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WGZ Cognitrend Report - das Marktgeschehen aus dem Blickwinkel der verhaltensorientierten Forschung Gefangen zwischen Draghi und Bernanke Obgleich sich die Hoffnungen auf einen Hinweis auf weitere quantitative Lockerungen in den USA etwa beim Treffen der Notenbanker in Jackson Hole via Fed-Chef Ben Bernanke zuletzt deutlich verringert hatten, reagierte der DAX in der abgelaufenen Woche kaum nach unten. Auch die Diskussionen, wann die EZB mit Konkretem zum angekündigten Anleihekaufprogramm aufwarten würde, hätten eigentlich Skeptiker auf dem Plan rufen müssen. Zumal später dementierte Berichte kursierten, Bundesbankpräsident Jens Weidmann habe sich in den vergangenen Wochen mehrfach mit Rücktrittsgedanken getragen. Immerhin haben die Diskussionen eines bewirkt: Der zweite deutsche Vertreter im EZB-Rat, Jörg Asmussen, hat seine Position offenbar noch einmal überdacht - er war von vielen Akteuren zuletzt eher als Gegenpol zu Weidmann wahrgenommen worden. Dies hat sich nun geändert, da Asmussen nicht nur die Konditionalität eines Anleihekaufprogrammes noch einmal betont hatte, sondern weil er diese Bedingungen sogar noch erweitern möchte. Demnach soll die EZB überschuldeten Ländern nur dann unter die Arme greifen, wenn der Internationale Währungsfonds (IWF) an der Festlegung der damit verbundenen Auflagen beteiligt wird. Durch eine so erweiterte Konditionalität, wird die schnelle Umsetzung eines Anleihekaufprogrammes der EZB noch weiter verzögert - eigentlich Gift für den Aktienmarkt, der von EZB-Präsident Mario Draghi erwartet, dass dessen Worten vor einigen Wochen nun endlich Taten folgen mögen. Dass der DAX trotz all dieser unter dem Strich verschlechterten QE-Rahmenbedingungen nicht stärker eingebrochen ist, mag immer noch dem Umstand zu verdanken sein, dass sich viele institutionelle Anleger hierzulande bereits gegen den DAX positioniert haben und derzeit in der Verlustzone gefesselt scheinen. Allerdings fehlt es auch an Anschlusskäufen aus dem Ausland, weswegen der DAX ursprünglich vor einigen Wochen so deutlich zulegen konnte. Deswegen ist mit einer deutlichen und nachhaltigen Abwärtsentwicklung nur zu rechnen, wenn dieses ausländische Kapital wieder abgezogen würde. Da dieses jedoch langfristig orientiert ist, müsste schon eine große Enttäuschung bei diesen Investoren um sich greifen, um eine Verkaufswelle auszulösen. Beim DAX bleibt daher alles beim Alten, wobei Korrekturen spätestens bei 6.745/50 abgeschlossen sein müssten, damit unser Aufwärtspotenzial bei 7.230 (darüber auch mehr) wieder in Angriff genommen werden kann. Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit. |
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