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Silber - Ausbruch per Ende Q1 2013?

Ausbruch per Ende Q1 2013?
Unterstützt wird diese Hoffnung durch die zeitliche Dimension: Unterstellt man ein gleichlang ausgeprägtes Verharrungsverhalten wie an der 1.000er-Hürde – nämlich gut anderthalb Jahre – so steigen die Chancen auf neue Rekordstände beim Goldpreis per Ende des 1. Quartals 2013. Als nächstes soll an dieser Stelle der Silberpreis unter die Lupe genommen werden. Im Gegensatz zur Entwicklung beim „großen Bruder“ fiel hier die Korrektur seit dem Hoch vom April 2011 bei fast 50 USD wesentlich heftiger aus. Grundsätzlich sollten Anleger bei der Analyse von Charts von Zeit zu Zeit durchaus mal sehr hohe Zeitebenen heranziehen. Dadurch, dass ein Basiswert auf Jahres-, Halbjahres- oder zumindest Quartalsbasis auf den Prüfstand gestellt wird, abstrahiert man oftmals von den teilweise hektischen Schwankungen im Tagesgeschäft, und der Blick für das „Große Ganze“ wird frei. In Bezug auf das „Gold des kleinen Mannes“ fördert der Halbjahreschart gleich mehrere interessante Details zu Tage: So weisen drei der letzten vier Kerzen markante Dochte auf, und zudem verblieb die Schwankungsbreite der letzten beiden Halbjahre innerhalb des Pendants vom 2. Halbjahr 2011 (siehe Chart).

Silber (Yearly)
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26 USD-Marke – eine beinharte Unterstützung
Das Phänomen der „inside candles“ scheint derzeit wirklich allgegenwärtig zu sein! Um analog zum Gold auch beim Silberpreis zunächst mit der Risikobetrachtung zu beginnen, liefert der Halbjahreschart erneut eine wichtige Hilfestellung. Schließlich lagen die Tiefs der letzten vier Halbjahreskerzen allesamt zwischen 26,46 USD und 26,04 USD. Unterstrichen wird die Bedeutung dieser Bastion durch das 50%-Fibonacci-Retracement der gesamten Aufwärtsbewegung seit Dezember 2001 (26,78 USD) sowie die 200-Wochen-Linie (akt. bei 25,74 USD). Um eine Auflösung der oben beschriebenen „inside“-Muster zu verhindern, gilt es also fortan, diese Bastion nicht mehr zu unterschreiten, was die genannte Haltezone als Katastrophenstopp für das Jahr 2013 prädestiniert! Abseits dieser Risikobetrachtung gestaltet sich die Kursentwicklung seit September 2011 aber durchaus konstruktiv. Wenngleich sich der Silberpreis derzeit – analog zum „großen Bruder“ – in einer seitlichen Schiebezone zwischen den o. g. Schlüsselunterstützungen bei rund 26 USD auf der Unter- und den letzten Hochpunkten bei gut 35 USD auf der Oberseite befindet, so spricht die zuvor aufgelöste „bullishe“ Flagge letztlich doch eher für einen Ausbruch nach oben (siehe Chart).

Silber (Weekly)
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Hohes Ausmaß an spekulativen Longpositionen
Gelingt es dem Edelmetall tatsächlich die angeführte Tradingrange gen Norden aufzulösen, eröffnet sich ein kalkulatorisches Anschlusspotential von rund 9 USD. Das auf diese Art und Weise ableitbare rechnerische Kursziel von rund 44 USD harmoniert hervorragend mit dem Hoch von Ende August 2011 bei 44,14 USD. Mit Blick auf das hohe Ausmaß an spekulativen Silber-Longpositionen (siehe Chart) dürfte der Jahresauftakt aber alles andere als ein Selbstläufer werden. Vielmehr sind die Spekulanten – wie die jüngsten CoT-Daten zeigen – so stark „long“ engagiert wie zuletzt im Herbst 2010. Vor diesem Hintergrund dürfte dem Silberpreis zu Jahresbeginn zunächst die Schiebezone des letzten Jahres erhalten bleiben, während die Chancen für eine neue Rally im Gleichklang mit der Entwicklung beim Gold zum Ende des 1. Quartals 2013 steigen. Dazu passt, dass der Chart des Gold-Silber-Ratios im Anschluss an den Abwärtstrendbruch seit November 2008 bisher lediglich einen Pullback an die alte Trendlinie gezeigt hat und somit den zuvor gesehenen Ausbruch bestätigt. Per Saldo dürfte damit Gold im Vergleich der beiden Edelmetalle zum Jahresauftakt zunächst die Nase vorn haben.

CFTC-Daten (Weekly)
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Riesige Untertassenformation?
Blickt man bezüglich des Silberpreises in die ganz „große Glaskugel“, so drängt sich langfristig auf Sicht der nächsten drei bis fünf Jahre die Frage auf, ob die beiden Kursspitzen von 1980 und 2011 bei rund 50 USD zusammen mit der dazwischen liegenden Kursaktivität nicht eine riesige Untertassenformation bilden (siehe Chart). Eine Grundannahme der Technischen Analyse geht davon aus, dass sich die Geschichte zwar nicht eins zu eins wiederholt, sie sich aber am Ende aller Tage zumindest reimt. In diesem Zusammenhang sei an die „kleinere“ Untertasse von 1983 bis ins Jahr 2007 erinnert, die seinerzeit die Silberrally bis rund 50 USD zusätzlich befeuerte. Allerdings haben solche „rounding bottom“-Formationen eine unschöne Angewohnheit: Sie neigen regelmäßig dazu vor dem Abschluss des Tassenmusters nochmals einen Henkel auszuprägen. Der Rückschlag des Jahres 2008 sorgte beim kleineren Pendant exakt für die Ausprägung dieses Phänomens. Sollte sich die Geschichte tatsächlich reimen, dann entstünde beim Silber oberhalb der beiden Hochs bei rund 50 USD nochmals ein prozyklisches Kaufsignal, denn aus der Höhe der dann geschlossenen Untertassen ließen sich langfristig knapp dreistellige Notierungen rechtfertigen.

Silber (Quarterly)
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S-K-S oder „bullishes“ Dreieck
Abseits von Gold und Silber wollen wir an dieser Stelle auf der Rohstoffseite noch einen Blick auf den Kupferpreis werfen. Das Basismetall, dem regelmäßig ein konjunktureller Vorlaufcharakter beigemessen wird, befindet sich in einer charttechnisch extrem spannenden Ausgangslage. Im Rahmen des Basisaufwärtstrendkanals seit November 2001 hat Kupfer schon bald die Frage zwischen einer potentiellen Schulter-Kopf-Schulter-Formation – definiert durch die Hochpunkte von 2010, 2011 und 2012 – und dem „bullishen“ Ausbruch aus einem symmetrischen Dreieck zu beantworten (siehe Chart). Für letzteres Szenario spricht unseres Erachtens, dass zuletzt eine seit März 2004 bestehende interne Aufwärtstrendlinie (akt. bei 337,58 USD) immer wieder verteidigt wurde. Einer potentiellen Toppbildung läuft noch ein weiteres Argument zuwider: Während untere Trendwenden an den Rohstoffmärkten einiges an Zeit benötigen und durch „saubere Formationen“ angezeigt werden, vollziehen sich obere Umkehrmuster in der Regel weniger idealtypisch. Statt einer lehrbuchmäßigen Umkehrformation gestaltet sich eine Toppbildung regelmäßig als klassische „Abrisskante“. Das wohl bekannteste Beispiel hierfür stellt der Ölpreisverfall des Jahres 2008 dar.

Kupferpreis (Monthly)
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Auf dem Silbertablett
Die zeitliche Dauer der aktuellen Seitwärtsphase, die die Marktteilnehmer mindestens seit dem Frühjahr 2010 begleitet, spricht demzufolge eher für eine Konsolidierung als für eine obere Umkehr. In diesem Zusammenhang würde ein erfolgreicher Spurt des Kupferpreises über die Widerstandszone aus der 38-Monats-Linie (akt. bei 368,60 USD) und dem Baissetrend seit August 2011 (akt. bei 370,51 USD) die potentielle S-K-S-Formation negieren und das Pendel zugunsten der beschriebenen Dreieckskonsolidierung ausschlagen lassen (siehe Chart). Im Erfolgsfall sollten die Hochpunkte von 2006 und 2008 bei 407,00/426,95 USD nur Durchgangsstationen auf dem Weg zum historischen Hoch bei 464,95 USD darstellen. Rein rechnerisch lässt das Kursziel – abgeleitet aus einem Dreiecksausbruch – sogar auf ein neues Allzeithoch hoffen. Um die auf dem Silbertablett servierte Chance nicht zu verspielen, gilt es fortan, die angeführte interne Trendlinie bzw. das bisherige Jahrestief 2012 bei 323,80 USD nicht mehr zu unterschreiten. Zum Abschluss noch zwei Schlussbemerkungen bzw. Implikationen:

Kupferpreis (Monthly)
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Schlussplädoyer
1. Sollte unser favorisiertes Szenario eines Dreiecksausbruchs nach oben zutreffen und der Kupferpreis tatsächlich konjunkturellen Vorlaufcharakter besitzen, wäre das eine gute Ausgangsbasis für die Aktienmärkte im neuen Jahr! 2. Müssen Goldbären das Argument der zeitlichen Dauer der Konsolidierung des Edelmetalls gegen sich gelten lassen. Damit schließt sich der Kreis, dass beim Gold derzeit zwar Risiken bestehen, aber letztlich die laufende Konsolidierung nur ein Kräftesammeln darstellt. Fazit: Der Jahresauftakt dürfte an den Edelmetallmärkten kein Selbstläufer werden. Solange beim Goldpreis aber die Schlüsselhaltemarken bei 1.534/22 USD – gleichbedeutend mit der entscheidenden Absicherungszone 2013 – nicht verletzt werden, gehen wir davon aus, dass die derzeit allgegenwärtigen „inside“-Muster letzten Endes nach oben aufgelöst werden. Als wesentlicher Katalysator dient beim Goldpreis dabei ein Sprung über rund 1.800 USD (siehe Chart), während das Äquivalent für Silber bei rund 35 USD anzusiedeln ist. Einen Mutmacher stellt das Chartbild des Kupferpreises dar: Unter zeitlichen Aspekten für den Goldpreis, aufgrund seines konjunkturellen Vorlaufcharakters sowie des erwarteten Dreiecksausbruch zusätzlich auch für die internationalen Aktienmärkte (Stand aller Analysen: 19.12.2012).

Gold (Quarterly)
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