Manager des Jahres
Martin Winterkorn - Der Perfektionist

Martin Winterkorn fordert nicht nur Präzision, er lebt sie auch. Der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen hat eine Vision und kennt auch den Weg dahin. Und er besitzt vor allem eines: Glaubwürdigkeit.
  • 5

DüsseldorfDer Kunde ist König, das gilt auch in der Automobilindustrie. Doch gibt es Kunden, die kennen die Nachteile absoluter Monarchie - die verstehen sich als Partner ihrer Lieferanten.

Solch ein kooperativer König ist für uns bei Bosch Martin Winterkorn von Volkswagen. Der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG ist einer, der voller Leidenschaft für die Sache brennt. Einer, der den Dingen auf den Grund geht. Einer, mit dem wir schnörkellos an den Fakten entlang diskutieren.

Es ist klar: Bosch ist ein großer Automobilzulieferer, Volkswagen ein großer Automobilhersteller - die gemeinsamen Entwicklungssitzungen jedoch sind anregende Kolloquien, und an dieser Atmosphäre hat „Wiko“, wie er bei Volkswagen mit liebevollem Respekt genannt wird, den größten Anteil. So freue ich mich, dass gerade er vom Handelsblatt zum „Manager des Jahres“ erkoren worden ist.

Seine Ziele sind hoch gesteckt, für manchen Skeptiker allzu hoch. Dem kann ich nur entgegenhalten: Wer in der Automobilindustrie ein ehrgeiziges Ziel ernsthaft erreichen will, muss sich auch präzise um die Details von Technik und Qualität kümmern - und Martin Winterkorn hat seinerseits die Qualität, das Kleine wie das Große im Blick behalten.

Ohnehin wäre es ein Missverständnis, wollte man die ambitionierte Strategie von Volkswagen auf einen quantitativen Wachstumspfad reduzieren. Keine Frage: Martin Winterkorn will mit Volkswagen in der Automobilindustrie nach vorn. Aber ihm geht es auch um die beste Produktqualität, um die höchste Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. Vor allem strebt Winterkorn den Erfolg gleichermaßen ökologisch wie ökonomisch an.

Und Umweltschutz heißt für ihn: Technik für den Umweltschutz. Da verbindet uns viel: die Hochdruck-Dieseleinspritzung, die Benzindirekteinspritzung, der Hybridantrieb - das alles sind technische Lösungen fürs sparsame und saubere Fahren, die Bosch mit Volkswagen auf die Straße gebracht hat. Es ist die harte Arbeit an solchen Innovationen, die uns immer wieder zu Partnern macht. In einem Land wie Deutschland, das von Spitzentechnik lebt, ist es gut, dass ein Spitzentechniker wie Winterkorn „Manager des Jahres“ wird.

Seite 1:

Martin Winterkorn - Der Perfektionist

Seite 2:

Winterkorn hat eine klare Vision

Kommentare zu " Manager des Jahres: Martin Winterkorn - Der Perfektionist"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Dr.NorbertLeineweber zu: "Weiter so"
    Wer aus der Marketingabteilung war denn das?
    Natürlich geht es weiter so, wenn man Kundeninteressen negiert: Skoda: "Simply clever gefälscht";
    Seat: "Fälschen emotion";
    VW: "Das Fälschen" statt "Das Auto."
    Wie gesagt: Der gehörnte Kunde wird in die Wüste geschickt, solange man ungestraft Servicehefte fälschen darf. Den Schaden hat schließlich der Betrogene. Nur immer zu, eben weiter so!

  • Hier wird ja eine Menge an Kommentaren abgeladen. Man sollte aber nicht vergessen, dass VW ein sehr erfolgreiches Unternehmen. Die herausragende Entscheidung ist sicher die Mehrmarkenstrategie, die frühen Chinaaktivitäten und die Bauteil u. Modulstrategie. Ebenfalls im Design hat VW eine gute Hand - sonst würden es die Massen schließlich nicht kaufen.

    In dem Anspruch noch besser zu werden, ist jeder Hersteller auf der Wegstrecke - auch VW.

    Die erreichte Poition erhöht glücklicherweise die Überlebensfähigkeit in der Zukunft. Auch nicht unwichtig. In der eigentlichen Technik könnte VW durchaus ein wenig schneller sein, die Märkte zu durchdringen. Aber es ist auch ein wirtschaftliches Können das zu liefern, was der Kunde kauft und somit bezahlt. Die Thematik ist immer ein wenig schwierig. Innovativ ist dagegen der Schritt im VW UP! bereits ein Abstandsnotbremssystem in Serie zu verkaufen.

    Es ist aber immer schwer, nicht zu besoffen vom Erfolg zu werden. Die Frage ist jedoch immer wichtig, ob man nicht noch erfolgreicher sein könnte. Das hört sich zwar etwas vermessen an, ist aber die eigentliche Frage. Dennoch kann man natürlich sich freuen im Markt erfolgreich teilzuhaben und es auch feiern. ... aber nach dem Feiern auch wieder an der Zukunft mit Hochdruck arbeiten.

    "Perfekt zu sein" ist natürlich ein Zielanspruch, eine dauerhafte Herausforderung, denn ... wer stagniert, verliert ... und ... "Wer nicht erfindet, verschwindet. Wer nicht patentiert, verliert." (Erich Häußer).

  • VW und Audi wollen mit aller Macht Marktführer werden und kaufen sich dafür auch die Gunst der Medien.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%