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08.08.2008  | Aktualisiert 08.08.2008, 10:34 Uhr 
Olympia-Ruderer

Hacker: „Olympia hat seine eigenen Gesetze“

Früher als seine Konkurrenten ist der deutsche Ruderer Marcel Hacker nach Peking gereits. Im Interview spricht der deutsche Einer-Meister über seine frühe Anreise, die klimatischen Bedingungen vor Ort sowie seine Chancen auf Edelmetall.

Training auf der olympischen Ruderstrecke: Marcel Hacker. Foto: dpaLupe

Training auf der olympischen Ruderstrecke: Marcel Hacker. Foto: dpa

sid: "Sie sind bereits seit dem 27. Juli in Peking. Was war der Grund für die frühe Anreise?"

Marcel Hacker: "Die klimatischen Bedingungen, ich habe bei der Umstellung immer einige Probleme. Daher haben wir entschieden, die letzte Vorbereitungszeit in Peking zu machen. Es war die richtige Entscheidung."

sid: "Sie wohnen im Gegensatz zu 2000 in Sydney und 2004 in Athen erstmals im Olympischen Dorf. Wie ist ihr Eindruck?"

Hacker: "Es war der richtige Schritt, ins Dorf zu ziehen. Vor acht Jahren haben wir mit der gesamten Mannschaft außerhalb gewohnt, 2004 war es meine eigene Entscheidung. Vielleicht war das ein Fehler (Anm. der Red.: Platz sieben). Der Kontakt zu den anderen Athleten ist klasse, dabei wird man lockerer."

sid: "Welche anderen Sportarten wollen Sie noch anschauen?"

Hacker: "Basketball auf jeden Fall, und ich hoffe, dass ich auch einige Spiele der deutschen Handballer sehen kann."

Deutsche Goldhoffnungen

sid: "Kommen wir zu Ihrem Wettkampf. Sie reisen als WM-Fünfter an. Wie sind die Erwartungen?"

Hacker: "Ich bin gut im Saft und versuche, vorne anzugreifen. Aber Olympia hat seine eigenen Gesetze. Man muss von Rennen zu Rennen schauen. Konkrete Ziele formuliere ich nicht, aber wer mich kennt, der weiß, was ich versuchen werde. Aber erstmal muss ich ins Finale kommen, dann mache ich drei Kreuze."

sid: "Wen zählen Sie zum Favoritenkreis im Einer?"

Hacker: "Die üblichen Verdächtigen mit dem neuseeländischen Weltmeister Mahe Drysdale, dem tschechischen WM-Zweiten Ondrej Synek und dem norwegischen Olympiasieger Olaf Tufte. Hinzu kommen die Einer aus Großbritannien, Schweden, der Schweiz und den Niederlanden."

sid: "Im Vorfeld gab es Diskussionen um die äußeren Bedingungen. Wie ist Ihr Eindruck?"

Hacker: "Bisher ist es eigentlich kein großes Problem. Die Einer-Rennen finden aber nachmittags statt. Da hoffe ich natürlich, dass die Sonne nicht rauskommt."

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