Die Börse im Jahr 2011
Von einem Absturz zum nächsten

Ein turbulentes Börsenjahr geht zu Ende. Zahlreiche Abstürze und Tiefststände bleiben bei Dax, Dow und Co in Erinnerung. Doch es gab auch gute Tage an den Börsen. Und wie investiert man 2012 in Aktien?
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DüsseldorfDas Jahr 2011 war von Börsenturbulenzen geprägt. Rekordartige Höchststände waren für viele Aktienindizes genauso dabei wie spektakuläre Einbrüche. Die wichtigsten Zahlen gleich vorweg: Der Dax bewegte sich in diesem Jahr zwischen einem Höchststand von 7.600 Punkten und einem Tief von 4.965 Punkten. Gestartet war er knapp unter 7.000 Punkten – eine Marke, von der der Index heute weit entfernt ist.

Die Ursachen für die starken Schwankungen von mehr als 2.600 Punkten waren vielfältig. Im März ließen Nachrichten über ein Erdbeben, den Tsunami und die drohende Atomkatastrophe in Japan die Aktienkurse einstürzen. Panikverkäufe an Japans Börse schwappten auf andere große Börsen über.

Nach den Explosionen im Kernkraftwerk Fukushima brach zunächst der japanische Nikkei ein. Nach drei Tagen hat der Index bereits ein Sechstel seines Wertes verloren. Auch der Dax rutscht in der Folge deutlich ab. Doch nicht alle Papiere verlieren: Unternehmen aus der Solar- und Windenergie legen kräftig zu.

Der richtige Börsencrash kam im August. Die Schuldenkrise in den USA und in Europa lässt sich immer weniger eindämmen. Zwischenzeitlich steht bereits die Zahlungsunfähigkeit der Vereinigten Staaten vor der Tür. Anfang August erreicht der Dax neue Verlust-Rekorde und unter anderem die längste Abwärtsbewegung seit 1993. Weltweit werden nach diesem Einbruch Börsengänge verschoben oder gänzlich abgesagt.

Allein ist der deutsche Leitindex damit nicht. Am „schwarzen Montag“, dem 8. August, werden weltweit innerhalb von nur 24 Stunden rund eine Billion Euro an Börsenwert vernichtet. Der Dow Jones verliert 635 Punkte, was der fünftgrößte Einbruch des Index überhaupt ist.

Insgesamt war das Jahr 2011 auch für den Dow Jones turbulent. Gestartet war er mit gut 11.500 Punkten. Deutlich zeigen sich im Chart ein relativ kleinerer Einbruch im März aufgrund der Katastrophe in Japan sowie der große Crash im August.

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