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11.06.2008 
Geschäftsreisen

Junge IT-Profis am häufigsten unterwegs

Vor allem Berufseinsteiger in der IT-Branche müssen sich auf regelmäßige Geschäftsreisen einstellen. Fast die Hälfte der Stellenausschreibungen verlangen von ihren Bewerbern, den Kunden überall und flexibel zur Verfügung zu stehen. Wer länger dabei ist, muss dagegen seltener die Koffer packen. Aber es gibt auch Bereiche, in denen IT-Fachleute kaum reisen müssen.

Wer in der IT-Branche anfängt, muss oft die Koffer packen. Foto: dpaLupe

Wer in der IT-Branche anfängt, muss oft die Koffer packen. Foto: dpa

HB HAMBURG. Aufgeschlüsselt nach Arbeitsbereichen ist der Wunsch nach mobilen Mitarbeitern in der IT-Beratung am größten (44 Prozent). Aber auch Experten für IT-Architektur (27 Prozent) und Projektmanager (24 Prozent) sollten sich auf regelmäßige Einsätze fern der Unternehmenszentrale einstellen.

Bei berufserfahrenen Mitarbeitern geht das Erfordernis der Reisebereitschaft allerdings deutlich zurück. Nur knapp jede vierte Stellenausschreibung verlangt von den praxiserfahrenen IT-Fachleuten die Bereitschaft zu Geschäftsreisen. Das sind Ergebnisse aus der Studie „IT-Jobscout 2008“ des Beratungs- und Softwarehauses PPI AG.

Der Grund für die große Reisebereitschaft in der IT-Beratung sind die permanenten Einsätze beim Kunden vor Ort. Beratungsprojekte finden fast immer im Hause des Kunden statt, und können Monate oder Jahre laufen. Dafür ist eine prinzipielle Bereitschaft zur längeren Abwesenheit erforderlich.

Wer die Arbeit an wechselnden Einsatzorten scheut, ist in der Hardware-Entwicklung am besten aufgehoben. Kein Personalchef hat sich für diesen Arbeitsbereich entschieden, Geschäftsreisen in das Bewerberprofil aufzunehmen. Ähnlich ortsgebunden arbeiten zudem die Qualitätsmanager. Nur acht Prozent der Stellenangebote wünschen sich mobile Mitarbeiter für den Einsatz beim Kunden vor Ort.

Vergleichsweise gering fällt der Anteil von Ausschreibungen mit Reisebereitschaft auch im IT-Vertrieb aus. Nur knapp jedes fünfte Stellenangebot wünscht sich räumlich flexible Bewerber. Der Grund liegt vor allem in den häufig eng gesteckten Einsatzgebieten. Der IT-Vertrieb ist zwar häufig zu Akquisebesuchen beim Kunden vor Ort unterwegs. Die Anfahrtswege sind aber zumeist kurz. In der Praxis haben die Vertriebsmitarbeiter immer wieder auch längere Inhouse-Phasen zur Angebotserstellung, Strategiefindung oder sonstiger Büroarbeiten zu leisten.

Der IT-Support ist ebenfalls meistens in der Niederlassung des Herstellers angesiedelt. Kundenbesuche sind dort nur in Ausnahmefällen erforderlich, etwa um Probleme zu klären, die sich per Ferndiagnose nicht beheben lassen. Etwas anderes gilt nur, wenn der Support beim Kunden vor Ort ausnahmsweise im Wartungsvertrag vereinbart ist. Entsprechend gering fällt auch der Wunsch nach der Geschäftsreisebereitschaft in den Stellenanzeigen aus. Nur knapp jeder siebte Personalchef besteht auf einem reisefreudigen IT-Support.

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