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Union Pacific - Langfristiges Umsatzwachstum durch Margenerhöhung?
Viele kennen den Schienenverkehr persönlich durch das Reisen mit der Bahn, also in Form des Personentransports. Daneben werden mit Zügen auch zahlreiche Güter wie Rohstoffe, halbfertige und fertige Erzeugnisse transportiert. Die Union Pacific Railroad ist mit mehr als 44.000 Mitarbeitern und einem Streckennetz von rund 51.000 Kilometern die größte Eisenbahngesellschaft der USA. Das Unternehmen, welches zu hundert Prozent der Union Pacific Corporation gehört, hat seinen Sitz in Omaha im Bundesstaat Nebraska und wurde bereits 1862 gegründet. Den Personenverkehr hat die Union Pacific Railroad bis auf kleine regionale Ausnahmen vollständig abgetreten und ist heutzutage fokussiert auf den interkontinentalen Gütertransport. Ihr Schienennetz erstreckt sich beinahe über den gesamten mittleren Westen der USA und befährt insgesamt 23 der 51 Staaten. Im Jahr 2011 setzte sich der Frachtumsatz aus dem Transport der verschiedenen Güterkategorien zu etwa gleichen Teilen zusammen. Dazu gehören Agrargüter, Industrieprodukte, Energieträger, Chemikalien sowie der kombinierte Ladungsverkehr. Der Transport von Automobilen stellte mit rund 8% den geringsten Anteil am Gesamtumsatz dar. Energieträger (Kohle und Ölkoks) machten mit 22% den größten Anteil aus. Insgesamt erwirtschaftete Union Pacific nach eigenen Angaben in 2011 einen Umsatz von etwa 19,56 Mrd. USD und einen Betriebsgewinn von 5,72 Mrd. USD. Ende vergangener Woche veröffentlichte Union Pacific Railroad die Ergebnisse des dritten Quartals des laufenden Jahres. Dabei konnten sie den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 5% auf 5,3 Mrd. USD steigern. Den größten Zuwachs generierte der Bereich Chemikalien mit 17% und Automobile mit 15% Umsatzwachstum. Die Frachtumsätze in Agrargütern und Kohle gingen um 4% bzw. 5% zurück. Das gute Wachstum der anderen Segmente machte dies aber mehr als wett. Der Betriebsgewinn konnte im dritten Quartal sogar überproportional zum Umsatz um rund 13% auf 1,8 Mrd. USD. zulegen. Die Gründe des gestiegenen Frachtumsatzes wurden dabei jedoch nicht durch eine Erhöhung der Frachtvolumina generiert. Diese blieben insgesamt betrachtet gleich, auch wenn die Anteile der verschiedenen Bereiche am Gesamtvolumen sich im Vergleich zum Vorjahr verändert haben. Entsprechend der Umsatzzahlen erhöhte sich das Frachtvolumen in den Bereichen Chemikalien und Automobile am meisten. Mit einer Einbuße von rund 12% musste jedoch der Kohletransport den höchsten Volumenrückgang verzeichnen. Der gesteigerte Umsatz resultiert aus erreichten Preissteigerungen von insgesamt rund 5% gegenüber dem Vorjahresquartal. Darüber hinaus konnte Union Pacific im dritten Quartal dieses Jahres die sogenannte Operating Ratio (zu deutsch: Leistungsgrad) laut eigenen Angaben auf den besten Quartalswert aller Zeiten verbessern. Dieser Quotient errechnet sich aus dem Verhältnis der Betriebskosten zum Umsatz und soll Aufschluss über die Fähigkeit geben, bei sinkenden Umsätzen weiterhin Gewinne zu erwirtschaften. Ein niedrigerer Wert stehe daher für einen besseren Leistungsgrad. Gegenüber dem Vorjahresquartal konnte Union Pacific zuletzt eine solche Verbesserung um 2,5 Prozentpunkte auf 66,66% realisieren. Zum Jahresende sei ein Wert unter 70% als Ziel angesetzt. Laut eigenen Angaben der Unternehmensführung sehe man den Jahresausblick für Umsätze im Transport von Autos und Automobilteilen sowie Chemikalien weiterhin positiv, in den übrigen Bereichen größtenteils gemischt. Insgesamt sehe man jedoch im Vergleich zum Vorjahr eher stagnierende Transportvolumina, größtenteils zurückzuführen auf eher verhaltene Ausblicke bezüglich des weltweiten Wirtschaftswachstums. Analysten von JP Morgan würden die Situation hinsichtlich der Volumina ähnlich sehen, sprechen der Preissetzung von Union Pacific allerdings Potenzial zur weiteren Margenexpansion zu und sehen sie daher als bleibenden Umsatztreiber. Die Volumina im Kohletransport könnten im nächsten Jahr wieder etwas zulegen, sofern Erdgas, welches in der Vergangenheit Kohle als Energieträger zunehmend ablöste, nicht wesentlich im Preis nachlässt. Morgen soll das Treffen der Analysten von Union Pacific stattfinden, welche, laut Aussage der Analysten von JP Morgan, voraussichtlich einen Plan für ein langfristiges Wachstum des Unternehmens vorlegen könnten. Dies könnte auch kurzfristigen Aufwärtsschub für die Aktie von Union Pacific mit sich bringen, so JP Morgan. Anleger sollten beachten, dass die Umsatzzahlen von Union Pacific Railroad von vielen Einflussfaktoren abhängig sind. Des Weiteren könnte ein weiteres Abkühlen der Konjunktur in den USA und weltweit sich negativ auf den Umsatz und somit auch auf den Aktienkurs auswirken. Mildere Winter sowie sinkende Erdgaspreise könnten sich zudem negativ auf das Frachtvolumen fossiler Energieträger wie Kohle und Ölkoks auswirken. Darüber hinaus sind vergangene Wertentwicklungen kein Indikator für die Zukunft. Bei einem aktuellen Kurs von 123,61 USD bewerten derzeit 22 Analysten bei Bloomberg die Union Pacific Railroad -Aktie mit "KAUFEN" und 9 Analysten mit "HALTEN". Keiner der Analysten setzt Union Pacific Railroad auf "VERKAUFEN". Das 12-Monats-Kursziel auf Bloomberg liegt bei 141,05 USD. Discount-Zertifikat auf Union Pacific Corp.
Bonus Cap-Zertifikat auf Union Pacific Corp.
Long MINI-FUTURES auf Union Pacific Corp.
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