die Regierung die nötigen Finanz- und Strukturreformen zur Sicherstellung der nötigen Stabilität umsetzen kann.
Die dänische Zentralbank will dem angeschlagenen Bankensektor des Landes den Zugriff auf Liquidität erleichtern. Ab 1. Oktober ist dazu eine Reihe von nicht näher genannten Schritten geplant. Das BIP-Wachstum in dem skandinavischen Staat ist mit 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal eher mäßig, die erwartete Schuldenquote für 2011 liegt mit 48,3 Prozent deutlich unter dem europäischen Durchschnitt. Der dänische Bankensektor ist mit seinen 100 Geldhäusern, darunter viele kleine lokale und regionale Institute, sehr zersplittert.
Dank sehr niedriger Steuern werden in Andorra große Umsätze im Finanzsektor und im Handel gemacht. Dank einer schönen Landschaft floriert auch der Tourismus. Das BIP wird zu 80 Prozent im Dienstleistungs- und Fremdenverkehrssektor erwirtschaftet. 2010 lag es bei 2.037 Millionen Euro. Die Zahl der Beschäftigten ist 2011 um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 37.000 gesunken. 84 Prozent von ihnen sind im Dienstleistungssektor tätig. Die restlichen 16 Prozent arbeiten in Industrie und Landwirtschaft. Im Jahr 2011 exportierte Andorra Waren im Wert von 55,4 Millionen Euro und importierte Waren im Wert von 1,15 Milliarden Euro. Wichtigster Import- und Exportpartner ist die EU mit einem Anteil von je etwa 90 Prozent. Wichtigste Handelspartner sind die direkten Nachbarn Spanien und Frankreich. Andorra ist kein EU-Mitglied, steht aber in einem besonderen Verhältnis zu ihr, die Beziehungen sind durch ein Handelsabkommen geregelt. Der Euro ist das offizielle Zahlungsmittel.