Absteiger des Jahres - Die Nominierten
Hochmut kommt meist vor dem tiefen Fall

Das Jahr 2011 war reich an spektakulären Rücktritten und Absteigern. Die Auswahl fiel in dieser Kategorie nicht leicht. Ein Überblick über die Nominierten.
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Die Energiebosse
Vor einem Jahr war RWE-Chef Jürgen Großmann noch unser "Lobbyist des Jahres" - stellvertretend für seine Branche. Die Chefs der Atomkonzerne, Jürgen Großmann, Johannes Teyssen (Eon) und Hans-Peter Villis (EnBW), hatten mit hartnäckiger Lobbyarbeit den unter Rot-Grün 2002 beschlossenen Atomausstieg gekippt - und konnten sich über Milliarden Euro an zusätzlichen Gewinnen aus ihren Kernkraftwerken freuen.

Aber die Freude währte nur kurz. Die Reaktorkatastrophe von Fukushima änderte alles. Die Bundesregierung beschloss eine abermalige Kehrtwende in der Energiepolitik - und kassierte den Ausstieg vom Ausstieg wieder ein. Und auch persönlich geht es den drei Managern nicht gut.

Teyssen hat sich notgedrungen mit den Gewerkschaften angelegt, Großmann wird den Ruf des unverbesserlichen Atom-Lobbyisten nicht mehr los, und bei EnBW wurde Villis' Vertrag nicht verlängert.

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