Am Freitag hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten der Lufthansa zum Streik aufgerufen. Die Fluggesellschaft hat jedoch offenbar eine ausführliche Gegenstrategie entwickelt. Für Passagiere kann dies sogar den Umstieg auf die Schiene bedeuten.
Die Lufthansa hat offenbar einen detaillierten Notfallplan, falls es zum Streik kommt. Foto: Reuters
HB FRANKFURT. Die Lufthansa
hat sich einem Zeitungsbericht zufolge mit einem detaillierten Notfallplan auf einen mehrwöchigen Streik ihres Boden- und Kabinenpersonals vorbereitet. Damit sollen selbst bei der aggressivsten Streikvariante bis 75 Prozent der Flüge sicher sein, schrieb die "Rheinische Post" unter Berufung aus Unternehmenskreise. Lufthansa
-Sprecherin Claudia Lange wollte diese Zahl am Morgen nicht kommentieren. Sie verwies zunächst darauf, dass noch gar nicht klar sei ob, und wenn ja wo gestreikt werde. Aber natürlich bereite sich das Unternehmen auf einen möglichen Ausstand vor.
Beim Einchecken habe sich die Lufthansa den Zugriff auf Drittfirmen gesichert, die das Geschäft abwickeln sollen, schrieb die „Rheinische Post“. Am härtesten sei das Unternehmen demnach von einem Streik der Techniker getroffen. In dem Fall sollen die Flugzeuge auf innereuropäischen Strecken am Zielort bei anderen Gesellschaften durch die gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen laufen. Der Flugverkehr werde dann mit Bahnunterstützung komplett über die Drehkreuze München, Frankfurt und Zürich abgewickelt, meldete das Blatt weiter. Außerdem könne die Lufthansa
sich offenbar auf die österreichische Austrian Airlines verlassen, die ihr Passagierkontingente abnehmen wolle.


