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31.03.2008 
Neuerliche Entschuldigung von Airline-Chef Walsh

Heathrow-Pannenserie schadet dem Image von BA

Lange Wartezeiten, gestrichene Flüge und verärgerte Passagiere – nach der chaotischen Inbetriebnahme des Terminals 5 erntet British Airways harsche Kritik aus der Wirtschaft und von der Aufsichtsbehörde. Und Firmenchef Willie Walsh gerät zunehmend unter Druck. Auch am Montag hielten die Störungen an, die Marke von 300 gestrichenen Flügen seit Inbetriebnahme wurde durchbrochen.

Chaos und lange Wartezeiten am Check-in im Terminal 5 in Heathrow. Foto: reutersLupe

Chaos und lange Wartezeiten am Check-in im Terminal 5 in Heathrow. Foto: reuters

dih/HB LONDON. Die größte britische Airline strich zum Wochenbeginn weitere 54 Flüge, unter anderem nach Deutschland. Zuvor waren seit der chaotischen Inbetriebnahme des Terminals fünf am vergangenen Donnerstag bereits insgesamt rund 250 Flüge abgesagt worden. Tausende Reisende waren betroffen. Nicht nur verärgerte Passagiere, sondern auch Politiker und Wirtschaftsvertreter machten ihrem Unmut Luft. Die Diskussion um personelle Konsequenzen hat begonnen – und sie reicht bis zu BA-Chef Willie Walsh.

Ein Sprecher von BA konnte auf Anfrage nicht sagen, wann mit einem normalen Betrieb des neuen Terminals zu rechnen ist. Kurz nach der Inbetriebnahme der hochmoderne Abfertigungshalle, deren Bau umgerechnet mehr als fünf Mrd. Euro gekostet hat, war die automatisierte Gepäckabfertigung zusammengebrochen.

Derweil entschuldigte sich BA-Chef Willie Walsh erneut bei den Passagieren, die unter den Pannen am Terminal fünf zu leiden hatten. "Wir werden keine Ruhe geben, bis unser Service wieder auf dem hohen Standard ist, den unsere Kunden zu Recht erwarten", sagte Walsh. Ein Team von Ingenieuren und IT-Experten arbeite hart daran, Fehler an der Gepäckanlage zu beheben. Diese seien bei den Testläufen vor Inbetriebnahme des Terminals nicht bemerkt worden.

Die Pannen sind für Vorstandschef Willie Walsh besonders peinlich, weil er seit Jahren bei jeder Gelegenheit versprochen hat, dass BA seinen Passagieren mit dem Umzug ins Terminal 5 endlich einen besseren Service bieten werde. Die drittgrößte europäische Fluggesellschaft war zuletzt in einer europaweiten Vergleichsstudie die mit den meisten verlorenen Koffern. Am Sonntag hatte Walsh von Fortschritten mit dem Gepäcksystem gesprochen. „Wir arbeiten daran, von Tag zu Tag die Zahl der Flüge zu erhöhen“, versprach er.

Bereits am Sonntag stapelten sich 15 000 Gepäckstücke im Flughafen, die wegen Pannen im Gepäcksystem nicht eingeladen wurden. Der Fernsehsender BBC zeigte meterhohe Berge von Koffern und Taschen in den Katakomben des gewaltigen Glaspalastes am Westrand des Flughafens.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Terminal 5 spielt eine Schlüsselrolle für die Modernisierung Heathrows

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