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28.03.2008 
London Heathrow

Blamable Pleite im Luxus-Terminal

von Dirk Heilmann

Sechs Milliarden Euro hat der neue Luxus-Terminal am Flughafen London Heathrow gekostet, 15 000 Freiwillige haben als Versuchskaninchen ein halbes Jahr lang alle Abläufe um den Flugbetrieb geprobt. Doch als am Donnerstag die ersten echten Passagiere durch den Glaspalast geschleust wurden, brach das Chaos aus und setzte sich auch am Freitag fort.

Als die ersten echten Passagiere das neue Terminal nutzen wollten, brach das Chaos aus. Foto: apLupe

Als die ersten echten Passagiere das neue Terminal nutzen wollten, brach das Chaos aus. Foto: ap

LONDON. Diesmal wollten sie nichts, aber auch gar nichts dem Zufall überlassen. Ein halbes Jahr lang testeten der Flughafenbetreiber BAA und die Fluggesellschaft British Airways (BA) die Technik im neuen Terminal 5 auf dem Londoner Flughafen Heathrow. Rund 15 000 Freiwillige checkten, nur mit Frühstück und Goodie-Bag belohnt, als Versuchskaninchen in imaginäre Flüge ein, stiegen als Passagier-Darsteller um und ließen Fantasie-Pässe kontrollieren. 12 000 Gepäckstücke, vom nagelneuen Hartschalenkoffer bis zur halb zerrissenen Reisetasche, wurden wieder und wieder mit Etiketten versehen und kreuz und quer über die 18 Kilometer Gepäckband geschickt.

Am Donnerstag war es dann endlich so weit: Zwei Wochen nach der feierlichen Eröffnung durch die Queen strömten die ersten Passagiere in den lichten Glasbau des Star-Architekten Richard Rogers. Die meisten Inlandsflüge und Europaflüge sowie eine Reihe von Interkontinentalflügen von British Airways zogen von anderen Terminals des Londoner Drehkreuzes in das neue Terminal um.


Bildergalerie Bild für Bild: Terminal 5 – der umstrittene Edelschuppen


Doch es dauerte nicht lange, und das Chaos brach aus. Passagiere, die um 8.30 Uhr mit dem Flieger aus Frankfurt ankamen, warteten bis zu zwei Stunden auf ihr Gepäck. 75 Minuten dauerte es für die Fluggäste der Morgenmaschine aus Hamburg. Auch Abreisenden ging es nicht besser. Passagiere, die in einer Maschine nach Los Angeles auf dem Rollfeld saßen, beobachteten erstaunt, wie ihre Koffer erst ein- und dann wieder ausgeladen wurden. Drei Stunden Verspätung waren die Folge.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Problematische Sicherheitsprozeduren

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