
Das Jahr 2011 war eindeutig das Jahr der Grünen. Sie haben erreicht, wovon andere Lobbyisten nur träumen können.
Die Kernforderungen der Partei, die vor 30 Jahren die politische Bühne der Bundesrepublik Deutschland betrat, sind inzwischen fast alle Wirklichkeit geworden: der Atomausstieg, die Energiewende hin zur alternativen Erzeugung, die Abschaffung der Wehrpflicht, die Frauenquote, die Verkehrspolitik, der Verbraucherschutz.
Als i-Tüpfelchen für die Leistung gibt es in Deutschland – und noch dazu im jahrzehntelang von der CDU dominierten Baden-Württemberg – den ersten grünen Ministerpräsidenten Deutschlands. Die Wahl Winfried Kretschmanns zum Landesvater im Ländle markiert einen Meilenstein für die Partei. Die Grünen sind damit auf dem besten Weg, sich vom einstigen Verweigerer-Sammelbecken zur Volkspartei zu entwickeln.
Die grüne Erfolgsserie hat dabei nicht allein mit dem Reaktorunglück in Fukushima zu tun, wie uns manche glauben machen wollen. Sie ist eher eine langfristige Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte.
Der Dauerstreit um das Milliardenprojekt Stuttgarter Bahnhof spaltet auch die grün-rote Landesregierung Baden-Württembergs. Während die SPD für den Tiefbahnhof eintritt, bleiben die Grünen auch als größerer Koalitionspartner bei ihrem Nein. Stuttgart 21 stürzt den grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann ins Dilemma: Er weiß, dass er wegen geltender Verträge am kürzeren Hebel sitzt - beteuert aber stets, er werde alles dagegen tun, was in seiner Macht steht.
Eine geplante Riesenbrücke, unter die sogar der Kölner Dom passen würde, sorgt seit Jahrzehnten in Rheinland-Pfalz für Streit. Vor der Landtagswahl im März bekräftigen die Grünen noch ihren Widerstand gegen das Verkehrsprojekt mitten durch einige der besten Weinlagen Deutschlands. Nach der Wahl kommt die Kehrtwende: Um die erste rot-grüne Koalition in Mainz zu ermöglichen, akzeptierten die Grünen nach heftiger Debatte das 330 Millionen Euro teure Bundesprojekt.
Gegen die eigenen Wahlversprechen genehmigt die Grünen-Umweltsenatorin Anja Hajduk im September 2008 den Bau des umstrittenen Kohlekraftwerks Moorburg, wenngleich unter strengen Auflagen. Der Protest in den eigenen Reihen hält sich in Grenzen, obwohl Moorburg vielen als Symbol einer längst veralteten Energiepolitik galt. Die Grünen-Basis macht mit und stimmt mit großer Mehrheit für einen Verbleib in der Koalition. Das bundesweit erste Bündnis dieser Art bricht nach dem Rücktritt von Bürgermeister Ole von Beust (CDU) Ende 2010 doch noch auseinander
Die Grünen genießen bis heute ungebrochen hohe Unterstützung bei jungen Menschen. Darüber sollten auch nicht der Erfolg der Piratenpartei und die guten Prognosen für diese Partei hinwegtäuschen. Denn ob die Piraten nach ihrem ersten Wahlerfolg in Berlin auf Dauer im grünen Unterholz wildern können, da sind Zweifel durchaus angebracht.
Die wirkliche Überraschung aber ist, dass die grünen Wähler der ersten Stunde „durchgewachsen“ sind. Sie stehen oft noch als Besserverdienende treu zu ihrer Partei und den alten Idealen. Sie beherrschen über weite Strecken die politische Kultur: Sie pflegen ihren ökologisch korrekten Hedonismus und ihre zumindest subjektiv empfundene Nachhaltigkeit im unmittelbaren Lebensumfeld. Dass in grünen Haushalten zwei, oft gar drei Autos gefahren werden und der Nachwuchs im PS-starken Geländewagen mit Greenpeace-Aufkleber in den Kindergarten gebracht wird, nimmt ihnen so lange keiner übel, wie die politische Konkurrenz daraus kein Thema macht.
Und damit nicht genug. Das grüne Establishment geht in den Metropolen sogar lebensweltlich schon längst mit Konservativen in einem schwarz-grünen Milieu auf. Der alte Bürgerschreck Daniel Cohn-Bendit bringt das auf den Punkt: „Wir Grünen und die CDU treffen uns auf Vernissagen und Opernpremieren. Da sind die Sozialdemokraten, diese Banausen, nie dabei.“ Die Bionade-Bourgeoisie ist schick.
Die Grünen eine Volkspartei, dass ich nicht Lache…. Die Schreiberlinge des Handelsblattes haben keine Ahnung, obwohl vielleicht die Wähler der Grünen. Die Grünen sind für mich die Nazipartei der Neuzeit und ihre Wähler die gleichen wie damals.
Ohne Zweifel ist die Kombination aus Rohstoffen, Energie und Wissen der Schlüssel für eine wirtschaftliche Dominanz, wenn die Völker solcher Länder von Arbeitswillen beseelt sind und ein Qualitätsbewußtsein entwickelt haben.
Die heutigen alimentierten Umverteilungseliten zerstreuen sich im Wind, wenn die Alimente ausbleiben. Parteiendiktatur, Behörden-Wasserköpfe und Lobbyismus sind dann böse Erinnerungen an die Zeit mit einer Staatsquote von über 50 Prozent. Dann brechen wieder die Tugenden durch, die Deutsche auch 1945 bis 1955 beseelt haben, bis es gelang, sie erneut in die Irre zu führen. Der Rest ist Geschichte.
Hans Kolpak
Deutsche ZivilGesellschaft
Alle Grünen: ÜBERFLÜSSIG & GEFÄHRLICH!
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C. Roth: HOHL & DAUERBEKIFFT
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