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Notenbanken öffnen die Geldschleusen Über der Europäischen Union schwebt nach wie vor das Damoklesschwert der Staatsschuldenkrise, Amerika leidet unter einer hohen Arbeitslosigkeit und Japan kämpft, wie einst Don Quijote gegen Windmühlen, gegen die Deflation. Als Allheilmittel wird in solchen Situationen gerne die Geldpolitik gesehen und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sich der Fokus der Finanzmärkte in den letzten Wochen wieder einmal auf die Notenbanken und ihr Handeln richtete. Auch wenn sich die Interventionen in den Details unterscheiden, haben sie alle eins gemeinsam: die Notenpressen wurden wieder angeworfen.
Aller guten Dinge sind drei Zu weniger strittigen Maßnahmen griff dagegen der Präsident der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed), Ben Bernanke. Im Gegensatz zur EZB berücksichtigt die Fed bei ihren geldpolitschen Entscheidungen neben der Preisstabilität der heimischen Währung auch die wirtschaftliche Entwicklung und den Arbeitsmarkt. Um die Arbeitslosigkeit zu reduzieren und die Konjunktur anzuheizen, kündigte die Notenbank Mitte September die dritte Runde ihres geldpolitischen Lockerungskurses an, das sogenannte Quantitative Easing oder kurz QE3. Anders als bei den beiden vorherigen Programmen konzentriert sich die Fed diesmal nur auf den Kauf von Hypotheken besicherter Wertpapiere. Die Zentralbank hofft dadurch die Vergabe von Hypothekendarlehen anzukurbeln, die Immobilienpreise zu stabilisieren und das Verbrauchervertrauen zu stärken. Das würde höhere Konsumausgaben bewirken, die über einen Anstieg der Unternehmensausgaben zu neu geschaffenen Stellen und einer rückläufigen Arbeitslosigkeit führen sollen. Monatlich sollen für QE3 40 Milliarden US-Dollar bereitgestellt werden und zwar so lange, bis sich die Lage substanziell verbessert. Die dritte Notenbank im Bunde ist die Bank of Japan (BoJ). Für die meisten Marktteilnehmer überraschend lockerten nach der europäischen und amerikanischen Zentralbank auch die japanischen Notenbanker ihre Geldpolitik. Angesichts der jüngsten Yen-Stärke und einer hartnäckigen Deflation im Land beschloss der BoJ-Rat, das laufende Schatzwechsel- und Staatsanleihenkaufprogramm um 10 Billionen Yen aufzustocken und bis Dezember 2013 zu verlängern. Das Gesamtvolumen der Wertpapierkäufe steigt somit von 70 Billionen auf 80 Billionen Yen (entspricht ca. 790 Mrd. Euro).
Erfolg umstritten
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